So hilft eine Rettungskarte bei einem Autounfall

Rettungskarte

Neue Pkw-Modelle sind im Vergleich zu älteren häufig mit diversen Sicherheitstechniken und verstärkten Karosserien zum Schutz der Autoinsassen bei Unfällen ausgerüstet. Bei der Bergung von verunfallten Personen im Auto kann dies jedoch zum Hemmschuh für die Rettungskräfte werden. Eine Rettungskarte zeigt den Rettern die Stellen, an denen sie möglichst schnell und gefahrlos ins Wageninnere gelangen können.

Die in Autos eingebauten Sicherheitstechniken wie Airbags und verstärkte Karosserien, aber auch sonstige technische Ausstattungen, wie Stromleitungen bei Elektroautos, können für Unfallretter zum Problem werden, wenn sie ins Wageninnere gelangen müssen, um verletzte Insassen zu retten. So ist der Einsatz von Werkzeugen wie Rettungsscheren und -spreizern nicht überall am Pkw effektiv und gefahrlos möglich. In der Regel sind aber je nach Automodell bestimmte Stellen am Auto vorhanden, die für derartige Rettungssituationen prädestiniert sind. Weiterlesen

Was an einer Tankstelle zu beachten ist

Tankstelle

Kommt es auf dem Gelände einer Tankstelle zu einer Kollision zwischen einem anfahrenden Fahrzeug und einem Fußgänger, so ist gegebenenfalls von einer Schadenteilung auszugehen. Auf dem Gelände von Tankstellen gelten im Übrigen die Regeln der Straßenverkehrsordnung. Das hat das Oberlandesgericht Naumburg mit einem jetzt bekannt gewordenen Urteil entschieden (Az.: 1 U 99/15). Weiterlesen

Wann die Fahreignung angezweifelt werden darf

Führerschein

Weigert sich ein Verkehrssünder, der Fahrerlaubnisbehörde nach drei Geschwindigkeits-Übertretungen ein medizinisch-psychologisches Gutachten vorzulegen, so darf ihm deswegen in der Regel nicht die Fahrerlaubnis entzogen werden. Das geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Neustadt hervor (Az.: 3 L 293/17.NW). Weiterlesen

Warum Autofahrer an heißen Tagen besonders achtgeben müssen

Autofahrer

Ein an heißen Tagen in der Sonne geparktes Auto kann sich im Innenraum bereits nach wenigen Minuten auf Temperaturen von 40 oder mehr Grad Celsius aufheizen. Doch schon ab 27 Grad Celsius steigt nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) die Anzahl der Unfälle innerorts durchschnittlich um elf Prozent, bei über 30 Grad Celsius gibt es sogar 22 Prozent mehr Unfälle. Dies zeigen vor Jahren durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen.

Gründe für das höhere Unfallrisiko sind die durch Hitze bei den Autofahrern hervorgerufenen Auswirkungen wie Konzentrations-Schwierigkeiten, eine verlangsamte Reaktion und/oder eine gesteigerte Aggressivität.

Wie sich das Wageninnere abkühlen lässt

Um ein Aufheizen eines geparkten Wagens zu verhindern, sollte ein Auto möglichst im Schatten geparkt oder zumindest die Fenster mit Sonnenschutzrollos oder Alumatten abgedeckt werden. Ist die Temperatur im Wageninneren bereits sehr hoch, empfiehlt es sich vor Fahrtbeginn die Türen zu öffnen und den Pkw durchzulüften.

Wer während der Fahrt versucht, mit geöffneten Seitenfenstern die Innenraumtemperatur zu senken, riskiert durch die Zugluft eine Ohrentzündung, eine Erkältung, trockene Augen oder einen steifen Nacken. Das Gleiche gilt für alle, die das Gebläse oder die Klimaanlage voll aufdrehen.

Deshalb empfehlen Gesundheitsexperten, das Gebläse nicht direkt auf den Körper zu richten. Sinnvoll ist es auch, das Gebläse anfangs kurz auf Umluft zu schalten, da so die gewünschte Temperatur auch bei niedrigerer Gebläsestufe schneller erreicht wird.

Vorsicht vor Verbrennungen und einem überlaufenden Tank

Wer eine Klimaanlage hat, sollte die Temperatur laut DVR nicht zu kalt, sondern maximal sechs Grad Celsius unter der Außentemperatur einstellen, damit beim Ein- oder Aussteigen der Kreislauf der Insassen nicht zu stark durch den Temperaturunterschied belastet wird. Grundsätzlich ist es bei Hitze immer wichtig, ausreichend viel zu trinken, um den durch das Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

An sonnigen, heißen Tagen kann es auch sinnvoll sein, mit Tüchern Lenkrad, Schaltknauf und Ledersitze abzudecken, da sich diese unter Umständen so aufheizen, dass es beim Einsteigen zu Verbrennungen kommen kann.

