Autounfall: Wann man auch als Unschuldiger haften muss

Urtei

Blockiert ein Pkw beim Ausfahren aus einem Grundstück fast vollständig einen Radweg, ohne dass gegen Verkehrsregeln verstoßen wird, kann der Kfz-Halter im Fall eines Unfalls mit einem Radfahrer trotzdem aus der Betriebsgefahr seines Autos zur Verantwortung gezogen werden. Das hat das Landgericht Oldenburg mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: 16 S 516/16).

Ein Mann wollte mit seinem Pkw ein Grundstück verlassen. Wegen des starken Verkehrs konnte er jedoch zunächst nicht auf die Straße fahren. Sein Fahrzeug stand daher schräg auf einem parallel zu der Straße verlaufenden Radweg. Dieser wurde dadurch fast vollständig blockiert. Ein Radfahrer, der auf diesem Radweg unterwegs war, wollte mit seinem Velo das Heck des Autos umfahren. Dabei wurde ihm eine Rasenkante zum Verhängnis, die er übersehen hatte.

Bei dem dadurch ausgelösten Sturz verletzte sich der Radler. Der Radfahrer bestritt zwar nicht, den Unfall mitverschuldet zu haben; weil der Pkw den Radweg weitgehend blockiert hatte, hielt der Radler den Kfz-Fahrer jedoch für mitverantwortlich. Er verlangte daher von dessen Kfz-Haftpflichtversicherer, sich zur Hälfte an seinem materiellen Schaden zu beteiligen und ihm ein Schmerzensgeld zu zahlen.

Kein Verschulden und dennoch zahlen

Nachdem seine Klage vom Amtsgericht Oldenburg als unbegründet zurückgewiesen worden war, hatte der Fahrradfahrer mit seiner Berufung mehr Erfolg. Die Richter vermochten zwar kein Verschulden des beklagten Autofahrers zu erkennen. Nach ihrer Meinung haftet er als Halter des Autos trotz allem aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs.

Ein Verkehrsteilnehmer, der unter Beachtung sämtlicher straßenverkehrs-rechtlicher Verhaltensregeln eine bestimmte Position erreicht hat, sei zwar nicht dazu verpflichtet, diese zugunsten eines anderen Verkehrsteilnehmers zu räumen. Der Beklagte habe aber durch das nahezu vollständige Blockieren des Radwegs, wenn auch unter Beachtung der Verkehrsregeln, eine Gefahr gesetzt, die sich realisiert habe. Die Betriebsgefahr seines Fahrzeugs trete daher nicht vollständig hinter dem Verschulden des Klägers zurück.

Der Kfz-Versicherer des beklagten Autohalters wurde daher dazu verurteilt, sich mit einer Quote von 25 Prozent an dem materiellen Schaden des klagenden Radfahrers zu beteiligen und ihm ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro zu zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig. (verpd)

Sommer, Sonne, Cabrio – Worauf Sie beim Fahren ohne Dach achten sollten

Cabrio

Auch wenn es aktuell noch nicht so aussieht – aber irgendwann  wenn die Tage schöner werden, holen viele Deutsche ihr Cabrio aus der Garage.

Cabrio fahren wird immer beliebter, denn es macht Spaß und vermittelt das Gefühl von Freiheit. Das Fahrerlebnis ist einfach deutlich intensiver als das in geschlossenen Fahrzeugen. Leider hat das genussvolle Fahren auch Schattenseiten. Wir zeigen Ihnen, welche Tücken Sie vermeiden können, damit die Freude nicht getrübt wird und was Cabrio-Fahrer beim Versicherungsschutz auf jeden Fall beachten sollten.

Cabrio und Zugluft

Der Fahrtwind birgt Gefahren, blitzschnell führt die angenehme Sommerbrise zu einer Erkältung. Besonders zugluftempfindliche Menschen sollten sich beispielsweise mit einem Schal schützen. Außerdem können sogenannte Windschotts für Abhilfe sorgen. Den Windschutz gibt es für nahezu alle Cabriomodelle. Denken Sie auch an eine geeignete Kopfbedeckung (Hut oder Mütze).

