Fast jeder dritte Hundehalter geht ein zu hohes Risiko ein

HundehalterNach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. leben hierzulande rund 7,9 Millionen Hunde in über 16 Prozent aller deutschen Haushalte. Hunde sind nach Katzen damit die beliebtesten Haustiere. Allerdings verzichten immer noch einige Hundebesitzer auf ihre eigene Absicherung, falls der Hund einen Schaden anrichtet. Dabei können solche Schäden zum finanziellen Ruin führen, da der Hundehalter finanziell dafür aufkommen muss – egal ob der Hund über die Straße läuft und dabei einen Unfall verursacht oder einen anderen beißt.

Hundehalter haften

Gemäß Paragraf 833 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss ein Hundehalter für nahezu alle Schäden finanziell aufkommen, die sein Hund anrichtet. Es ist dabei unerheblich, ob den Hund oder den Hundehalter ein Verschulden trifft oder nicht. Der Tierhalter haftet für die entstandenen Sach- und/oder Personenschäden und auch für dadurch entstehende Vermögensschäden – und zwar in voller Höhe. Beschädigt ein Hund beispielsweise beim Besuch des Nachbarn dessen Ledercouch, handelt es sich um einen Sachschaden.

Stürzt zum Beispiel ein Radfahrer, weil ihm ein Hund vor das Rad gelaufen ist, und wird er dadurch wegen bleibender Gesundheitsschäden erwerbsunfähig, handelt es sich um einen Personenschaden einhergehend mit einem Vermögensschaden, der schnell eine Million Euro oder mehr betragen kann. Der Hundebesitzer müsste unter anderem für alle Einkommensausfälle des Geschädigten, für die notwendigen Arzt- und Behandlungskosten und für ein Schmerzensgeld aufkommen. Eine finanzielle Absicherung für den Hundehalter bietet jedoch eine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung.

Wo für Hundehalter die Hundehaftpflicht-Police vorgeschrieben ist

Eine solche abgeschlossene Police übernimmt für den Hundehalter nicht nur die Schäden, welche durch den Hund verursacht wurden, sondern sie wehrt auch unberechtigte oder überhöhte Forderungen Dritter ab. Jedes Jahr zahlen nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die Versicherer für ihre Kunden, die eine entsprechende Police haben, rund 80 Millionen Euro an Schäden aus, die Hunde verursacht haben.

Einige Bundesländer schreiben mittlerweile per Hundegesetzen oder Hundeverordnungen eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung für Hundebesitzer vor. Dies ist zum einen als Schutz der Hundebesitzer gedacht und zum anderen auch, um sicherzustellen, dass die möglichen Opfer einen ausreichenden Schadenersatz erhalten.

In Hamburg, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und seit 2016 auch in Schleswig-Holstein besteht eine generelle Verpflichtung für Hundebesitzer, eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. In Nordrhein-Westfalen muss jeder Halter eines Hundes mit einem Gewicht ab 20 Kilogramm oder einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern eine entsprechende Haftpflichtpolice haben.

Zahlreiche Hundehalter nehmen den finanziellen Ruin in Kauf

Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern dürfen in allen anderen Bundesländern gefährliche Hunde oder sogenannte Kampfhunde wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie Pitbull Terrier nur gehalten werden, wenn eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung vorliegt. Als gefährlich gelten Hunde unter anderem, wenn aufgrund rassenspezifischer Merkmale, Zucht, Ausbildung oder Haltung von einer besonderen Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren ausgegangen werden muss oder ein Tier bereits einmal Personen oder Tiere angegriffen hat.

Nur in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine Vorschriften hinsichtlich einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung, auch nicht für Kampfhunde. Rund 30 Prozent aller Hundebesitzer haben laut GDV derzeit noch keine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Sie müssen im Schadenfall mit ihrem gesamten jetzigen und künftigen Einkommen und Vermögen für die entstandenen Schäden aufkommen.

Das gilt in den meisten Fällen auch dann, wenn der Hundebesitzer beweisen kann, dass ihn selbst kein Verschulden an dem Schadenereignis trifft. Grundsätzlich ist daher für alle Hundehalter eine Tierhalterhaftpflicht-Police – unabhängig, ob sie im jeweiligen Bundesland vorgeschrieben ist oder nicht – unentbehrlich, um bei Schäden, die ein Hund anrichten kann – egal, wie brav dieser ist –, vor einem finanziellen Ruin geschützt zu sein.(verpd) Haftpflichtversicherungen für Tierhalter gibt es hier http://www.webberater24.de/hundehaftpflicht/

Wenn virtuelle Monster wie Pokémons und Co. zur realen Gefahr werden

Pokemon

Millionen Bürger haben hierzulande das Spiel Pokémon Go auf ihrem Smartphone installiert. Doch auch wenn die digitale Jagd nach den sogenannten Pokémons im Freien ein regelrechter Volkssport geworden ist, sollte der Einzelne darauf achten, dass sie ihm nicht teuer zu stehen kommt.

Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) ist das Handyspiel Pokémon Go bereits 81 Prozent aller Bürger ab 14 Jahren hierzulande ein Begriff. Bei diesem Spiel, das als App auf das Smartphone geladen wird, sollen die Spieler virtuelle Monster, sogenannte Pokémons, in der realen Umgebung, die mit der Smartphone-Kamera auf dem Display eingeblendet wird, aufspüren und einfangen. Dazu ist es notwendig, dass die Spieler im Freien beziehungsweise in anderen Orten real umherlaufen.

Jeder 5. hat schon nach Pokémons gejagt

Jeder Fünfte hat nach der Bitkom-Umfrage schon an der Jagd nach den virtuellen Monstern mit den etwas seltsam klingenden Namen wie Pikachu, Pummeluff, Turtok oder Fukano teilgenommen. Ein Vorteil des Spiels ist, dass Smartphone-Nutzer vermehrt ins Freie gehen und sich bewegen. Doch es gibt auch Nachteile. So sind einige Spieler so sehr davon abgelenkt, ständig auf das Display ihres Smartphones zu starren, um die Monster zu entdecken und mit Fingerbewegungen auf dem Display, wiedereinzufangen, dass das Unfallrisiko dadurch erhöht ist.

