Rundumschutz beim Grillen

Grillen

Leichtsinn, Unwissenheit oder auch ein technischer Defekt, es gibt viele Gründe, warum es beim Grillen zu einem folgenschweren Unfall kommen kann. Grillfreunde sollten daher prüfen, ob sie im Ernstfall auch richtig abgesichert sind, wenn es zu einem Grillunfall kommt.

Immer wieder passieren hierzulande beim Grillen schwere Unfälle. Häufige Ursache ist Leichtsinn. Immer wieder kommt es vor, dass manche die Grillkohle mit flüssigem Brandbeschleuniger wie Spiritus anzünden und es dadurch zu einer Stichflamme kommt, welche eine am Grill stehende Person oder auch nahe stehende Gegenstände erfasst.

Aber auch eine vom Wind weitergetragene Grillglut, die sich auf einem brennbaren Material entzündet, oder ein zu nah am Grill stehender Sonnenschirm, der durch brennendes Fett auf dem Grill in Brand gerät, sind keine Seltenheit. Brandschäden am eigenen oder nachbarlichen Haus bis hin zu Personenschäden beispielsweise in Form von Verbrennungen umstehender Personen sind möglich.

Wenn beim Grillen andere geschädigt werden

Hat der Hobbygriller keinen passenden Versicherungsschutz, muss er selbst für die möglichen Schäden aufkommen. Im Gegensatz dazu übernimmt eine bestehende private Haftpflichtversicherung die Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche anderer Personen, die durch ein fahrlässiges Verhalten des Versicherten entstanden sind. Eine solche Police wehrt aber auch ungerechtfertigte oder zu hohe Forderungen ab.

Grundsätzlich sollte man regelmäßig prüfen, ob die in der Police vereinbarte Versicherungssumme hoch genug ist, um mögliche Personen- und Sachschäden zu begleichen.

Denn gerade, wenn Personen aufgrund eines leichtsinnig verursachten Grillunfalles schwere Verbrennungen erleiden oder das Haus des Nachbarn abbrennt, können die Schadenskosten extrem hoch sein.

Wenn der Hobbygriller selbst einen Personen- …

Doch auch derjenige, der grillt, kann sich und seine Familienangehörigen selbst finanziell absichern, für den Fall, dass er oder seine Angehörigen beim Grillen verletzt werden. Eine private Unfallversicherung bietet nämlich rund um die Uhr und weltweit Versicherungsschutz – im Beruf und in der Freizeit, also auch bei einem Grillunfall.

In einer solchen Police können eine frei vereinbarte Kapitalsumme und/oder Rente im Invaliditätsfall, aber auch mögliche Zusätze wie Zuschüsse bei kosmetischen Operationen und ein Krankenhaustagegeld individuell vereinbart werden. Übrigens: Die gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Freizeitunfällen, zu denen auch Grillunfälle im Privatbereich zählen, nicht.

Um nach einer unfallbedingten Verletzung Einkommenslücken, die sowohl durch einen fehlenden als auch nicht ausreichenden gesetzlichen Versicherungsschutz auftreten können, abzusichern, bieten die privaten Versicherer zahlreiche Lösungen, wie beispielsweise eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits- und/oder eine Krankentagegeld-Versicherung an.

… oder Sachschaden erleidet

Wer grillt, kann darüber hinaus mit einer eigenen Hausrat- und Gebäudeversicherung dafür sorgen, dass ein Brand am eigenen Haus oder Hausrat, der versehentlich durch das Grillen verursacht wird, nicht seine finanzielle Existenz kostet. In manchen Hausratpolicen sind auch Gartenmöbel mitversichert, solange sie auf dem in der Police genannten Grundstück verwendet werden und dabei in Brand geraten.

Während eine privaten Haftpflichtversicherung bei einem fahrlässig oder auch grob fahrlässig verursachten Schaden leistet, unterscheidet eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung zwischen den Fahrlässigkeitsgraden. Denn bei einem grob fahrlässig verursachten Schaden kann der Hausrat- und Gebäudeversicherer die Schadensleistung normalerweise im Verhältnis zur Schwere der Schuld kürzen.

Grob fahrlässig wäre es zum Beispiel, wenn der Versicherte zum Anzünden des Grills einen flüssigen Brandbeschleuniger verwendet. In einigen Hausrat- und Gebäudepolicen lässt sich jedoch auch die grobe Fahrlässigkeit gegen einen Aufpreis mitversichern, damit es im Schadenfall nicht zu einer Kürzung der Leistung kommt. (verpd)

 

Worauf Tierhalter im Sommer achten sollten

Hund.Tiere

Auch Tiere können im Sommer einen gefährlichen Sonnenbrand oder sogar einen tödlichen Hitzschlag erleiden. Die Bundestierärztekammer e.V. (BTK) erklärt, worauf es ankommt, damit der Sommer für Tiere nicht zur Lebensgefahr wird.

An sonnigen, heißen Tagen ist für Haustiere wie auch für uns Menschen ein kühler und schattiger Platz wichtig. Denn auch Haustiere können laut Bundestierärztekammer e.V. (BTK) einen Hitzschlag sowie einen Sonnenbrand bekommen.

Sonnenbrandgefährdet sind vor allem Hunde mit wenig oder hellem Fell sowie bestimmte Stellen eines Hundes wie Ohren, Maul, Nase und Bauch. Zum Schutz gibt es spezielle Sonnencremes für Hunde. Langhaarige Hunde können bei Bedarf zwar geschoren werden, damit sie die Sommerhitze besser vertragen, jedoch nicht zu kurz, da das Fell auch einen Schutz vor Sonnenbrand gibt.

Typische Anzeichen einer lebensgefährlichen Überhitzung

Ein Grund, warum Hunde und andere Tiere relativ schnell an einer Überhitzung (Hitzschlag) sterben können, liegt daran, dass viele Tierarten keine oder fast keine Schweißdrüsen haben und im Gegensatz zum Menschen kaum oder gar nicht schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren. Außerdem blockiert dichtes oder langes Fell bei Hunden, Katzen und Hasen oder das Gefieder von Vögeln die Wärmeabgabe des Körpers zusätzlich.