Bei schlechtem Wetter bleibt das Verdeck »vorübergehend geschlossen«. Leider bietet das dünne Stoffverdeck nur eine geringe Geräuschdämmung, so dass es im Innenraum laut und ungemütlich werden kann. Mit einem Nachrüstinnenhimmel wird es deutlich leiser.

Füße hochlegen beim Cabrio fahren?

Bitte nicht! Das lässige »Cruisen« verleitet manche Beifahrer dazu, eine besonders entspannte Sitzposition einzunehmen. Die Füße werden lässig auf dem Armaturenbrett abgelegt oder bei geschlossenem Verdeck einfach mal aus dem Fenster gestreckt. Das ist lebensgefährlich! Bei einem Zusammenstoß prallen die Füße gegen die Frontscheibe, der Airbag schleudert die Beine blitzschnell nach oben, was zu schweren Verletzungen führen kann. Füße gehören in den Fußraum!

Klimaanlage und Cabrio

Auch moderne Cabrios sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Die Nutzung der Klimaanlage bei geschlossenem Verdeck kann durchaus sinnvoll sein. Sobald »offen« gefahren wird, sollte die Klimaanlage jedoch ausgeschaltet werden. Ansonsten würde die Klimaanlage die eindringende Frischluft ständig kühlen und der Spritverbrauch drastisch ansteigen.

Unser Tipp: Üben Sie vor Fahrtantritt, wie das Verdeck mechanisch geschlossen wird.

Verdeck funktionsfähig bei Ihrem Cabrio?

Ein Gewitter naht. In diesem Moment sollte das elektrische Dach zuverlässig funktionieren, wenn nicht, muss man es auch manuell schließen können. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, wie das Dach per Hand verschlossen wird. Es ist durchaus sinnvoll, eine Notplane mitzuführen.

Das müssen Cabrio-Fahrer beim Versicherungsschutz beachten:

Saisonkennzeichen für Ihr Cabrio

Wenn Sie das Cabrio nur im Sommer fahren, können Sie mit einem Saisonkennzeichen Kosten sparen. Denn dabei fallen Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge nur für den tatsächlichen Zulassungszeitraum an. Er sollte mindestens sechs Monate betragen, um bei schadenfreier Fahrt eine Höherstufung in eine günstigere SF-Klasse zu erreichen. Nach Saisonende darf das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Jetzt gehört das gute Stück in die Garage oder auf das Privatgrundstück. In dieser Zeit besteht eine sogenannte Ruheversicherung, die Kfz-Haftpflicht und Teilkaskoversicherung umfasst, wenn für das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Außerbetriebsetzung eine Voll- oder Teilkaskoversicherung bestanden hatte. Die Ruheversicherung deckt zum Beispiel Schäden am Fahrzeug durch einen Brand ab.

Voll- oder Teilkasko für Ihr Cabrio

Eine Teilkaskoversicherung ist auf jeden Fall erforderlich. Denn damit ist das Fahrzeug nicht nur gegen Diebstahl versichert, sondern beispielsweise auch dann, wenn das Cabrio für kurze Zeit mit offenem Verdeck (Fenster oben, Türen und Handschuhfach verriegelt) zum Parken abgestellt wird. Die Vollkaskoversicherung übernimmt auch selbstverschuldete Schäden oder Vandalismus-Schäden.

Zweitwagenregelung beim Cabrio

Wird das Cabrio als Zweitfahrzeug eingesetzt, kann es unter Umständen in SF-Klasse 2 eingestuft werden. Welche Voraussetzung hier zu beachten sind erläutern wir Ihnen gerne.

Und hier noch  3 Links zu weiteren Artikeln, die sich mit dem Cabrifahren beschäftigen:

http://www.autobild.de/artikel/ratgeber-cabrio-882075.html

www.rp-online.de/leben/auto/ratgeber/darauf-sollte-man-beim-cabriofahren-achten-aid-1.4217509

http://www.focus.de/auto/cabrios/stoff-oder-blech_aid_14122.html

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei sommerlichem Cabriowetter.

Privatpatient beim Zahnarzt?