Hohes Unfall- und Bußgeldrisiko bei der Pokémonjagt

Es haben sich laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) deswegen bereits mehrere Unfälle ereignet. Und auch sonst kann die spielbedingte Ablenkung teuer werden.

„Wer zum Beispiel auf der Suche nach Pokémons die Fahrbahn betritt, obwohl ein entsprechender Gehweg oder Seitenstreifen vorhanden ist, dem drohen fünf Euro Bußgeld – ebenso wenn man offizielle Absperrungen überklettert. Und wer auf der anderen Straßenseite endlich Pikachu gefunden hat und über eine rote Ampel läuft, der muss auch mit Bußgeld rechnen“, erklärt Mathias Zunk, Sprecher des GDV. Ein Pokémon-Go-Spieler, der mit dem Fahrrad auf Monsterjagd geht und durch das Spiel abgelenkt ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 25 Euro rechnen.

„Teurer wird es regelmäßig, wenn bei diesen Verstößen dann auch noch ein Unfall verursacht wird“, so Zunk weiter. Wer jedoch als Fußgänger oder Radfahrer wegen des Spieles einen Unfall fahrlässig verursacht und eine Privathaftpflicht-Versicherung hat, hat Glück. Denn eine solche Police übernimmt Schäden, die man unter anderem als Fußgänger oder Fahrradfahrer nicht vorsätzlich verursacht hat. Hat der Schadenverursacher keine entsprechende Police, muss er den Schaden aus der eigenen Tasche ersetzen.

Ein Autofahrer darf nicht auf Pokémonjagd gehen

Wer als Autofahrer während der Fahrt auf das Handydisplay starrt und sein Smartphone bedient, dem drohen 60 Euro Strafe und ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister (FEAR). Teuer kann es zudem werden, wenn der Fahrer beim Fahren einen Autounfall baut, weil er während der Fahrt das Handy zum Spielen in die Hand genommen hat. Denn dann bleibt er trotz einer eventuell bestehenden Vollkaskoversicherung, die normalerweise für Schäden am eigenen Pkw aufkommt, auch wenn man selbst den Unfall verursacht hat, ganz oder teilweise auf seine Schadenskosten sitzen.

Für Unfälle, die vom Fahrer grob fahrlässig verursacht werden, darunter zählt auch die direkte Handybedienung während der Fahrt, ist der Kaskoversicherer nämlich nur teilweise oder gar nicht verpflichtet, den Schaden zu übernehmen. Mit einer Ausnahme: Im Kfz-Vertrag wurde auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet.

Doch was, wenn man als Autofahrer wegen der Handynutzung einen Unfall baut, bei dem andere geschädigt werden? Laut GDV werden solche Schäden durch die Kfz-Haftpflichtversicherung übernommen. „Anders als beim Fahren unter Alkoholeinfluss kann die Haftpflichtversicherung in diesem Fall den Versicherungsnehmer nicht in Regress nehmen“, wie der GDV-Sprecher Zunft ergänzt.(verpd).  Sehen Sie hier wie günstig eine Privathaftpflichtversicherung sein kann http://www.webberater24.de/privathaftpflicht/

Grundlegendes für Praktikanten und deren Arbeitgeber

Praktikanten

Zahlreiche Schüler und Studenten müssen im Rahmen ihres Unterrichts oder Studiums Praktika absolvieren, um neben der theoretischen Ausbildung auch praktische Kenntnisse zu erwerben. Doch auch ein freiwilliges Praktikum kann dem Einzelnen bei der Suche nach dem richtigen Beruf wichtige Einblicke in die jeweilige Berufstätigkeit und Aufschlüsse über die persönliche Eignung geben. Was Arbeitgeber und angehende Praktikanten über dieses besondere Arbeitsverhältnis wissen sollten.

Um Probleme zu vermeiden, ist es für angehende Praktikanten wie auch für die Anbieter von Praktikumsstellen wichtig zu wissen, welche gesetzlichen Rechte und Pflichten beispielsweise hinsichtlich der Entlohnung zu berücksichtigen sind. Zwar haben Praktikanten hierzulande in einigen Bereichen die gleichen Rechte und Pflichten wie Arbeitnehmer, allerdings nicht in allen.

So gelten auch für Praktikanten die gleichen allgemeinen arbeitsschutz-rechtlichen Gesetze und Bestimmungen im Hinblick auf die Arbeitszeit und den Unfallschutz am Arbeitsplatz wie für normale Arbeitnehmer. Anders sieht es jedoch bei der Entlohnung aus.

Wann Praktikanten ein Lohn zusteht

So haben alle Praktikanten unter 18 Jahren keinen gesetzlichen Anspruch auf einen (Mindest-)Lohn, Dies gilt auch für Praktikanten, egal wie alt sie sind, wenn das Praktikum laut Vereinbarung kürzer als drei Monate ist. Auch keinen Lohnanspruch haben alle, die ein Pflichtpraktikum, also ein im Rahmen der Schule, Ausbildung oder Studium vorgeschriebenes Praktikum, oder ein Praktikum, das zur Einstiegsqualifizierung nötig ist, absolvieren.

Jedem Praktikanten, der 18 Jahre oder älter ist und der mindestens drei Monate oder länger ein freiwilliges Praktikum absolviert, steht jedoch der Mindestlohn ab dem ersten Arbeitstag zu. Grundsätzlich dürfen Praktikanten, die noch keine 18 Jahre alt sind, gemäß dem Arbeitszeitgesetz und dem Jugendarbeitsschutz-Gesetz (JarbSchG) – insbesondere nach Paragraf 8 JarbSchG – nicht mehr als fünf Tage und nicht über 40 Stunden in der Woche arbeiten. Unabhängig vom Alter des Praktikanten sind sie im Rahmen ihres Praktikums gesetzlich unfallversichert.