Typische Anzeichen für eine Überhitzung sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, rasches und flaches Atmen, Taumeln, unkoordiniertes Im-Kreis-Laufen, Zuckungen, Krämpfe oder eine eintretende Bewusstlosigkeit. Hunde, Katzen, Kaninchen oder andere Kleintiere die an warmen Tagen ein oder mehrere dieser Symptome zeigen, müssen sofort in den Schatten gebracht und die Körpertemperatur langsam mit feuchten Tüchern zuerst an den Beinen und dann am ganzen Körper abgesenkt werden.

Andere Kleintiere können zur Absenkung der Körpertemperatur vorsichtig mit Wasser besprüht werden. Ist das Tier noch bei Bewusstsein, sollte zudem Trinkwasser angeboten werden. Auch wenn sich das Tier durch die Abkühlung leicht erholt, sollte es umgehend zum Tierarzt gebracht werden, da immer noch Lebensgefahr besteht.

Schattige Plätzchen bevorzugt

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur in erster Linie durch Hecheln; Katzen und Kaninchen hingegen lecken sich das Fell nass und Vögel sperren den Schnabel auf. Daher benötigen fast alle Tiere besonders an heißen Tagen neben einem schattigen Plätzchen auch ständig frisches Wasser.

Grundsätzlich sollte man niemals ein Tier im Auto alleine warten lassen. Das Innere eines Pkws kann im Sommer schnell lebensgefährliche 50 Grad Celsius und mehr erreichen, selbst wenn der Wagen im Schatten steht oder ein Fenster zum Teil geöffnet ist.

Auch Anstrengungen wie langes oder schnelles Laufen sollte man bei Hitze vermeiden. Für Spaziergänge mit dem Hund eignen sich im Sommer die kühleren Morgen- und Abendstunden, die pralle Mittagssonne sollte vermieden werden.

Penible Fellpflege bei Kaninchen und anderen Kleintieren

Bei Kleintieren wie Nagetieren, Kaninchen und Vögeln sind Käfige und Freigehege laut BTK so zu platzieren, dass sie zu jeder Tageszeit einen Schattenplatz bieten. Dabei gilt es zu beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages „wandert“. Käfige sind an heißen Tagen häufiger zu reinigen, dabei sollte weniger Einstreu verwendet werden, damit die Tiere leichter zum kühlen Käfigboden gelangen.

Fliegen legen im Sommer ihre befruchteten Eier bevorzugt an feuchten und warmen Stellen wie zotteligem Fell, Körperfalten, dem Afterbereich oder in Wunden ab. Daher ist es besonders bei Kaninchen und Meerschweinchen wichtig, diese Stellen regelmäßig zu kontrollieren und das Fell zu kämmen.

Denn die bereits nach wenigen Stunden geschlüpften Fliegenlarven können die Tierhaut großflächig beschädigen und sich sogar im Unterhautbindegewebe und der Muskulatur einnisten, was bis zum Tod des Haustieres führen kann. (verpd)

 

Pflegebedürftig – und nun?

pflegebdürftig

Welche Leistungen stehen einem Pflegebedürftigen oder einem pflegenden Angehörigen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung zu und wie beantragt man diese? Was ist im individuellen Fall sinnvoller – ambulante oder stationäre Pflege? Wie findet man einen passenden Pflegedienst? Antworten auf diese und diverse andere Fragen müssen Betroffene und ihre Angehörigen meist in relativ kurzer Zeit finden, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist. Hilfe dabei bieten diverse offizielle Stellen.

Wer ist pflegebedürftig?

Als pflegebedürftig gilt, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bei den alltäglichen Dingen im Leben in erheblichem oder höherem Maße Hilfe braucht und vieles dauerhaft nicht mehr allein bewerkstelligen kann. Warum die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, ob aus körperlichen, geistigen oder seelischen Gründen, spielt dabei keine Rolle. Ist eine Pflegebedürftigkeit eingetreten, gilt es diverse Herausforderungen zu meistern.

Insbesondere die Fragen nach der benötigten und gewünschten Pflege und der personellen und finanziellen Sicherstellung einer ausreichenden Pflege stehen hier im Mittelpunkt. Betroffene sowie deren Angehörige können sich bei Eintreten der Pflegebedürftigkeit sofort an die gesetzliche Kranken- beziehungsweise Pflegekasse oder die private Krankenversicherung des Pflegebedürftigen wenden. Denn prinzipiell besteht im Bedarfsfall ein gesetzlicher Anspruch auf eine Pflegeberatung bei diesen Stellen.

Pflegebedürftig: Am Anfang steht die Pflegeberatung

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird die Pflegeberatung durch Mitarbeiter der jeweiligen Krankenkasse oder auf Hinweis der Krankenkasse von einer unabhängigen und neutralen Beratungsstelle durchgeführt. Auf Wunsch kommt der Pflegeberater auch zum Pflegebedürftigen nach Hause.

Bei privat Kranken- und damit auch privat Pflegeversicherten beziehungsweise deren Angehörigen ist die Compass Private Pflegeberatung, ein Tochterunternehmen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) zuständig. Ein Pflegeberater des Unternehmens kommt für eine persönliche Beratung direkt zum aktuellen Aufenthaltsort des Betroffenen. Auch eine kostenlose telefonische Pflegeberatung wird unter der Telefonnummer 0800 1018800 angeboten.

Wer Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen will, muss als gesetzlich Krankenversicherter einen entsprechenden Antrag bei seiner Pflegekasse, die der Krankenkasse angegliedert ist, und ein privat Krankenversicherter bei der privaten Krankenversicherung stellen.

Pflegebedürftig: Eine Begutachtung kann erforderlich sein

Der Umfang der Leistungen von der gesetzlichen Pflegeversicherung richtet sich unter anderem nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe). Die Einstufung der individuellen Pflegestufe erfolgt bei gesetzlich Krankenversicherten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der dazu von der gesetzlichen Krankenkasse beauftragt wird. Bei privat Krankenversicherten wird die Pflegestufe des Betroffenen von der Medicproof GmbH, einem medizinischen Dienst, der vom jeweiligen privaten Krankenversicherer damit betraut wird, ermittelt.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn derjenige, der den Pflegebedürftigen aktuell betreut, bei der Begutachtung dabei ist und vorhandene Arzt- und Klinikberichte, eine Liste der notwendigen Medikamente und ein Pflegetagebuch dem medizinischen Dienst bei der Einstufung vorlegt. In einem Pflegetagebuch sollte der Pflegebedürftige oder ein Angehörige auflisten, welche Verrichtungen wie zum Beispiel Waschen, Anziehen und Essen dem Pflegebedürftigen ohne Hilfe nicht mehr möglich sind und wie viel Zeit diese Hilfe pro Tag in Anspruch nimmt.