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Ob Prophylaxe, Zahnersatz, Zahnerhalt: Eine Zahnzusatzversicherung ermöglicht Ihnen die Behandlung als Privatpatient beim Zahnarzt.

Doch was kostet Sie das?

Beste Qualität beim Zahnarzt hat ihren Preis. Für hochwertige Materialien und neueste Behandlungsmethoden bei Zahnerhalt und Zahnersatz entstehen meist immense Kosten. Da kann der Eigenanteil schnell mehrere tausend Euro betragen, denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur noch geringe Festzuschüsse für eine einfache Standardversorgung.

Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung können Sie sich den größten Teil dieser Kosten wieder zurückholen -doch nur mit einer Richtigen.

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Rechts vor links auf Fahrradwegen

Fahrräder

Ist die Vorfahrt nicht durch Verkehrszeichen geregelt, so ist auch im Bereich zwei sich kreuzender Radwege die Regel „rechts vor links“ anzuwenden. Das gilt selbst dann, wenn an einem der Wege im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt sind, welche Fahrradfahrer zu einer Reduzierung ihrer Geschwindigkeit veranlassen sollen, so das Landgericht Wuppertal in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil (Az.: 9 S 218/15).

Ein Mann war mit seinem Fahrrad auf einem als „Panorama-Radweg“ ausgeschilderten Fahrradweg unterwegs. Dieser Weg wurde von einem anderen, deutlich schlechter ausgebauten Radweg gekreuzt. Er ging folglich davon aus, Vorfahrt zu haben, als er sich der Kreuzung näherte. Er fuhr daher mit unverminderter Geschwindigkeit weiter.

Das sollte sich als Fehler erweisen. Denn im Kreuzungsbereich kam es zu einer Kollision mit einem von rechts kommenden Fahrradfahrer. Der hatte zwar kurz angehalten, war dann aber weitergefahren, nachdem er sich vergewissert hatte, dass sich aus seiner Sicht von rechts kein anderer Radler näherte.

Kollision im Kreuzungsbereich von Fahrradwegen

In dem sich anschließenden Rechtsstreit behauptete der Mann, der von links kam, dass ihm der andere die Vorfahrt genommen habe. Denn der von diesem befahrene Fahrradweg sei zum einen deutlich schlechter ausgebaut als der „Panorama-Radweg“. Um die Nutzer dieses Weges zu veranlassen, im Kreuzungsbereich langsam und vorsichtig zu fahren, seien zum anderen unmittelbar vor der Kreuzung Pfosten aufgestellt worden. All das spreche nach Meinung des klagenden Radlers eindeutig dafür, dass den Nutzern des „Panorama-Radwegs“ die Vorfahrt eingeräumt werden sollte.

Dieser Argumentation wollten sich jedoch weder das in erster Instanz mit dem Fall befasste Amtsgericht Velbert (Az.: 11 C 81/14) noch das von dem Kläger in Berufung angerufene Wuppertaler Landgericht anschließen. Beide Gerichte wiesen die Klage als unbegründet zurück.

Rechts vor links auf Fahrradwegen

Dem Argument des Klägers, dass Schnittflächen sich kreuzender Radwege vom Ausbauzustand her zumindest ansatzweise vergleichbar sein müssen, um von einer Kreuzung im Sinne der Straßenverkehrsordnung ausgehen zu können, wollten sich die Richter nicht anschließen. Auch dass an dem von dem Beklagten genutzten Radweg im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt waren, um die Nutzer dieses Weges zum langsamen und vorsichtigen Fahren zu veranlassen, hebt nach Ansicht der Richter nicht die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ auf.

Der Kläger habe auch nicht bewiesen, dass der Beklagte plötzlich und unerwartet in die Kreuzung eingefahren sei und dadurch seine Sorgfaltspflichten verletzt habe. Da die Vorfahrt im Bereich der sich kreuzenden Radwege nicht durch Zeichen geregelt war, habe der Kläger folglich das Vorfahrtsrecht des Beklagten missachtet. Er sei daher allein für den Unfall verantwortlich.