Dazu muss der Praktikant je nach Praktikumsart entweder über den Arbeitgeber oder die Schule beziehungsweise (Fach-)Hochschule beim entsprechenden Unfallversicherungs-Träger angemeldet werden. Die Versicherungsbeiträge dafür sind je nach Praktikumsart entweder vom Arbeitgeber oder von der öffentlichen Hand, auf keinen Fall jedoch vom Praktikanten selbst zu entrichten. Grundsätzlich muss ein Praktikant im Praktikum die Unfallverhütungs-Vorschriften sowie sonstige Betriebsordnungen, wie sie für die anderen Arbeitnehmer des Arbeitgebers gelten, einhalten.

Wo Plätze für Praktikanten angeboten werden

Unter bestimmten Umständen stehen einem Praktikanten ein Urlaubsanspruch und/oder eine Entlohnung zu, andererseits kann er auch der Sozialversicherungs-Pflicht unterliegen und muss bei einer gewollten vorzeitigen Beendigung des Praktikums gewisse Kündigungsmodalitäten einhalten. Umfangreiche Hintergrund-Informationen zum Thema Praktikum für Schüler, Studenten und Arbeitgeber bieten dieIndustrie und Handelskammern im Webportal www.ihk-praktikumsportal.de.

Unter anderem gibt es hier eine Suchfunktion nach angebotenen Praktika im In- und Ausland. Auch im Internetauftritt der Bundesagentur für Arbeit kann nach Praktikastellen im In- oder Ausland gesucht werden. Relativ aktuell, bis auf das Thema Entlohnung – den Mindestlohn, der zum Teil auch für Praktikanten gilt, gibt es seit 2015 –, ist die 60-seitige Broschüre „Praktika – Nutzen für Praktikanten und Unternehmen“ der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände aus dem Jahr 2011.

Auf dem neuesten Stand hingegen ist die downloadbare Broschüre „Rechte und Pflichten im Praktikum“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Informationen rund um Auslandspraktika enthält der Webauftritt der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) sowie deren 130-seitige Broschüre „Wege ins Auslandspraktikum“. (verpd)

Speziell zum Thema Auslandsprktikum bieten wir Ihnen unter diesem Link Versicherungsschutz an  https://www.travelsecure4students.de/?partnerid=1-8-443

Weitere Informationen rund um den Versicherungsschutz von Praktikanten finden Sie auch auf unseren Seiten unter www.beraterseite.de

Krankenhausaufenthalte werden immer kürzer

Krankenhausaufenthalt

Ein Ergebnis einer aktuellen, jährlich durchgeführten Studie einer gesetzlichen Krankenkasse ist, dass Patienten bei fast allen Krankheiten, die zu einer stationären Behandlung führen, immer kürzer im Krankenhaus bleiben. Anders bei psychischen Störungen und Verhaltensstörungen, bei denen sich die stationäre Verweildauer der Patienten seit einigen Jahren stetig erhöht.

Vor Kurzem hat die Barmer GEK, ein gesetzlicher Krankenversicherungs-Träger, ihren „Krankenhausreport 2015“ vorgestellt. Grundlage der jährlich durchgeführten Studie waren in 2015 die rund 8,4 Millionen gesetzlich Krankenversicherten, die bei der genannten Krankenkasse versichert sind.

Laut Studie lag je Krankheitsfall die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus in 2015 bei rund 7,7 Tagen, das ist der gleiche Wert, der im Vorjahr erreicht wurde, der aber fast zwölf Prozent niedriger ist als im Jahr 2006 – hier waren es noch 8,7 Tage pro Krankenhauspatient.

Im Detail hat sich bei nahezu allen Krankheitsarten, die besonders häufig zu einer stationären Behandlung führten, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer je Behandlungsfall verkürzt. Am häufigsten wurden Patienten wegen Krankheiten des Kreislaufsystems im Krankenhaus behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus betrug im Durchschnitt 7,5 Tage.

Welche Krankheit eines  langen Krankenhausaufenthaltes bedarf

Weitere häufige Diagnosen, die zu einer stationären Behandlung führten, waren Erkrankungen des Verdauungssystems (Verweildauer 5,7 Tage), des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (Verweildauer 7,4 Tage) und Neubildungen/Krebs (Verweildauer 7,6 Tage). Relativ häufig wurden Patienten auch wegen Verletzungen und Vergiftungen stationär behandelt – sie mussten dafür durchschnittlich rund 7,3 Tage im Krankenhaus bleiben.

Besonders lange ist der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt mit 23,2 Tagen bei Patienten, die unter psychischen Störungen und Verhaltensstörungen leiden. Bei dieser Diagnose ist die durchschnittliche Verweildauer seit 2006 fast kontinuierlich um insgesamt 21,1 Prozent angestiegen. Im Gegensatz dazu hat die Höhe des durchschnittlichen Krankenhausaufenthaltes je Patient bei den anderen genannten Erkrankungen, die zu einer stationären Behandlung führten, in dem gleichen Zeitraum um 8,5 bis 19,5 Prozent abgenommen.

Kostenschutz für den Krankenhausaufenthalt

Wer stationär im Krankenhaus behandelt wird, muss übrigens als gesetzlich Krankenversicherter einen Eigenanteil von zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage aus der eigenen Tasche zahlen. Diese und weitere Kosten lassen sich durch eine private Krankenhaustagegeld-Versicherung abdecken. Der Versicherte erhält dabei für jeden Tag, den er als Patient stationär in der Klinik verbringt, einen vorher vereinbarten, festen Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt. Schauen Sie doch einfach einmal was eine der führenden gesetzlichen Kassen Deutschlands , die Tecniker Krankenkasse, bietet. Klicken Sie dazu hier http://www.webberater24.de/gesetzlichekrankenkasse/

In vielen Krankenhäusern werden diverse Wahlleistungen wie Einzel- statt Mehrbettzimmer und/oder die Behandlung durch den Chefarzt für gesetzlich Krankenversicherte gegen einen Aufpreis angeboten. Die Mehrkosten für eine solche möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung muss der gesetzlich Versicherte jedoch selbst bezahlen, da die gesetzliche Krankenkasse dies in der Regel nicht übernimmt. Mit einer privaten Krankenhaus-Zusatzversicherung lassen sich jedoch auch solche Kosten mit absichern. (verpd)

 

Kann Müdigkeit den Arbeitsplatz kosten?