Der Umfang und die Höhe der Leistungen hängen zudem davon ab, für welche Pflegeart – ambulante oder stationäre Pflege – sich der Pflegebedürftige und seine Angehörigen aufgrund der individuellen Gegebenheiten entscheiden. Welche Hilfen und Lösungen es gibt, um auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können, wird unter anderem auf der Website www.serviceportal-zuhause-im-alter.de aufgezeigt. Hier kann beispielsweise eine Checkliste für die Suche nach einem passenden ambulanten Pflegedienst heruntergeladen werden.

Welcher Pflegedienst oder welches Pflegeheim das passende ist wenn man pflegebedürftig ist

Wer nach Pflegediensten für eine ambulante Pflege und/oder Pflegeheimen für eine stationäre Pflege sucht, findet entsprechende Adressen auf folgenden Webportalen: www.aok-gesundheitsnavi.de (AOK-Gesundheitsnavigator), www.bkk-pflegefinder.de (BKK PflegeFinder), www.der-pflegekompass.de (Pflegekompass der Knappschaft), www.pflegelotse.de (Pflegelotse der Verband der Ersatzkassen) und www.weisse-liste.de (Weisse Liste gemeinnützige GmbH).

Unter anderem sind hier teilweise auch Bewertungen und Preislisten zu den jeweiligen ambulanten Pflegediensten und stationären Heimen zu finden. Im Webportal www.heimverzeichnis.de, einem gemeinnützigen Projekt, bei dem die Qualität der einzelnen Pflegeeinrichtungen durch ehrenamtliche Gutachter bewertet wird, kann ebenfalls in einer Liste von Pflegeeinrichtungen nach ortsnahen Pflegeheimen gesucht werden.

Unter www.wegweiser-demenz.de gibt es umfangreiche Informationen zur Pflege von Demenzkranken sowie eine herunterladbare Checkliste mit Bewertungskriterien für alle Pflegebedürftigen, die bei der Besichtigung eines infrage kommenden Pflegeheims für mehr Klarheit sorgt.

Grundlegende Informationen bis hin zur schnellen Hilfe wenn jemand pflegebedürftig ist

Rund um die Pflege informiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Webportal www.wege-zur-pflege.de. Das BMFSFJ bietet außerdem eine telefonische Beratung und schnelle Hilfe für Angehörige unter der Telefonnummer 030 20179131.

Grundlegende Informationen, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung bietet und was zu tun ist, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, bietet zudem die aktualisierte Broschüre „Ratgeber zur Pflege“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Sie kann kostenlos heruntergeladen sowie online oder telefonisch unter 030 182722721 (Bestellnummer: BMG-P-07055) bestellt werden.

Für eine telefonische Beratung zu allgemeinen Fragen zum Thema Pflege steht das Bürgertelefon des BMG (Telefonnummer 030 340606602) zur Verfügung. Einen ersten Überblick über mögliche individuelle Leistungen seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung bietet das BMG-Webportal www.pflegeleistungs-helfer.de. (verpd)

 

Auch bei Sommerhitze sicher Auto fahren

Sommerhitze

Zu große Sommerhitze kann nicht nur die Straßen schädigen, wie in den vergangenen Jahren sogenannten Blow-ups, also Hitzeschäden am Straßenbelag, die zum Beispiel auf Autobahnen vorgekommen sind, zeigen. Unterschiedliche Untersuchungen belegen, dass sich auch das Konzentrations- und Reaktionsvermögen von Autofahrern durch hohe Temperaturen verschlechtern kann, was ebenfalls das Unfallrisiko erhöht.

Sommerhitze erhöht das Unfallrisiko

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Hitze das Unfallrisiko beim Autofahren deutlich erhöht. So ergab eine Studie beispielsweise, dass bei einer Auto-Innenraumtemperatur ab 27 Grad Celsius die Anzahl der Unfälle durchschnittlich um sechs Prozent steigt. Herrscht eine Innenraumtemperatur ab 32 Grad Celsius, sind bereits 13 Prozent und ab 37 Grad Celsius sogar rund 33 Prozent mehr Unfälle zu verzeichnen.

Auch der Automobilclub ADAC stellte im Rahmen einer Untersuchung fest, dass der Anteil an Unfällen, die auf Konzentrations-Schwierigkeiten seitens eines Unfallbeteiligten zurückzuführen sind, an kühleren Tagen deutlich niedriger ist als an Tagen mit Sommerhitze. Bei Außentemperaturen um die 15 Grad Celsius gibt es rund 47 Prozent konzentrationsrelevante Unfälle, an heißen Tagen steigt der Anteil dieser Unfälle jedoch auf 63 Prozent an.

Auch bei Sommerhitze für eine angenehme Kühle im Auto sorgen

Hitze kann aber laut Gesundheitsexperten nicht nur zu Konzentrationsproblemen, sondern auch zu einer verlangsamten Reaktion, einer gesteigerten Aggressivität, zu Sehstörungen und/oder zu Müdigkeit führen. Alles Faktoren, die das Unfallrisiko erhöhen. Der DVR rät daher, den Pkw möglichst im Schatten zu parken, oder zumindest die Fenster mit Sonnenschutzrollos oder Alumatten abzudecken, um nicht in ein aufgeheiztes Auto einsteigen zu müssen.

Hat sich der Fahrzeuginnenraum jedoch aufgeheizt, sollte vor Fahrtbeginn der Pkw durchgelüftet werden. Zwar können während der Fahrt geöffnete Seitenfenster auch die Innenraumtemperatur senken, doch die mögliche Zugluft kann zu Ohrentzündungen, Erkältungen und einem steifen Nacken führen. Auch wer das Gebläse voll aufdreht, riskiert durch den kalten Luftzug, sich einen steifen Nacken sowie Muskel- oder sogar Kreislaufbeschwerden zuzuziehen.