Kfz-Experten raten außerdem, bei Hitze den Tank nicht randvoll zu füllen, da sich der Kraftstoff bei hohen Temperaturen ausdehnen und über die Tankentlüftung auslaufen könnte, was nicht nur den Lack und die Umwelt schädigt, sondern sogar zu einem Brand führen kann. (verpd)

Autounfall: Wann man auch als Unschuldiger haften muss

Urtei

Blockiert ein Pkw beim Ausfahren aus einem Grundstück fast vollständig einen Radweg, ohne dass gegen Verkehrsregeln verstoßen wird, kann der Kfz-Halter im Fall eines Unfalls mit einem Radfahrer trotzdem aus der Betriebsgefahr seines Autos zur Verantwortung gezogen werden. Das hat das Landgericht Oldenburg mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: 16 S 516/16).

Ein Mann wollte mit seinem Pkw ein Grundstück verlassen. Wegen des starken Verkehrs konnte er jedoch zunächst nicht auf die Straße fahren. Sein Fahrzeug stand daher schräg auf einem parallel zu der Straße verlaufenden Radweg. Dieser wurde dadurch fast vollständig blockiert. Ein Radfahrer, der auf diesem Radweg unterwegs war, wollte mit seinem Velo das Heck des Autos umfahren. Dabei wurde ihm eine Rasenkante zum Verhängnis, die er übersehen hatte.

Bei dem dadurch ausgelösten Sturz verletzte sich der Radler. Der Radfahrer bestritt zwar nicht, den Unfall mitverschuldet zu haben; weil der Pkw den Radweg weitgehend blockiert hatte, hielt der Radler den Kfz-Fahrer jedoch für mitverantwortlich. Er verlangte daher von dessen Kfz-Haftpflichtversicherer, sich zur Hälfte an seinem materiellen Schaden zu beteiligen und ihm ein Schmerzensgeld zu zahlen.

Kein Verschulden und dennoch zahlen

Nachdem seine Klage vom Amtsgericht Oldenburg als unbegründet zurückgewiesen worden war, hatte der Fahrradfahrer mit seiner Berufung mehr Erfolg. Die Richter vermochten zwar kein Verschulden des beklagten Autofahrers zu erkennen. Nach ihrer Meinung haftet er als Halter des Autos trotz allem aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs.

Ein Verkehrsteilnehmer, der unter Beachtung sämtlicher straßenverkehrs-rechtlicher Verhaltensregeln eine bestimmte Position erreicht hat, sei zwar nicht dazu verpflichtet, diese zugunsten eines anderen Verkehrsteilnehmers zu räumen. Der Beklagte habe aber durch das nahezu vollständige Blockieren des Radwegs, wenn auch unter Beachtung der Verkehrsregeln, eine Gefahr gesetzt, die sich realisiert habe. Die Betriebsgefahr seines Fahrzeugs trete daher nicht vollständig hinter dem Verschulden des Klägers zurück.

Der Kfz-Versicherer des beklagten Autohalters wurde daher dazu verurteilt, sich mit einer Quote von 25 Prozent an dem materiellen Schaden des klagenden Radfahrers zu beteiligen und ihm ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro zu zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig. (verpd)

Sommer, Sonne, Cabrio – Worauf Sie beim Fahren ohne Dach achten sollten

Cabrio

Auch wenn es aktuell noch nicht so aussieht – aber irgendwann  wenn die Tage schöner werden, holen viele Deutsche ihr Cabrio aus der Garage.

Cabrio fahren wird immer beliebter, denn es macht Spaß und vermittelt das Gefühl von Freiheit. Das Fahrerlebnis ist einfach deutlich intensiver als das in geschlossenen Fahrzeugen. Leider hat das genussvolle Fahren auch Schattenseiten. Wir zeigen Ihnen, welche Tücken Sie vermeiden können, damit die Freude nicht getrübt wird und was Cabrio-Fahrer beim Versicherungsschutz auf jeden Fall beachten sollten.

Cabrio und Zugluft

Der Fahrtwind birgt Gefahren, blitzschnell führt die angenehme Sommerbrise zu einer Erkältung. Besonders zugluftempfindliche Menschen sollten sich beispielsweise mit einem Schal schützen. Außerdem können sogenannte Windschotts für Abhilfe sorgen. Den Windschutz gibt es für nahezu alle Cabriomodelle. Denken Sie auch an eine geeignete Kopfbedeckung (Hut oder Mütze).