Schutz für alle Fälle

Tipp: Ist man als Fahrradfahrer in einen Unfall verwickelt, hilft eine Privathaftpflicht– und eine Rechtsschutzpolice weiter. Eine Privathaftpflicht-Versicherung übernimmt nicht nur mögliche Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche, die ein Unfallgegner berechtigterweise an den Radfahrer stellt, sondern wehrt auch ungerechtfertigte Anforderungen Dritter ab.

Eine Privatrechtsschutz-Police wiederum übernimmt nach einer Leistungszusage die Anwalts- und Gerichtskosten, wenn man selbst unfallbedingte Schadenersatzansprüche gegenüber einem Unfallgegner geltend machen möchte. (verpd)

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SIMPLR – DER VERSICHERUNGSMANAGER

VersicherungsApp

Sie haben sich sicher auch schon oft gefragt: müssen Versicherungen so kompliziert sein. Wir sagen nein und bieten Ihnen unsere VersicherungsApp simplr an.

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Wie schnell müssen Sie sich dienstunfähig melden?

Dienstunfähigkeit

Das ist nicht einheitlich geregelt. Landesbeamtengesetze fordern, dass der Ausfall dem Dienstherrn „unverzüglich“ angezeigt wird. Viele Behörden und Dienststellen haben sich noch konkretere Vorschriften gegeben. Häufig besagen sie, dass die DU und ihre voraussichtliche Dauer am Tag der Erkrankung, spätestens am Morgen des folgenden Tages mitzuteilen sind, im Regelfall persönlich und telefonisch.

Dauert die Erkrankung länger als drei Tage, muss spätestens am vierten Kalendertag der Verlust der Dienstfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden. Dauert die Abwesenheit länger als bescheinigt, so muss das Attest vor seinem Ablauf erneuert und dem Dienstherrn zur Kenntnis gebracht werden.

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Hundehaftpflichtversicherung

Hund,Haftpflicht

Für jeden Hundehalter und -sitter ist die Hundehaftpflicht enorm wichtig. Nur sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht. Entsteht einem Dritten durch den Hund ein Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, so haften Sie als Halter des Hundes unbegrenzt. Bei einem unglücklichen Unfall kann die Hundehaftpflicht Ihnen dann hohe Schadensersatzforderungen abnehmen. Vergleichen Sie hier Beiträge und Leistungen http://www.webberater24.de/hundehaftpflicht/

Wohnkosten sind der größte Kostenfaktor bei Privathaushalten

Wohnkosten

Eine vor Kurzem veröffentlichte Statistik ging der Frage nach, wieviel Einnahmen und Ausgaben ein privater Haushalt hat. Es zeigt sich, dass im Durchschnitt die monatlichen Ausgaben für Wohnen im Vergleich zu jedem anderen Posten bei den privaten Konsumausgaben deutlich höher sind.

Laut der jüngst veröffentlichten Studie „Laufende Wirtschaftsrechnungen – Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte“ des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stand 2015 einem Haushalt hierzulande im Durchschnitt monatlich ein ausgabefähiges Einkommen von 3.276 Euro zur Verfügung. Dem stehen private monatliche Konsumausgaben unter anderem für Nahrungsmittel, Wohnen, Verkehr, Bekleidung, Gesundheit und Freizeitaktivitäten in Höhe von durchschnittlich 2.391 Euro gegenüber.

Die größten Konsumausgaben in einem Privathaushalt sind Wohnkosten

Der größte Anteil der monatlichen Konsumausgaben eines Haushaltes liegt mit durchschnittlich 859 Euro dabei ganz klar im Bereich Wohnen, also beispielsweise für Miete, Heizung, Strom und Instandhaltung. Ganze 35,9 Prozent und damit mehr als jeder dritte Euro aller privaten Konsumausgaben (2.391 Euro) kostet den Bürgern hierzulande das Wohnen.

Weit weniger als die Hälfte der Wohnkosten, nämlich 332 Euro monatlich (13,9 Prozent), geben Haushalte hierzulande für den zweitgrößten Ausgabeposten bei den privaten Konsumausgaben, nämlich für Lebens- und Genussmittel aus. Auf Platz drei folgen mit 314 Euro im Monat (13,1 Prozent) Ausgaben für die verkehrstechnische Mobilität, also beispielsweise Kosten für Auto, Bus und Bahn.