Kann Müdigkeit den Job kosten

Wer an seinem Arbeitsplatz einschläft, darf in der Regel erst dann entlassen werden, wenn er zuvor wegen eines gleichen Verstoßes abgemahnt wurde. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Köln hervor (Az.: 7 Ca 2114/14).
Eine Frau war als Stewardess im Bordservice einer Eisenbahngesellschaft tätig, als sie eines Tages kurz nach Dienstantritt in einem Dienstabteil einschlief. Sie wachte erst nach siebenstündiger Fahrt auf und widmete sich dann für vier Stunden ihrer Arbeit. Gegenüber dem Zugchef und der Leiterin des Bordrestaurants hatte sie bei Dienstantritt zwar über Unwohlsein geklagt, sich jedoch nicht förmlich krankgemeldet.
Um sich auszuruhen, begab sie sich nach Rücksprache mit ihrer Chefin in ein Dienstabteil, wobei sie darum gebeten hatte, bei Bedarf gerufen zu werden. Das war jedoch nicht geschehen. Ihr Arbeitgeber nahm den Vorfall zum Anlass, der Frau zu kündigen. Er wertete den Vorfall als Arbeitsverweigerung, zumal die Angestellte bereits zuvor wegen Verschlafens des Dienstbeginns schon zweimal abgemahnt worden war.

Kündigung wegen Müdigkeit unverhältnismäßig

Mit ihrer gegen ihre Entlassung eingereichten Kündigungsschutzklage hatte die Stewardess Erfolg. Die Bahngesellschaft wurde vom Kölner Arbeitsgericht dazu verurteilt, die Klägerin weiterzubeschäftigen. Nach Ansicht des Gerichts war es unverhältnismäßig, dass die Klägerin wegen ihres Einschlafens entlassen werden sollte. In so einem Fall hätte nämlich das mildere Mittel einer Abmahnung ausgereicht. Eine Abmahnung hatte der Arbeitgeber jedoch nicht ausgesprochen.
Auch die Tatsache, dass die Klägerin bereits zweimal wegen des Verschlafens ihres Dienstbeginns abgemahnt worden war, reicht nach Meinung des Gerichts nicht aus. Denn ein Verschlafen vor Dienstbeginn und ein Einschlafen am Arbeitsplatz seien nicht miteinander vergleichbar. Es sei im Übrigen nicht nachvollziehbar, wieso niemand nach der kranken Klägerin geschaut und sie geweckt habe.
Die Frage, ob die Klägerin ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt hat, als sie sich am Tag des Geschehens nicht förmlich krankmeldete und auch keine rückwirkende Krankmeldung einreichte, ließ das Gericht offen. Denn auch das wäre allenfalls ein Grund für eine Abmahnung, nicht jedoch für eine Entlassung gewesen.

Sein Recht wahrnehmen – nicht nur bei Kündigung wegen Müdigkeit

Wie das Urteil zeigt, kann es für einen Arbeitnehmer durchaus sinnvoll sein, sich gegen eine nach eigener Meinung ungerechtfertigte Kündigung des Arbeitgebers gerichtlich zu wehren.
Allerdings müssen bei einem Arbeitsrechtsstreit Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der ersten Instanz die eigenen Rechtsanwaltskosten selbst tragen, und zwar unabhängig vom Ergebnis.
Eine bestehende Privat- und Berufsrechtsschutz-Versicherung übernimmt im Versicherungsfall jedoch die Kosten für derartige, aber auch für zahlreiche andere Streitigkeiten, wenn der Versicherer vorab eine Leistungszusage erteilt hat. Ein derartiger Kostenschutz hilft letztendlich dabei, dass man nicht aus finanziellen Gründen auf sein Recht verzichten muss. (verpd)
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Wenn ein Virus den Urlaub ruiniert

Urlaub

Macht ein Reisender ein Hotel für eine Virusinfektion verantwortlich, so muss er nachweisen, dass außer ihm gleichzeitig mindestens zehn Prozent der übrigen Gäste der Unterkunft an dem Virus erkrankt sind. Sonst kann er keine Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Ansprüche durchsetzen. Das geht aus einem veröffentlichten Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 283 C 9/15).

Im Urlaub nach Rhodos…

Ein Mann hatte für sich und seine Lebensgefährtin eine achttägige Flugpauschalreise nach Rhodos gebucht. Das von ihm ausgesuchte Hotel hatte 4,5 Sterne nach Landeskategorie und war zum Zeitpunkt der Reise mit 1.600 Gästen belegt. Die Urlaubsfreuden des Paares währten jedoch nur kurz. Denn es erkrankte schon in der ersten Nacht des Hotelaufenthalts an einem Virus, der starkes Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen sowie Schüttelfrost und Fieber auslöste. Das führte dazu, dass das Paar während des gesamten Aufenthalts das Bett hüten musste.

Als beide endlich aufstehen konnten, verließen sie fluchtartig das Hotel und reisten nach Hause. In seiner gegen den Reiseveranstalter eingereichten Klage machte der Mann geltend, dass in dem Hotel bereits zwei Wochen vor der Ankunft seiner Lebensgefährtin und ihm ein Noro-Rota-Virus grassiert habe. Vor den Hotelzimmern hätten sich deswegen schmutzige Bettlaken und Handtücher mit Erbrochenem gestapelt. Manche Hotelgäste hätten sich auf den Gängen und mitten im Restaurant übergeben. Von dem Virus seien nach seinen Informationen mindestens 476 Personen befallen gewesen.

Nicht verantwortlich bei Virus im Urlaub?

Der Reisende verlangte von dem Reiseveranstalter daher nicht nur die Erstattung des Reisepreises. Er verklagte ihn auch auf Zahlung einer Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit sowie auf Zahlung eines Schmerzensgeldes.

Vor Gericht verteidigte sich der Reiseveranstalter mit dem Argument, dass das Hotel nicht für die Viruserkrankung verantwortlich sei.