Bei schlechtem Wetter bleibt das Verdeck »vorübergehend geschlossen«. Leider bietet das dünne Stoffverdeck nur eine geringe Geräuschdämmung, so dass es im Innenraum laut und ungemütlich werden kann. Mit einem Nachrüstinnenhimmel wird es deutlich leiser.

Füße hochlegen beim Cabrio fahren?

Bitte nicht! Das lässige »Cruisen« verleitet manche Beifahrer dazu, eine besonders entspannte Sitzposition einzunehmen. Die Füße werden lässig auf dem Armaturenbrett abgelegt oder bei geschlossenem Verdeck einfach mal aus dem Fenster gestreckt. Das ist lebensgefährlich! Bei einem Zusammenstoß prallen die Füße gegen die Frontscheibe, der Airbag schleudert die Beine blitzschnell nach oben, was zu schweren Verletzungen führen kann. Füße gehören in den Fußraum!

Klimaanlage und Cabrio

Auch moderne Cabrios sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Die Nutzung der Klimaanlage bei geschlossenem Verdeck kann durchaus sinnvoll sein. Sobald »offen« gefahren wird, sollte die Klimaanlage jedoch ausgeschaltet werden. Ansonsten würde die Klimaanlage die eindringende Frischluft ständig kühlen und der Spritverbrauch drastisch ansteigen.

Unser Tipp: Üben Sie vor Fahrtantritt, wie das Verdeck mechanisch geschlossen wird.

Verdeck funktionsfähig bei Ihrem Cabrio?

Ein Gewitter naht. In diesem Moment sollte das elektrische Dach zuverlässig funktionieren, wenn nicht, muss man es auch manuell schließen können. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, wie das Dach per Hand verschlossen wird. Es ist durchaus sinnvoll, eine Notplane mitzuführen.

Das müssen Cabrio-Fahrer beim Versicherungsschutz beachten:

Saisonkennzeichen für Ihr Cabrio

Wenn Sie das Cabrio nur im Sommer fahren, können Sie mit einem Saisonkennzeichen Kosten sparen. Denn dabei fallen Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge nur für den tatsächlichen Zulassungszeitraum an. Er sollte mindestens sechs Monate betragen, um bei schadenfreier Fahrt eine Höherstufung in eine günstigere SF-Klasse zu erreichen. Nach Saisonende darf das Fahrzeug nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Jetzt gehört das gute Stück in die Garage oder auf das Privatgrundstück. In dieser Zeit besteht eine sogenannte Ruheversicherung, die Kfz-Haftpflicht und Teilkaskoversicherung umfasst, wenn für das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Außerbetriebsetzung eine Voll- oder Teilkaskoversicherung bestanden hatte. Die Ruheversicherung deckt zum Beispiel Schäden am Fahrzeug durch einen Brand ab.

Voll- oder Teilkasko für Ihr Cabrio

Eine Teilkaskoversicherung ist auf jeden Fall erforderlich. Denn damit ist das Fahrzeug nicht nur gegen Diebstahl versichert, sondern beispielsweise auch dann, wenn das Cabrio für kurze Zeit mit offenem Verdeck (Fenster oben, Türen und Handschuhfach verriegelt) zum Parken abgestellt wird. Die Vollkaskoversicherung übernimmt auch selbstverschuldete Schäden oder Vandalismus-Schäden.

Zweitwagenregelung beim Cabrio

Wird das Cabrio als Zweitfahrzeug eingesetzt, kann es unter Umständen in SF-Klasse 2 eingestuft werden. Welche Voraussetzung hier zu beachten sind erläutern wir Ihnen gerne.

Und hier noch  3 Links zu weiteren Artikeln, die sich mit dem Cabrifahren beschäftigen:

http://www.autobild.de/artikel/ratgeber-cabrio-882075.html

www.rp-online.de/leben/auto/ratgeber/darauf-sollte-man-beim-cabriofahren-achten-aid-1.4217509

http://www.focus.de/auto/cabrios/stoff-oder-blech_aid_14122.html

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei sommerlichem Cabriowetter.

Ärger trotz Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn

Richtgeschwindigkeit,Teilschuld

Ein Autofahrer, der die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern überschreitet und deswegen in einen Unfall verwickelt wird, muss einen Teil seines Schadens selber bezahlen. Das hat das Landgericht Wiesbaden mit einem jetzt bekannt gewordenen Urteil entschieden (Az.: 8 O 94/14).

Ein Mann war mit seinem Fahrzeug auf einem Autobahnabschnitt unterwegs, auf dem keinerlei Geschwindigkeits-Begrenzungen galten. Die von ihm gefahrene Geschwindigkeit betrug etwa 120 Stundenkilometer. Als er ein vor ihm fahrendes langsameres Fahrzeug überholen wollte und dazu auf die linke Fahrspur wechselte, kam es zu einer Kollision mit einem von hinten kommenden Pkw, dessen Geschwindigkeit zwischen 170 und 180 Stundenkilometern betrug.