Zudem sollte ein Gebläse nicht direkt auf den Körper gerichtet sein, da dies zu trockenen Augen führen kann. Sinnvoller ist es, das Gebläse kurz auf Umluft zu schalten, denn dadurch wird die gewünschte Temperatur auch bei niedrigerer Gebläsestufe schneller erreicht, da so keine warme Luft von außen zugeführt wird. Ist der Pkw mit einer Klimaanlage ausgestattet, sollte diese laut DVR nicht zu kalt, sondern maximal sechs Grad Celsius unter der Außentemperatur eingestellt sein, anderenfalls belastet das den Kreislauf der Insassen.

Vorsicht vor Flüssigkeitsverlust und „Blow-ups“ bei Sommerhitze

Mit leichter, locker sitzender Kleidung kann der Autofahrer, aber auch die Pkw-Insassen, selbst dafür sorgen, dass kein Hitzestau am Körper entsteht. Besonders wichtig ist es ausreichend viel zu trinken, zum Beispiel Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder ungesüßte Kräutertees, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.

Denn nur wer genügend trinkt, kann den Flüssigkeitsverlust des Körpers, der durch das Schwitzen bei Hitze entsteht, ausgleichen. Erwachsene sollte über den ganzen Tag verteilt mindestens 1,5 bis zwei Liter und bei heißen Temperaturen sogar drei oder mehr Liter trinken. Nach Angaben von Gesundheitsexperten sollten die Getränke jedoch nicht eiskalt sein, denn dies kann unter anderem zu Magenbeschwerden führen. Zudem sollten koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer Tee gemieden werden, da sie die Wasserausscheidung des Körpers zusätzlich erhöhen.

Der DVR rät Autofahrern bei heißen Tagen, besonders den Verkehrsfunk einzuschalten und sich an ein vorgegebenes Tempolimit zu halten. Denn bei extremer Hitze kann es zu sehr gefährlichen Straßenschäden in Form von sogenannten Blow-ups – hierbei dehnt sich der Straßenbelag durch die Hitze übermäßig aus und bricht plötzlich auf – kommen. (verpd)

 

Überblick zur gesetzlichen Krankenversicherung

gesetzliche Krankenversicherung

Fast 90 Prozent der Bürger sind hierzulande in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Doch nur die wenigsten wissen im Detail, welche Leistungen tatsächlich noch übernommen werden, wie sich ein Krankengeld zusammensetzt und was es genau mit dem Zusatzbeitrag, den eine Krankenkasse verlangen kann, auf sich hat. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) möchte für mehr Transparenz rund um die GKV sorgen und versucht, diese und andere Fragen mit einem vor Kurzem veröffentlichten Ratgeber zu beantworten.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sind rund 70 Millionen Bürger in Deutschland, das entspricht fast 90 Prozent der Bevölkerung, in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Sie ist eine der fünf Sparten der deutschen Sozialversicherungen.

Doch was leistet die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Detail? Wer ist in der GKV pflichtversichert? Welche Krankenkassenbeiträge muss man als Arbeitnehmer, Rentner oder freiwillig Versicherter zahlen? Wann und wie kann man in eine andere Krankenkasse wechseln? Dies sind nur einige der Fragen, die sich im Zusammenhang mit der GKV stellen.

Neuer Ratgeber

Antworten darauf gibt die neue Broschüre „Ratgeber zur Krankenversicherung“, die das BMG kostenlos zum Bestellen oder als Download zur Verfügung stellt. Auf über 150 Seiten wird unter anderem der Versicherungsumfang, also auf welche Leistungen ein gesetzlich Krankenversicherter Anspruch hat, beschrieben.

Hierbei wird auf die möglichen Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen wie Impfungen oder Krebsvorsorge-Untersuchungen eingegangen.

Zudem werden die Leistungen bei ärztlichen/zahnärztlichen und/oder stationären Behandlungen sowie die Zuzahlungsmodalitäten von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln beschrieben. Unter anderem wird erklärt, wann es Zuschüsse für die Fahrtkosten zu ambulanten oder stationären Behandlungen oder auch für eine notwendige Haushaltshilfe gibt.

Kein Rundumschutz

Ein Kapitel erläutert, wann und wie viel Krankengeld ein Versicherter erhält. So bekommt zum Beispiel auch ein gesetzlich versicherter, berufstätiger Elternteil ein Krankengeld, wenn er sein unter zwölf Jahre altes Kind laut ärztlichem Attest beaufsichtigen, betreuen oder pflegen muss und keine andere im Haushalt lebende Person dies übernehmen kann. In diesem Fall erhalten beispielsweise Familien mit einem Kind ein Krankengeld für maximal zehn Tage und Alleinerziehende mit einem Kind bis zu 20 Tage pro Jahr.

Zudem erfährt der Leser, wer in der GKV pflichtversichert ist, was es mit der elektronischen Gesundheitskarte auf sich hat, wie sich die GKV finanziert, wer sich freiwillig versichern und wer in eine private Krankenversicherung wechseln kann.

Details zur privaten Krankenversicherung können beim Versicherungsvermittler des Vertrauens erfragt werden. Der Versicherungsfachmann erklärt unter anderem, welche Krankenzusatz-Versicherungen sinnvoll sind, da die GKV viele Krankheitskosten beispielsweise hinsichtlich des Zahnersatzes nicht oder nur zu einem geringen Teil übernimmt oder auch Einkommenseinbußen im Krankheitsfall trotz Krankengeld möglich sind.(verpd)

 

Reisestorno wegen Terror und andere Katastrophen

Reisestorno

Es gibt zahlreiche Ereignisse in einem Urlaubsland, wie Terroranschlag, innere Unruhen, Erdbeben oder Überschwemmungen, die Touristen davon abhalten können, überhaupt eine bereits gebuchte Reise anzutreten. Doch nur in bestimmten Fällen hat die Stornierung eines Reisevertrags keine oder nur geringfügige finanziellen Folgen für den Urlauber.