Denn sämtliche Proben eines von der Hotelleitung beauftragten staatlich zertifizierten Forschungsinstituts, welches unter anderem die Nahrungsmittel, das Leitungswasser, die Getränkeautomaten sowie das Wasser des Swimmingpools untersucht habe, seien negativ gewesen.

Fehlender Beweis  

Das Münchener Amtsgericht wies die Klage als unbegründet zurück. Nach Ansicht des Gerichts ist eine Erkrankung nämlich nur dann als Reisemangel einzustufen, wenn die Ursache im Verantwortungsbereich des Reiseunternehmens beziehungsweise des Hotels liegt. Diesen Nachweis habe der Kläger nicht erbringen können.

Allein die Inkubationszeit in Verbindung mit dem Zeitpunkt der Erkrankung des Klägers und seiner Lebensgefährtin lässt es nach Meinung des Gerichts fragwürdig erscheinen, dass sich das Paar im Hotel angesteckt hat. Es habe vielmehr eine Vielzahl von Ansteckungs-Möglichkeiten gegeben – zum Beispiel beim Kontakt mit anderen Personen während der Reise.

Das Gericht stellte zwar nicht in Abrede, dass innerhalb mehrerer Wochen möglicherweise insgesamt knapp 480 Gäste des Hotels an dem Virus erkrankt waren. Entscheidend sei jedoch, wie viele Personen während des Aufenthaltszeitraums des Klägers Opfer des Virus geworden waren, das waren jedoch höchstens 140, was bei einer Gästezahl von 1.600 einem Prozentsatz von noch nicht einmal neun Prozent entspreche.

Allgemeines Lebensrisiko

Diese Anzahl reiche jedoch für einen Beweis des ersten Anscheins, dass möglicherweise doch das Hotel für die Erkrankung verantwortlich sei, nicht aus. Denn dazu sei eine Quote von mindestens zehn Prozent erforderlich. Es müsse daher davon ausgegangen werden, dass sich durch die Infektion in der Person des Klägers und seiner Lebensgefährtin das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht habe. Die Entscheidung ist mittlerweile rechtskräftig.

Die Sache wäre eventuell anders entschieden worden, wenn dem Reiseveranstalter beziehungsweise der Hotelleitung hätte nachgewiesen werden können, dass sie von möglicherweise unhygienischen Verhältnissen vor Ort wussten.

Dies hatte das Kölner Landgericht in einem anderen Gerichtsfall entschieden. Das war jedoch nicht der Fall, zumal das mit der Untersuchung der Ursachen befasste Forschungsinstitut für derartige Verhältnisse keinerlei Belege gefunden hatte.

Wenn der Urlaub vorzeitig endet

Der Gerichtsfall zeigt, dass durch eine Krankheit ein Urlaub zum Albtraum werden kann. Eine vor der Reise abgeschlossene Auslandsreisekranken-Versicherung sorgt zumindest dafür, dass nicht auch noch die Kosten für mögliche medizinische Behandlungen oder sogar ein notwendiger Krankenrücktransport vom Reisenden selbst zu zahlen sind.

Eine Reiseabbruch-Versicherung, die häufig zusammen mit einer Reiserücktritts-Versicherung angeboten wird, würde diverse Kosten, die bei einem Reiseabbruch wegen Krankheit und diverser anderer Notlagen entstehen können, übernehmen.

Darunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für einen außerplanmäßigen Rückflug und/oder Stornogebühren für schon gebuchte, aber nicht mehr in Anspruch genommene Reiseleistungen wie Ausflüge und Unterkunft. (verpd)

 

Rundumschutz beim Grillen

Grillen

Leichtsinn, Unwissenheit oder auch ein technischer Defekt, es gibt viele Gründe, warum es beim Grillen zu einem folgenschweren Unfall kommen kann. Grillfreunde sollten daher prüfen, ob sie im Ernstfall auch richtig abgesichert sind, wenn es zu einem Grillunfall kommt.

Immer wieder passieren hierzulande beim Grillen schwere Unfälle. Häufige Ursache ist Leichtsinn. Immer wieder kommt es vor, dass manche die Grillkohle mit flüssigem Brandbeschleuniger wie Spiritus anzünden und es dadurch zu einer Stichflamme kommt, welche eine am Grill stehende Person oder auch nahe stehende Gegenstände erfasst.

Aber auch eine vom Wind weitergetragene Grillglut, die sich auf einem brennbaren Material entzündet, oder ein zu nah am Grill stehender Sonnenschirm, der durch brennendes Fett auf dem Grill in Brand gerät, sind keine Seltenheit. Brandschäden am eigenen oder nachbarlichen Haus bis hin zu Personenschäden beispielsweise in Form von Verbrennungen umstehender Personen sind möglich.

Wenn beim Grillen andere geschädigt werden

Hat der Hobbygriller keinen passenden Versicherungsschutz, muss er selbst für die möglichen Schäden aufkommen. Im Gegensatz dazu übernimmt eine bestehende private Haftpflichtversicherung die Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche anderer Personen, die durch ein fahrlässiges Verhalten des Versicherten entstanden sind. Eine solche Police wehrt aber auch ungerechtfertigte oder zu hohe Forderungen ab.

Grundsätzlich sollte man regelmäßig prüfen, ob die in der Police vereinbarte Versicherungssumme hoch genug ist, um mögliche Personen- und Sachschäden zu begleichen.

Denn gerade, wenn Personen aufgrund eines leichtsinnig verursachten Grillunfalles schwere Verbrennungen erleiden oder das Haus des Nachbarn abbrennt, können die Schadenskosten extrem hoch sein.

Wenn der Hobbygriller selbst einen Personen- …

Doch auch derjenige, der grillt, kann sich und seine Familienangehörigen selbst finanziell absichern, für den Fall, dass er oder seine Angehörigen beim Grillen verletzt werden. Eine private Unfallversicherung bietet nämlich rund um die Uhr und weltweit Versicherungsschutz – im Beruf und in der Freizeit, also auch bei einem Grillunfall.