Dahinter folgen mit 252 Euro (10,5 Prozent) Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur, mit 135 Euro (5,7 Prozent) Kosten für Essen gehen außer Haus und Beherbergungskosten und mit 127 Euro (5,3 Prozent) Ausgaben für Innenausstattung und Hausrat wie Haushaltsgeräte und Möbel. Die restlichen 15,6 Prozent der Konsumausgaben entfielen auf Bekleidung (105 Euro, 4,4 Prozent), Gesundheit (100 Euro, 4,2 Prozent), Post und Telekommunikation (61 Euro, 2,6 Prozent), Bildung (16 Euro, 0,7 Prozent) und andere Waren und Dienstleistungen (89 Euro, 3,7 Prozent).

Je kleiner ein Haushalt, desto höher die anteiligen Wohnkosten

Betrachtet man den Anteil der Wohnausgaben je Größe der Haushalte, gilt: Je weniger Personen in einem Haushalt wohnen, desto höher ist der Ausgabenanteil für Wohnen im Vergleich zu allen anderen Konsumausgaben.

Ein Einpersonenhaushalt gab im Durchschnitt rund 41 Prozent (628 Euro) seiner gesamten Konsumkosten, die für einen Singlehaushalt bei 1.531 Euro lagen, für das Wohnen aus. Bei einem Zweipersonenhaushalt lag der Anteil bei 35 Prozent – 961 Euro Wohnkosten zu 2.738 Euro gesamter Konsumausgaben. Bei Dreipersonenhaushalten, hier beliefen sich die privaten Konsumausgaben im Durchschnitt auf je 3.164 Euro, betrug der Anteil der Wohnausgaben fast 34 Prozent, nämlich 1.067 Euro.

In einem Haushalt mit vier Personen beliefen sich die Wohnausgaben auf durchschnittlich knapp 33 Prozent (1.183 Euro) von den gesamten Konsumausgaben, die bei 3.627 Euro lagen. Bei Haushalten mit fünf oder mehr Personen, deren Konsumkosten durchschnittlich insgesamt 4.124 Euro betrugen, lag der Anteil der Wohnausgaben bei rund 30 Prozent (1.256 Euro).

Absicherung für Hausratschäden und sonstige Wohnrisiken gehören auch zu den Wohnkosten

Wie die Statistik zeigt, belasten hohe Mieten und Energiekosten das Haushaltsbudget enorm. Umso wichtiger ist es, zusätzliche finanzielle Belastungen, die eine Beschädigung des Hausrates durch diverse Risiken wie Brand, Leitungswasser-, Sturm oder Hagelschäden oder Einbruch-Diebstahl zur Folge haben kann, abzusichern. Dies ist beispielsweise durch eine Hausratpolice möglich.

Mieter sollten zudem berücksichtigen, dass sie im Schadenfall nicht nur ihr Eigentum ersetzen müssen. Wenn der Mieter selbst durch ein Missgeschick Schäden an der Bausubstanz sowie an fest mit der Wohnung verbundenen Gegenständen wie Einbauschränken, Sanitäranlagen und Parkettfußböden verursacht, kann der Vermieter eine Reparatur beziehungsweise einen Schadenersatz verlangen. Dieses Kostenrisiko lässt sich mit einer Privathaftpflichtpolice, die einen ausreichenden Versicherungsschutz für Mietsachschäden enthält, absichern.

Ein weiteres Kostenrisiko sind auch Streitigkeiten mit dem Vermieter. Wer als Mieter dem Risiko entgehen möchte, im Streitfall die Gerichts- und/oder Anwaltskosten selbst tragen zu müssen, dem hilft dabei eine bestehende Mietrechtsschutz-Versicherung weiter. Ein derartiger Versicherungsschutz kann oft optional in eine Privat-Rechtsschutz-Police mit einer günstigen Zusatzprämie miteingeschlossen werden. Der Rechtsschutzversicherer übernimmt für den Mieter bei Streitigkeiten anfallende Prozesskosten, wenn der Versicherer vorab eine Leistungszusage erteilt hat. (verpd)

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Ärger trotz Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn

Richtgeschwindigkeit,Teilschuld

Ein Autofahrer, der die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern überschreitet und deswegen in einen Unfall verwickelt wird, muss einen Teil seines Schadens selber bezahlen. Das hat das Landgericht Wiesbaden mit einem jetzt bekannt gewordenen Urteil entschieden (Az.: 8 O 94/14).