Grundsätzlich kann man eine gebuchte Reise zu jeder Zeit stornieren, allerdings kann dies mit erheblichen Kosten verbunden sein. Denn nach dem Reiserecht, das unter anderem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist, kann der Reiseveranstalter von seinem Kunden eine angemessene Entschädigung (Stornogebühr) verlangen.

Je nachdem, wie viel Zeit zwischen der Stornierung des Reisevertrags und dem darin angegebenen Reisebeginn liegt, kann die Stornogebühr bis zur Höhe des gesamten Reisepreises betragen. Wer jedoch aufgrund eines Ereignisses im Urlaubsland, das als höhere Gewalt gilt und bei Vertragsabschluss noch nicht vorhersehbar war, eine gebuchte Reise noch vor Reiseantritt storniert, muss in der Regel keine Stornogebühren entrichten.

Stornierungsgründe, die keine Stornokosten nach sich ziehen

Konkret heißt es dazu im Webauftritt des Auswärtigen Amtes: „Eine Kündigung des Reisevertrags ist sowohl vor als auch nach Reiseantritt zulässig, wenn die Reise durch höhere Gewalt im Zielland erheblich gefährdet wird und dies im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbar war.“ Geregelt ist dies in Paragraf 651 j BGB.

Weiter ist im Webportal des Auswärtigen Amtes zu lesen: „Der Reiseveranstalter hat dann für auf dem Reisevertrag beruhende Kosten Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des Anteils des Reisepreises, der auf bereits erbrachte oder noch zu erbringende Leistungen entfällt; solche Kosten fallen jedoch häufig vor Reiseantritt nicht an. Eventuelle Mehrkosten für die Rückreise sind von Reisendem und Reiseveranstalter je zur Hälfte zu tragen; sonstige Mehrkosten trägt der Reisende.“

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes zählen zur höheren Gewalt Ereignisse wie Krieg oder Kriegsgefahr, innere Unruhen und Naturkatastrophen, also beispielsweise Erdbeben, großflächige Überschwemmungen und Vulkanausbrüche, die die Region, in welche man reisen möchte, betreffen. Zudem darf der Reisetermin nicht erst Wochen oder Monate nach Eintreten des Ereignisses liegen, da in vielen Fällen wie zum Beispiel bei einem Erdbeben die Gefahr für den Reisenden dann nicht mehr besteht.

Terroranschläge sind keine höhere Gewalt

Verübte Terroranschläge werden hingegen nach der gängigen Rechtsprechung als allgemeines Lebensrisiko gewertet und sind keine höhere Gewalt. Wenn für ein gesamtes Land jedoch eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ausgegeben wird – diese werden im Webauftritt unter „Reisewarnungen“ veröffentlicht –, wird dies gerichtlich in der Regel als Stornogrund im Sinne der höheren Gewalt angesehen. Eine kostenlose Stornierung wäre somit möglich.

Hat das Auswärtige Amt in seinen länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen jedoch nur zur erhöhten oder besonderen Vorsicht geraten, wie dies aktuell für die Türkei und Tunesien der Fall ist, gilt das nicht als höhere Gewalt. Auch wenn nur eine Teilreisewarnung besteht, also eine Reisewarnung für bestimmte Regionen eines Landes, und führt die gebuchte Reise nicht in eine gefährdete Region, ist der Reiseveranstalter meist nicht verpflichtet, höhere Gewalt als Stornogrund anzuerkennen.

Wer sichergehen möchte, mit welchen Stornokosten er im Falle des Falles rechnen muss, sollte dies direkt mit dem Reiseveranstalter klären. Manche Reiseanbieter zeigen sich kulant und erlauben eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung nicht nur bei höherer Gewalt oder bei offiziellen Reisewarnungen, sondern auch, wenn das Auswärtige Amt für das Reiseland eine Teilreisewarnung ausgibt oder zur erhöhten Vorsicht mahnt.

Reisestorno aus persönlichen Gründen

Verlangt ein Reiseveranstalter zu Unrecht Stornogebühren oder sind sie zwar dem Grunde nach gerechtfertigt, aber zu hoch, kann eine Privatrechtschutz-Police weiter helfen, damit man sein Recht bekommt, in dem sie die Beratungs- und Prozesskosten übernimmt. Wer für den Fall Kostenschutz haben möchte, dass er aus persönlichen Gründen eine gebuchte Reise nicht antreten kann oder, falls er die Reise bereits angetreten hat, abbrechen muss, sollte zeitnah zur Reisebuchung eine Reisestorno- und Abbruchversicherung abschließen.

Denn bei einem Reisestorno aus persönlichen Gründen kann der Reiseveranstalter fast immer Stornokosten verlangen. Eine Reiserücktritts-Police übernimmt im Versicherungsfall beispielsweise die anfallenden Reisestornokosten und eine Reiseabbruch-Versicherung die nicht in Anspruch genommenen Reiseleistungen sowie zusätzlich anfallende Rückreisekosten.

Versicherbar ist unter anderem, wenn eine Reise wegen eines Unfalles oder einer plötzlich eintretenden Krankheit des Reisenden nicht angetreten oder abgebrochen werden muss. Ereignisse, die als höhere Gewalt eingestuft werden, sind in vielen Policen kein versicherter Stornogrund. Nach dem geltenden Reiserecht ist jedoch eine Stornierung wegen höherer Gewalt oftmals kostenlos möglich.(verpd)

Die Auslandsreisekrankenversicherung garantiert ungetrübtes Urlaubsvergnügen

AUslandsreiseversicherung

Während viele Verbraucher bei den Urlaubsvorbereitungen viel Zeit aufwenden, um das bestmögliche Hotel und tolle Urlaubsangebote vor Ort zu finden, vernachlässigen sie allzu oft den passenden Versicherungsschutz für die Reise wie eine Reisekrankenversicherung.

So sollte kein Reisender auf eine Auslandsreisekrankenversicherung verzichten, welche die Kosten für die Versorgung akuter medizinischer Probleme übernimmt. Denn auch bei harmlosen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ist beispielsweise eine Verletzung schnell passiert. In diesem Fall müssen die Betroffenen die Behandlungskosten aus der eigenen Tasche bezahlen oder möglicherweise sogar den kompletten Urlaub abbrechen. Denn ob die Krankenkasse die Behandlungskosten übernimmt, ist fraglich, weshalb sie zunächst einen Reisekrankenversicherung Test lesen und anschließend eine private Reisekrankenversicherung abschließen sollten.
Reisekrankenversicherung: Ist die Versicherung grundsätzlich empfehlenswert?