In einer solchen Police können eine frei vereinbarte Kapitalsumme und/oder Rente im Invaliditätsfall, aber auch mögliche Zusätze wie Zuschüsse bei kosmetischen Operationen und ein Krankenhaustagegeld individuell vereinbart werden. Übrigens: Die gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Freizeitunfällen, zu denen auch Grillunfälle im Privatbereich zählen, nicht.

Um nach einer unfallbedingten Verletzung Einkommenslücken, die sowohl durch einen fehlenden als auch nicht ausreichenden gesetzlichen Versicherungsschutz auftreten können, abzusichern, bieten die privaten Versicherer zahlreiche Lösungen, wie beispielsweise eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits- und/oder eine Krankentagegeld-Versicherung an.

… oder Sachschaden erleidet

Wer grillt, kann darüber hinaus mit einer eigenen Hausrat- und Gebäudeversicherung dafür sorgen, dass ein Brand am eigenen Haus oder Hausrat, der versehentlich durch das Grillen verursacht wird, nicht seine finanzielle Existenz kostet. In manchen Hausratpolicen sind auch Gartenmöbel mitversichert, solange sie auf dem in der Police genannten Grundstück verwendet werden und dabei in Brand geraten.

Während eine privaten Haftpflichtversicherung bei einem fahrlässig oder auch grob fahrlässig verursachten Schaden leistet, unterscheidet eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung zwischen den Fahrlässigkeitsgraden. Denn bei einem grob fahrlässig verursachten Schaden kann der Hausrat- und Gebäudeversicherer die Schadensleistung normalerweise im Verhältnis zur Schwere der Schuld kürzen.

Grob fahrlässig wäre es zum Beispiel, wenn der Versicherte zum Anzünden des Grills einen flüssigen Brandbeschleuniger verwendet. In einigen Hausrat- und Gebäudepolicen lässt sich jedoch auch die grobe Fahrlässigkeit gegen einen Aufpreis mitversichern, damit es im Schadenfall nicht zu einer Kürzung der Leistung kommt. (verpd)

 

Worauf Tierhalter im Sommer achten sollten

Hund.Tiere

Auch Tiere können im Sommer einen gefährlichen Sonnenbrand oder sogar einen tödlichen Hitzschlag erleiden. Die Bundestierärztekammer e.V. (BTK) erklärt, worauf es ankommt, damit der Sommer für Tiere nicht zur Lebensgefahr wird.

An sonnigen, heißen Tagen ist für Haustiere wie auch für uns Menschen ein kühler und schattiger Platz wichtig. Denn auch Haustiere können laut Bundestierärztekammer e.V. (BTK) einen Hitzschlag sowie einen Sonnenbrand bekommen.

Sonnenbrandgefährdet sind vor allem Hunde mit wenig oder hellem Fell sowie bestimmte Stellen eines Hundes wie Ohren, Maul, Nase und Bauch. Zum Schutz gibt es spezielle Sonnencremes für Hunde. Langhaarige Hunde können bei Bedarf zwar geschoren werden, damit sie die Sommerhitze besser vertragen, jedoch nicht zu kurz, da das Fell auch einen Schutz vor Sonnenbrand gibt.

Typische Anzeichen einer lebensgefährlichen Überhitzung

Ein Grund, warum Hunde und andere Tiere relativ schnell an einer Überhitzung (Hitzschlag) sterben können, liegt daran, dass viele Tierarten keine oder fast keine Schweißdrüsen haben und im Gegensatz zum Menschen kaum oder gar nicht schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren. Außerdem blockiert dichtes oder langes Fell bei Hunden, Katzen und Hasen oder das Gefieder von Vögeln die Wärmeabgabe des Körpers zusätzlich.

Typische Anzeichen für eine Überhitzung sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, rasches und flaches Atmen, Taumeln, unkoordiniertes Im-Kreis-Laufen, Zuckungen, Krämpfe oder eine eintretende Bewusstlosigkeit. Hunde, Katzen, Kaninchen oder andere Kleintiere die an warmen Tagen ein oder mehrere dieser Symptome zeigen, müssen sofort in den Schatten gebracht und die Körpertemperatur langsam mit feuchten Tüchern zuerst an den Beinen und dann am ganzen Körper abgesenkt werden.

Andere Kleintiere können zur Absenkung der Körpertemperatur vorsichtig mit Wasser besprüht werden. Ist das Tier noch bei Bewusstsein, sollte zudem Trinkwasser angeboten werden. Auch wenn sich das Tier durch die Abkühlung leicht erholt, sollte es umgehend zum Tierarzt gebracht werden, da immer noch Lebensgefahr besteht.

Schattige Plätzchen bevorzugt

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur in erster Linie durch Hecheln; Katzen und Kaninchen hingegen lecken sich das Fell nass und Vögel sperren den Schnabel auf. Daher benötigen fast alle Tiere besonders an heißen Tagen neben einem schattigen Plätzchen auch ständig frisches Wasser.

Grundsätzlich sollte man niemals ein Tier im Auto alleine warten lassen. Das Innere eines Pkws kann im Sommer schnell lebensgefährliche 50 Grad Celsius und mehr erreichen, selbst wenn der Wagen im Schatten steht oder ein Fenster zum Teil geöffnet ist.

Auch Anstrengungen wie langes oder schnelles Laufen sollte man bei Hitze vermeiden. Für Spaziergänge mit dem Hund eignen sich im Sommer die kühleren Morgen- und Abendstunden, die pralle Mittagssonne sollte vermieden werden.

Penible Fellpflege bei Kaninchen und anderen Kleintieren

Bei Kleintieren wie Nagetieren, Kaninchen und Vögeln sind Käfige und Freigehege laut BTK so zu platzieren, dass sie zu jeder Tageszeit einen Schattenplatz bieten. Dabei gilt es zu beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages „wandert“. Käfige sind an heißen Tagen häufiger zu reinigen, dabei sollte weniger Einstreu verwendet werden, damit die Tiere leichter zum kühlen Käfigboden gelangen.