Ein Mann war mit seinem Fahrzeug auf einem Autobahnabschnitt unterwegs, auf dem keinerlei Geschwindigkeits-Begrenzungen galten. Die von ihm gefahrene Geschwindigkeit betrug etwa 120 Stundenkilometer. Als er ein vor ihm fahrendes langsameres Fahrzeug überholen wollte und dazu auf die linke Fahrspur wechselte, kam es zu einer Kollision mit einem von hinten kommenden Pkw, dessen Geschwindigkeit zwischen 170 und 180 Stundenkilometern betrug.

Der Mann, der bereits auf der linken Fahrspur schnell unterwegs war, vertrat die Ansicht, dass es zu dem Unfall nur deswegen gekommen sei, weil der Überholende einen groben Verkehrsverstoß begangen hatte. Doch der Kfz-Haftpflichtversicherer des Überholenden wollte sich nur mit einer Quote von 75 Prozent an den gegnerischen Aufwendungen beteiligen.

Haftung aus Betriebsgefahr

Das begründete der Kfz-Versicherer damit, dass der Unfall für den Fahrer des von hinten kommenden Fahrzeugs nicht unabwendbar war. Denn hätte dieser die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern eingehalten, wäre der Unfall zu vermeiden gewesen. Dem schloss sich das Wiesbadener Landgericht an. Es wies die Klage des Fahrers, der mit weit über der Richtgeschwindigkeit auf der linken Fahrbahn unterwegs war, auf Zahlung der restlichen 25 Prozent als unbegründet zurück.

Nach Ansicht des Gerichts ist der Unfall zwar ganz überwiegend auf das Fehlverhalten des Beklagten, also des Fahrers, der mit 120 Stundenkilometer auf die linke Fahrspur zog, um einen anderen zu überholen, zurückzuführen. Der Kläger hafte jedoch aus der Betriebsgefahr seines Pkws. Ein vom Gericht befragter Gutachter hatte nämlich ermittelt, dass der Auffahrunfall für den Kläger beim Einhalten der Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern selbst dann noch zu vermeiden gewesen wäre, wenn der Beklagte nicht mit 120, sondern mit 100 Stundenkilometern überholt hätte.

Wird aber ein Kraftfahrer, der die Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern überschritten hat, in einen Unfall verwickelt, so kann er sich nach Meinung der Richter nur unter ganz bestimmten Umständen auf ein für ihn unabwendbares Ereignis berufen. Dazu muss er nachweisen können, dass es auch bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit zu einem Unfall mit vergleichbar schweren Folgen gekommen wäre.

Vergleichbarer Fall

„Denn nur wer die Richtgeschwindigkeit einhält, verhält sich als Idealfahrer. Wer hingegen schneller als 130 Stundenkilometer fährt, vergrößert in haftungsrelevanter Weise die Gefahr, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht einstellt und insbesondere die Geschwindigkeit unterschätzt“, heißt es dazu in der Urteilsbegründung.

Das Koblenzer Oberlandesgericht war im Oktober 2013 in einem ähnlich gelagerten Fall zu einem gleichartigen Urteil gelangt.

Der Unfall hatte sich in diesem Fall bei Dunkelheit ereignet. Außerdem war der Auffahrende mit gut 200 Stundenkilometern auf der Überholspur unterwegs. Das Gericht lastete ihm daher ein Mitverschulden von 40 Prozent an. (verpd) 

Hoffentlich gut versichert, auch in diesen Fällen. Vergleichen Sie Ihre Kfz Versicherung hier unter KfZ-Versicherungsvergleich Schauen Sie doch einfach auch einmal auf unsere Seite www.webberater24.de.

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