Zwar können gesetzlich Versicherte ihre Gesundheitskarte innerhalb der Europäischen Union und in allen Staaten, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, für den Besuch beim Arzt oder Zahnarzt verwenden; jedoch werden die Kosten für Medikamente oder Behandlungen, die der Versicherte zunächst aus der eigenen Tasche bezahlen muss, oft nur teilweise erstattet. Und falls ein Rücktransport nach Deutschland notwendig ist, wird dieser grundsätzlich nicht übernommen. Aus diesen Gründen empfiehlt sich die Auslandsreisekrankenversicherung nicht für Fernreisen, etwa in die USA, für die eine Reisekrankenversicherung USA abgeschlossen werden sollte, sondern auch für Reisen innerhalb Europas.
Was kostet die Reisekrankenversicherung?

Zumindest schlägt sich die Auslandsreisekrankenversicherung im Reisekrankenversicherung Preisvergleich nicht allzu sehr im Budget für die Reise nieder. Den entsprechenden Versicherungsschutz können Singles schon für weniger als zehn Euro erhalten, die günstigsten Familienversicherungen gibt es für unter 20 Euro. Während die Auslandsreisekrankenversicherung für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse ein Muss ist, wenn sie unangenehme Überraschungen vermeiden wollen, enthalten private Krankenversicherungen oft keinen oder nur einen Basis-Versicherungsschutz für das Ausland. Auch für sie kann der Abschluss einer gesonderten Versicherung also sinnvoll sein.
Welche Leistungen bieten die Versicherer im Zuge der Reisekrankenversicherung? Die akute medizinische Versorgung ist in den Tarifen aller Versicherer gewährleistet. Die weiteren Leistungen hängen jedoch stark vom jeweiligen Angebot und dem Tarif ab, weshalb sich ein Reisekrankenversicherung Vergleich lohnt. Beispielsweise ist es üblich, dass Versicherte, die einen Jahresvertrag abgeschlossen haben, beliebig oft verreisen können, jedoch gibt es häufig Einschränkungen, wie lange eine Urlaubsreise maximal dauern darf. Eine gute Auslandsreisekrankenversicherung kann allerdings selbst der Laie problemlos von einem schlechten Angebot unterscheiden. Gute Versicherer übernehmen etwa die Kosten für den Krankenrücktransport, wenn dieser aus medizinischen Gründen notwendig ist. Bei sehr guten Versicherungen sind Leistungen auch dann nicht ausgeschlossen, wenn die Reisenden in politische Unruhen oder gar einen Bürgerkrieg geraten. Sofern vor dem Antritt der Reise keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bestanden hat, sollte die Versicherung auch in diesem Fall die Kosten für medizinische Notfälle übernehmen. Welche Leistungen im individuellen Fall sinnvoll sind, hängt natürlich in erster Linie vom Reisenden und seinen Bedür

 

Pflegebedürftig – und nun?

image

Welche Leistungen stehen einem Pflegebedürftigen oder einem pflegenden Angehörigen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung zu und wie beantragt man diese? Was ist im individuellen Fall sinnvoller – ambulante oder stationäre Pflege? Wie findet man einen passenden Pflegedienst? Antworten auf diese und diverse andere Fragen müssen Betroffene und ihre Angehörigen meist in relativ kurzer Zeit finden, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist. Hilfe dabei bieten diverse offizielle Stellen.

Als pflegebedürftig gilt, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bei den alltäglichen Dingen im Leben in erheblichem oder höherem Maße Hilfe braucht und vieles dauerhaft nicht mehr allein bewerkstelligen kann. Warum die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, ob aus körperlichen, geistigen oder seelischen Gründen, spielt dabei keine Rolle. Ist eine Pflegebedürftigkeit eingetreten, gilt es diverse Herausforderungen zu meistern.

Insbesondere die Fragen nach der benötigten und gewünschten Pflege und der personellen und finanziellen Sicherstellung einer ausreichenden Pflege stehen hier im Mittelpunkt. Betroffene sowie deren Angehörige können sich bei Eintreten der Pflegebedürftigkeit sofort an die gesetzliche Kranken- beziehungsweise Pflegekasse oder die private Krankenversicherung des Pflegebedürftigen wenden. Denn prinzipiell besteht im Bedarfsfall ein gesetzlicher Anspruch auf eine Pflegeberatung bei diesen Stellen.

Am Anfang steht die Pflegeberatung

Bei gesetzlich Krankenversicherten wird die Pflegeberatung durch Mitarbeiter der jeweiligen Krankenkasse oder auf Hinweis der Krankenkasse von einer unabhängigen und neutralen Beratungsstelle durchgeführt. Auf Wunsch kommt der Pflegeberater auch zum Pflegebedürftigen nach Hause.

Bei privat Kranken- und damit auch privat Pflegeversicherten beziehungsweise deren Angehörigen ist die Compass Private Pflegeberatung, ein Tochterunternehmen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) zuständig. Ein Pflegeberater des Unternehmens kommt für eine persönliche Beratung direkt zum aktuellen Aufenthaltsort des Betroffenen. Auch eine kostenlose telefonische Pflegeberatung wird unter der Telefonnummer 0800 1018800 angeboten.

Wer Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch nehmen will, muss als gesetzlich Krankenversicherter einen entsprechenden Antrag bei seiner Pflegekasse, die der Krankenkasse angegliedert ist, und ein privat Krankenversicherter bei der privaten Krankenversicherung stellen.