Fliegen legen im Sommer ihre befruchteten Eier bevorzugt an feuchten und warmen Stellen wie zotteligem Fell, Körperfalten, dem Afterbereich oder in Wunden ab. Daher ist es besonders bei Kaninchen und Meerschweinchen wichtig, diese Stellen regelmäßig zu kontrollieren und das Fell zu kämmen.

Denn die bereits nach wenigen Stunden geschlüpften Fliegenlarven können die Tierhaut großflächig beschädigen und sich sogar im Unterhautbindegewebe und der Muskulatur einnisten, was bis zum Tod des Haustieres führen kann. (verpd)

 

Pflegebedürftig – und nun?

pflegebdürftig

Welche Leistungen stehen einem Pflegebedürftigen oder einem pflegenden Angehörigen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung zu und wie beantragt man diese? Was ist im individuellen Fall sinnvoller – ambulante oder stationäre Pflege? Wie findet man einen passenden Pflegedienst? Antworten auf diese und diverse andere Fragen müssen Betroffene und ihre Angehörigen meist in relativ kurzer Zeit finden, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist. Hilfe dabei bieten diverse offizielle Stellen.

Wer ist pflegebedürftig?

Als pflegebedürftig gilt, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bei den alltäglichen Dingen im Leben in erheblichem oder höherem Maße Hilfe braucht und vieles dauerhaft nicht mehr allein bewerkstelligen kann. Warum die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, ob aus körperlichen, geistigen oder seelischen Gründen, spielt dabei keine Rolle. Ist eine Pflegebedürftigkeit eingetreten, gilt es diverse Herausforderungen zu meistern.

Insbesondere die Fragen nach der benötigten und gewünschten Pflege und der personellen und finanziellen Sicherstellung einer ausreichenden Pflege stehen hier im Mittelpunkt. Betroffene sowie deren Angehörige können sich bei Eintreten der Pflegebedürftigkeit sofort an die gesetzliche Kranken- beziehungsweise Pflegekasse oder die private Krankenversicherung des Pflegebedürftigen wenden. Denn prinzipiell besteht im Bedarfsfall ein gesetzlicher Anspruch auf eine Pflegeberatung bei diesen Stellen.

Pflegebedürftig: Am Anfang steht die Pflegeberatung

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird die Pflegeberatung durch Mitarbeiter der jeweiligen Krankenkasse oder auf Hinweis der Krankenkasse von einer unabhängigen und neutralen Beratungsstelle durchgeführt. Auf Wunsch kommt der Pflegeberater auch zum Pflegebedürftigen nach Hause.

Bei privat Kranken- und damit auch privat Pflegeversicherten beziehungsweise deren Angehörigen ist die Compass Private Pflegeberatung, ein Tochterunternehmen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) zuständig. Ein Pflegeberater des Unternehmens kommt für eine persönliche Beratung direkt zum aktuellen Aufenthaltsort des Betroffenen. Auch eine kostenlose telefonische Pflegeberatung wird unter der Telefonnummer 0800 1018800 angeboten.

Wer Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen will, muss als gesetzlich Krankenversicherter einen entsprechenden Antrag bei seiner Pflegekasse, die der Krankenkasse angegliedert ist, und ein privat Krankenversicherter bei der privaten Krankenversicherung stellen.

Pflegebedürftig: Eine Begutachtung kann erforderlich sein

Der Umfang der Leistungen von der gesetzlichen Pflegeversicherung richtet sich unter anderem nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe). Die Einstufung der individuellen Pflegestufe erfolgt bei gesetzlich Krankenversicherten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der dazu von der gesetzlichen Krankenkasse beauftragt wird. Bei privat Krankenversicherten wird die Pflegestufe des Betroffenen von der Medicproof GmbH, einem medizinischen Dienst, der vom jeweiligen privaten Krankenversicherer damit betraut wird, ermittelt.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn derjenige, der den Pflegebedürftigen aktuell betreut, bei der Begutachtung dabei ist und vorhandene Arzt- und Klinikberichte, eine Liste der notwendigen Medikamente und ein Pflegetagebuch dem medizinischen Dienst bei der Einstufung vorlegt. In einem Pflegetagebuch sollte der Pflegebedürftige oder ein Angehörige auflisten, welche Verrichtungen wie zum Beispiel Waschen, Anziehen und Essen dem Pflegebedürftigen ohne Hilfe nicht mehr möglich sind und wie viel Zeit diese Hilfe pro Tag in Anspruch nimmt.

Der Umfang und die Höhe der Leistungen hängen zudem davon ab, für welche Pflegeart – ambulante oder stationäre Pflege – sich der Pflegebedürftige und seine Angehörigen aufgrund der individuellen Gegebenheiten entscheiden. Welche Hilfen und Lösungen es gibt, um auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können, wird unter anderem auf der Website www.serviceportal-zuhause-im-alter.de aufgezeigt. Hier kann beispielsweise eine Checkliste für die Suche nach einem passenden ambulanten Pflegedienst heruntergeladen werden.

Welcher Pflegedienst oder welches Pflegeheim das passende ist wenn man pflegebedürftig ist

Wer nach Pflegediensten für eine ambulante Pflege und/oder Pflegeheimen für eine stationäre Pflege sucht, findet entsprechende Adressen auf folgenden Webportalen: www.aok-gesundheitsnavi.de (AOK-Gesundheitsnavigator), www.bkk-pflegefinder.de (BKK PflegeFinder), www.der-pflegekompass.de (Pflegekompass der Knappschaft), www.pflegelotse.de (Pflegelotse der Verband der Ersatzkassen) und www.weisse-liste.de (Weisse Liste gemeinnützige GmbH).

Unter anderem sind hier teilweise auch Bewertungen und Preislisten zu den jeweiligen ambulanten Pflegediensten und stationären Heimen zu finden. Im Webportal www.heimverzeichnis.de, einem gemeinnützigen Projekt, bei dem die Qualität der einzelnen Pflegeeinrichtungen durch ehrenamtliche Gutachter bewertet wird, kann ebenfalls in einer Liste von Pflegeeinrichtungen nach ortsnahen Pflegeheimen gesucht werden.