Eine Begutachtung kann erforderlich sein

Der Umfang der Leistungen von der gesetzlichen Pflegeversicherung richtet sich unter anderem nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe). Die Einstufung der individuellen Pflegestufe erfolgt bei gesetzlich Krankenversicherten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), der dazu von der gesetzlichen Krankenkasse beauftragt wird. Bei privat Krankenversicherten wird die Pflegestufe des Betroffenen von der Medicproof GmbH, einem medizinischen Dienst, der vom jeweiligen privaten Krankenversicherer damit betraut wird, ermittelt.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn derjenige, der den Pflegebedürftigen aktuell betreut, bei der Begutachtung dabei ist und vorhandene Arzt- und Klinikberichte, eine Liste der notwendigen Medikamente und ein Pflegetagebuch dem medizinischen Dienst bei der Einstufung vorlegt. In einem Pflegetagebuch sollte der Pflegebedürftige oder ein Angehörige auflisten, welche Verrichtungen wie zum Beispiel Waschen, Anziehen und Essen dem Pflegebedürftigen ohne Hilfe nicht mehr möglich sind und wie viel Zeit diese Hilfe pro Tag in Anspruch nimmt.

Der Umfang und die Höhe der Leistungen hängen zudem davon ab, für welche Pflegeart – ambulante oder stationäre Pflege – sich der Pflegebedürftige und seine Angehörigen aufgrund der individuellen Gegebenheiten entscheiden. Welche Hilfen und Lösungen es gibt, um auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können, wird unter anderem auf der Website www.serviceportal-zuhause-im-alter.de aufgezeigt. Hier kann beispielsweise eine Checkliste für die Suche nach einem passenden ambulanten Pflegedienst heruntergeladen werden.

Welcher Pflegedienst oder welches Pflegeheim das passende ist

Wer nach Pflegediensten für eine ambulante Pflege und/oder Pflegeheimen für eine stationäre Pflege sucht, findet entsprechende Adressen auf folgenden Webportalen: www.aok-gesundheitsnavi.de (AOK-Gesundheitsnavigator), www.bkk-pflegefinder.de (BKK PflegeFinder), www.der-pflegekompass.de (Pflegekompass der Knappschaft), www.pflegelotse.de (Pflegelotse der Verband der Ersatzkassen) und www.weisse-liste.de (Weisse Liste gemeinnützige GmbH).

Unter anderem sind hier teilweise auch Bewertungen und Preislisten zu den jeweiligen ambulanten Pflegediensten und stationären Heimen zu finden. Im Webportal www.heimverzeichnis.de, einem gemeinnützigen Projekt, bei dem die Qualität der einzelnen Pflegeeinrichtungen durch ehrenamtliche Gutachter bewertet wird, kann ebenfalls in einer Liste von Pflegeeinrichtungen nach ortsnahen Pflegeheimen gesucht werden.

Unter www.wegweiser-demenz.de gibt es umfangreiche Informationen zur Pflege von Demenzkranken sowie eine herunterladbare Checkliste mit Bewertungskriterien für alle Pflegebedürftigen, die bei der Besichtigung eines infrage kommenden Pflegeheims für mehr Klarheit sorgt.

Grundlegende Informationen bis hin zur schnellen Hilfe

Rund um die Pflege informiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Webportal www.wege-zur-pflege.de. Das BMFSFJ bietet außerdem eine telefonische Beratung und schnelle Hilfe für Angehörige unter der Telefonnummer 030 20179131.

Grundlegende Informationen, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung bietet und was zu tun ist, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, bietet zudem die aktualisierte Broschüre „Ratgeber zur Pflege“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Sie kann kostenlos heruntergeladen sowie online oder telefonisch unter 030 182722721 (Bestellnummer: BMG-P-07055) bestellt werden.

Für eine telefonische Beratung zu allgemeinen Fragen zum Thema Pflege steht das Bürgertelefon des BMG (Telefonnummer 030 340606602) zur Verfügung. Einen ersten Überblick über mögliche individuelle Leistungen seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung bietet das BMG-Webportal www.pflegeleistungs-helfer.de.

Falsches Vertrauen auf das Reißverschlussverfahren

Reisverschlussverfahren

Wer auf eine Autobahn auffährt, kann sich auch bei zäh fließendem Verkehr nicht auf das sogenannte Reißverschlussverfahren berufen. Das hat das Amtsgericht Burgwedel mit einem Urteil entschieden (Az.: 73 C 1269/14).

Die Fahrerin eines Pkws wollte bei zäh fließendem Verkehr vom Beschleunigungsstreifen einer Autobahneinfahrt aus auf die Autobahn auffahren. Dazu nutzte sie nach eigenen Angaben eine Lücke vor einem stehenden Lastkraftwagen. Dessen Fahrer beschleunigte jedoch im gleichen Augenblick, sodass es zu einem Zusammenstoß beider Fahrzeuge kam.

In ihrer Schadenersatzklage räumte die Halterin des Pkws zwar ein, dass der Unfall für die Fahrerin, die zum Unfallzeitpunkt mit ihrem Auto fuhr, nicht unabwendbar war. Sie war jedoch der Meinung, dass die Fahrzeugführerin allenfalls aus der Betriebsgefahr des Pkw hafte. Die Pkw-Halterin forderte daher von dem Kfz-Haftpflichtversicherer des Lkws, ihr 80 Prozent des ihr entstandenen Schadens zu ersetzen.

Hinweis auf Reißverschlussverfahren

Zur Begründung ihrer Forderung berief sich die Frau bei der von ihr angestrengten Gerichtsklage auf das sogenannte Reißverschlussverfahren gemäß Paragraf 7 Absatz 4 StVO (Straßenverkehrsordnung).

Hierin heißt es: „Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen können (Reißverschlussverfahren).“

Dem wollte sich das zuständige Amtsgericht Burgwedel nicht anschließen. Es bestätigte die Auffassung des beklagten Versicherers, dass der Fahrer des Lkws lediglich aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs hafte.

Nicht anwendbar

Nach Meinung des Gerichts sind nämlich die Regeln des Reißverschluss-Verfahrens beim Auffahren auf Autobahnen selbst bei zäh fließendem Verkehr nicht anwendbar. Für Beschleunigungsstreifen von Schnellstraßen und Autobahnen gelte vielmehr Paragraf 18 Absatz 3 StVO. Danach habe der Verkehr auf durchgehenden Fahrbahnen grundsätzlich Vorfahrt. Darauf dürfe der Benutzer einer durchgehenden Fahrbahn vertrauen.