Unter www.wegweiser-demenz.de gibt es umfangreiche Informationen zur Pflege von Demenzkranken sowie eine herunterladbare Checkliste mit Bewertungskriterien für alle Pflegebedürftigen, die bei der Besichtigung eines infrage kommenden Pflegeheims für mehr Klarheit sorgt.

Grundlegende Informationen bis hin zur schnellen Hilfe wenn jemand pflegebedürftig ist

Rund um die Pflege informiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Webportal www.wege-zur-pflege.de. Das BMFSFJ bietet außerdem eine telefonische Beratung und schnelle Hilfe für Angehörige unter der Telefonnummer 030 20179131.

Grundlegende Informationen, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung bietet und was zu tun ist, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, bietet zudem die aktualisierte Broschüre „Ratgeber zur Pflege“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Sie kann kostenlos heruntergeladen sowie online oder telefonisch unter 030 182722721 (Bestellnummer: BMG-P-07055) bestellt werden.

Für eine telefonische Beratung zu allgemeinen Fragen zum Thema Pflege steht das Bürgertelefon des BMG (Telefonnummer 030 340606602) zur Verfügung. Einen ersten Überblick über mögliche individuelle Leistungen seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung bietet das BMG-Webportal www.pflegeleistungs-helfer.de. (verpd)

 

Auch bei Sommerhitze sicher Auto fahren

Sommerhitze

Zu große Sommerhitze kann nicht nur die Straßen schädigen, wie in den vergangenen Jahren sogenannten Blow-ups, also Hitzeschäden am Straßenbelag, die zum Beispiel auf Autobahnen vorgekommen sind, zeigen. Unterschiedliche Untersuchungen belegen, dass sich auch das Konzentrations- und Reaktionsvermögen von Autofahrern durch hohe Temperaturen verschlechtern kann, was ebenfalls das Unfallrisiko erhöht.

Sommerhitze erhöht das Unfallrisiko

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Hitze das Unfallrisiko beim Autofahren deutlich erhöht. So ergab eine Studie beispielsweise, dass bei einer Auto-Innenraumtemperatur ab 27 Grad Celsius die Anzahl der Unfälle durchschnittlich um sechs Prozent steigt. Herrscht eine Innenraumtemperatur ab 32 Grad Celsius, sind bereits 13 Prozent und ab 37 Grad Celsius sogar rund 33 Prozent mehr Unfälle zu verzeichnen.

Auch der Automobilclub ADAC stellte im Rahmen einer Untersuchung fest, dass der Anteil an Unfällen, die auf Konzentrations-Schwierigkeiten seitens eines Unfallbeteiligten zurückzuführen sind, an kühleren Tagen deutlich niedriger ist als an Tagen mit Sommerhitze. Bei Außentemperaturen um die 15 Grad Celsius gibt es rund 47 Prozent konzentrationsrelevante Unfälle, an heißen Tagen steigt der Anteil dieser Unfälle jedoch auf 63 Prozent an.

Auch bei Sommerhitze für eine angenehme Kühle im Auto sorgen

Hitze kann aber laut Gesundheitsexperten nicht nur zu Konzentrationsproblemen, sondern auch zu einer verlangsamten Reaktion, einer gesteigerten Aggressivität, zu Sehstörungen und/oder zu Müdigkeit führen. Alles Faktoren, die das Unfallrisiko erhöhen. Der DVR rät daher, den Pkw möglichst im Schatten zu parken, oder zumindest die Fenster mit Sonnenschutzrollos oder Alumatten abzudecken, um nicht in ein aufgeheiztes Auto einsteigen zu müssen.

Hat sich der Fahrzeuginnenraum jedoch aufgeheizt, sollte vor Fahrtbeginn der Pkw durchgelüftet werden. Zwar können während der Fahrt geöffnete Seitenfenster auch die Innenraumtemperatur senken, doch die mögliche Zugluft kann zu Ohrentzündungen, Erkältungen und einem steifen Nacken führen. Auch wer das Gebläse voll aufdreht, riskiert durch den kalten Luftzug, sich einen steifen Nacken sowie Muskel- oder sogar Kreislaufbeschwerden zuzuziehen.

Zudem sollte ein Gebläse nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, da dies zu trockenen Augen führen kann. Sinnvoller ist es, das Gebläse kurz auf Umluft zu schalten, denn dadurch wird die gewünschte Temperatur auch bei niedrigerer Gebläsestufe schneller erreicht, da so keine warme Luft von außen zugeführt wird. Ist der Pkw mit einer Klimaanlage ausgestattet, sollte diese laut DVR nicht zu kalt, sondern maximal sechs Grad Celsius unter der Außentemperatur eingestellt sein, anderenfalls belastet das den Kreislauf der Insassen.

Vorsicht vor Flüssigkeitsverlust und „Blow-ups“ bei Sommerhitze

Mit leichter, locker sitzender Kleidung kann der Autofahrer, aber auch die Pkw-Insassen, selbst dafür sorgen, dass kein Hitzestau am Körper entsteht. Besonders wichtig ist es ausreichend viel zu trinken, zum Beispiel Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder ungesüßte Kräutertees, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Denn nur wer genügend trinkt, kann den Flüssigkeitsverlust des Körpers, der durch das Schwitzen bei Hitze entsteht, ausgleichen. Erwachsene sollte über den ganzen Tag verteilt mindestens 1,5 bis zwei Liter und bei heißen Temperaturen sogar drei oder mehr Liter trinken. Nach Angaben von Gesundheitsexperten sollten die Getränke jedoch nicht eiskalt sein, denn dies kann unter anderem zu Magenbeschwerden führen. Zudem sollten koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer Tee gemieden werden, da sie die Wasserausscheidung des Körpers zusätzlich erhöhen.

Der DVR rät Autofahrern bei heißen Tagen, besonders den Verkehrsfunk einzuschalten und sich an ein vorgegebenes Tempolimit zu halten. Denn bei extremer Hitze kann es zu sehr gefährlichen Straßenschäden in Form von sogenannten Blow-ups – hierbei dehnt sich der Straßenbelag durch die Hitze übermäßig aus und bricht plötzlich auf – kommen. (verpd)