Der einfahrende Verkehr sei grundsätzlich wartepflichtig und dürfe nur dann die Fahrbahn wechseln, wenn der durchgehende Verkehr weder gefährdet noch behindert werde. Alle Einfahrenden hätten sich mit größter Sorgfalt in den fließenden Verkehr einzugliedern. Wenn es in so einer Situation zu einem Unfall komme, spreche folglich der Beweis des ersten Anscheins für ein Verschulden des sich Einfädelnden.

Da der Lkw-Fahrer nicht beweisen konnte, dass der Unfall für ihn bei ausreichender Aufmerksamkeit unabwendbar gewesen sei, hat sich dessen Versicherer mit einer Quote von 30 Prozent an den Aufwendungen der Klägerin zu beteiligen. Zu dieser Einsicht war der Versicherer jedoch auch schon vorprozessual gelangt und hatte den Schaden entsprechend reguliert, sodass die Klage auf Zahlung einer höheren Entschädigung abgewiesen wurde.

So fädelt man sich richtig ein

Nach Meinung des Deutschen Kraftfahrtüberwachungs-Vereins (Dekra) gehen nur allzu viele Autofahrer wie selbstverständlich davon aus, dass der durchgehende Verkehr auf den Nachbarstreifen wechsle oder abbremse werde, um ihnen Platz zu machen. Dabei könnten folgende Regeln so manch gefährliche Situation verhindern:

  • Auf dem Beschleunigungsstreifen grundsätzlich stark beschleunigen und am Ende des Streifens die Spur wechseln, wenn dies gefahrlos möglich ist.
  • Beim Beschleunigen den Nachfolgeverkehr beobachten und den Blinker erst kurz vor dem Wechseln setzen.
  • Wer vor einem vorfahrtberechtigten Lkw auf die durchgehende Fahrbahn wechseln kann, ohne ihn zu behindern, darf rechts auch schneller fahren.
  • Bei voll belegter Autobahn muss auf dem Beschleunigungsstreifen eine Lücke abgewartet werden, Hineindrängeln ist nicht erlaubt.
  • Wer sich einer Anschlussstelle nähert, muss mit gefährlichen Situationen rechnen, insbesondere wenn langsamere Fahrzeuge oder Drängler manchmal über mehrere Spuren nach links wechseln. Der Fahrer sollte sich darauf einstellen, abzubremsen oder selbst auf den linken Streifen zu wechseln.(verpd)

 

Mit der Auslandskrankenversicherung gut abgesichert auf Reisen gehen

Auslandskrankenversicherung

Eine Auslandskrankenversicherung ist für die meisten deutschen Verbraucher meist kein Thema. Grund hierfür: Sie verbringen ihren Urlaub entweder in Ländern, mit denen von der Bundesregierung ein bilaterales Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde oder aber sie werden vom Reiseveranstalter bei der Buchung darauf aufmerksam gemacht, dass ein Versicherungsschutz notwendig ist und können diesen gleich zusammen mit der Reise erwerben. Wenn Sie jedoch länger im Ausland bleiben wollen, reicht die normale Reisekrankenversicherung bei weitem nicht aus. Diese gilt nämlich nur für einen bestimmten Zeitraum.
Die Alternative: Eine Langzeitauslandskrankenversicherung Eine sogenannte Langzeitauslandskrankenversicherung benötigen unter anderem Studenten, die ein oder mehrere Auslandssemester absolvieren wollen, aber auch Schüler, Praktikanten und Au-Pairs, die im Ausland erste Erfahrungen sammeln möchten. Je nachdem, für welchen Versicherer sich die Betroffenen entscheiden, können sie insgesamt bis zu fünf Jahre verreisen. In vielen Policen sind außerdem regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und auch der Versicherungsschutz während der Arbeitszeit im Leistungsumfang enthalten.

Darum ist der Schutz wichtig Die Auslandskrankenversicherung ist für Studenten, Schüler und Praktikanten in jedem Fall wichtig, vor allem, wenn sie nur den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung genießen. Denn bei einem medizinischen Notfall werden innerhalb der EU und in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, nur die Behandlungen vor Ort übernommen. Ein Rücktransport beispielsweise ist hier im Versicherungsschutz nicht enthalten.
Was leisten Auslandskrankenversicherungen? Stationäre und ambulante Behandlungen werden von den Versicherern ebenso übernommen wie ärztlich verordnete Heilmittel und Medikamente oder der Transport zum Krankenhaus. Sofern der Rücktransport nach Deutschland ärztlich verordnet wird, sind diese Kosten üblicherweise auch durch die Police abgedeckt. Allerdings bietet die Auslandskrankenversicherung keinen Komplettschutz. Beispielsweise werden Entzugsbehandlungen oder Psychotherapien von den meisten Versicherern ebenso ausgeschlossen wie die Erstattung der Kosten für Massagen, Kuren, Hörgeräte oder Brillen.
Darum lohnt sich ein Vergleich der Versicherer Nicht nur die Leistungen können sich bei den verschiedenen Versicherern erheblich voneinander unterscheiden, sondern auch die monatlichen Beiträge. Die Stiftung Warentest etwa hat bei einem Test Auslandskrankenversicherungen einen Preisunterschied von rund 1.000 Euro pro Jahr zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter bei Langzeitaufenthalten in den USA festgestellt. Wenn Sie sich aus aktuellem Anlass einen Überblick über diesen Dschungel an Leistungen und Tarifen Auslandskrankenversicherungen verschaffen wollen, kann der eine oder andere Testbericht Auslandskrankenversicherungen hilfreich sein. Auch wenn Sie die Leistungen der Assekuranzen mit einem Tarifrechner direkt miteinander vergleichen, können Sie rasch die günstigste Lösung für Ihren Fall finden. Studenten und Schüler, die an einem Austauschprogramm teilnehmen, erhalten allerdings bereits oft von ihrer Uni oder der Schule im Ausland eine wichtige Orientierungshilfe: Die Bildungseinrichtungen geben vielfach Leitfäden für ihre ausländischen Schüler und Studenten heraus. Darin wird auch aufgeführt, welche Leistungen Auslandskrankenversicherung für den Aufenthalt in ihrem Land enthalten sollte. Dies ist unter anderem auch abhängig davon, wie gut das Gesundheitssystem und die medizinische Versorgung im jeweiligen Land ausgebaut sind.