Der Mann, der bereits auf der linken Fahrspur schnell unterwegs war, vertrat die Ansicht, dass es zu dem Unfall nur deswegen gekommen sei, weil der Überholende einen groben Verkehrsverstoß begangen hatte. Doch der Kfz-Haftpflichtversicherer des Überholenden wollte sich nur mit einer Quote von 75 Prozent an den gegnerischen Aufwendungen beteiligen.

Haftung aus Betriebsgefahr

Das begründete der Kfz-Versicherer damit, dass der Unfall für den Fahrer des von hinten kommenden Fahrzeugs nicht unabwendbar war. Denn hätte dieser die auf deutschen Autobahnen geltende Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern eingehalten, wäre der Unfall zu vermeiden gewesen. Dem schloss sich das Wiesbadener Landgericht an. Es wies die Klage des Fahrers, der mit weit über der Richtgeschwindigkeit auf der linken Fahrbahn unterwegs war, auf Zahlung der restlichen 25 Prozent als unbegründet zurück.

Nach Ansicht des Gerichts ist der Unfall zwar ganz überwiegend auf das Fehlverhalten des Beklagten, also des Fahrers, der mit 120 Stundenkilometer auf die linke Fahrspur zog, um einen anderen zu überholen, zurückzuführen. Der Kläger hafte jedoch aus der Betriebsgefahr seines Pkws. Ein vom Gericht befragter Gutachter hatte nämlich ermittelt, dass der Auffahrunfall für den Kläger beim Einhalten der Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern selbst dann noch zu vermeiden gewesen wäre, wenn der Beklagte nicht mit 120, sondern mit 100 Stundenkilometern überholt hätte.

Wird aber ein Kraftfahrer, der die Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern überschritten hat, in einen Unfall verwickelt, so kann er sich nach Meinung der Richter nur unter ganz bestimmten Umständen auf ein für ihn unabwendbares Ereignis berufen. Dazu muss er nachweisen können, dass es auch bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit zu einem Unfall mit vergleichbar schweren Folgen gekommen wäre.

Vergleichbarer Fall

„Denn nur wer die Richtgeschwindigkeit einhält, verhält sich als Idealfahrer. Wer hingegen schneller als 130 Stundenkilometer fährt, vergrößert in haftungsrelevanter Weise die Gefahr, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht einstellt und insbesondere die Geschwindigkeit unterschätzt“, heißt es dazu in der Urteilsbegründung.

Das Koblenzer Oberlandesgericht war im Oktober 2013 in einem ähnlich gelagerten Fall zu einem gleichartigen Urteil gelangt.

Der Unfall hatte sich in diesem Fall bei Dunkelheit ereignet. Außerdem war der Auffahrende mit gut 200 Stundenkilometern auf der Überholspur unterwegs. Das Gericht lastete ihm daher ein Mitverschulden von 40 Prozent an. (verpd) 

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Drastische Konsequenzen für notorische Falschparker

20Falschparker

Einem Führerscheininhaber, der sich einer Vielzahl von Parkverstößen schuldig gemacht hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Fahrerlaubnis entzogen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin mit einem jetzt bekannt gewordenen entschieden (Az.: 11 L 432.16).

Einem Autofahrer war nachgewiesen worden, innerhalb von zwei Jahren 88 Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten begangen zu haben – davon 83 Parkverstöße. Angesichts der beharrlichen Verweigerungshaltung des Mannes, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten, hatte die zuständige Behörde arge Zweifel an seiner Fahreignung. Sie forderte ihn daher zur Vorlage eines medizinisch psychologischen Gutachtens auf. Als er dem nicht nachkam, entzog sie ihm mit sofortiger Wirkung die Fahrerlaubnis.

Das hielt der Autofahrer angesichts der Art seiner Verstöße für ungerechtfertigt. Denn ein Anlass zur Entziehung einer Fahrerlaubnis sei nur gegeben, wenn sich ein Verkehrsteilnehmer Verstößen schuldig mache, die zu einem Eintrag ins Verkehrszentralregister führen. Er zog daher vor das Berliner Verwaltungsgericht. Dort erlitt er eine Niederlage.

Zweifel an der Fahreignung bei dauernden Falschparker

Nach Ansicht der Richter kann eine Fahrerlaubnis nicht nur bei Eintragungen im Flensburger Fahreignungsregister entzogen werden. Als Voraussetzung für einen Führerscheinentzug würden vielmehr berechtigte Zweifel an der Fahreignung eines Verkehrssünders ausreichen.

Von solchen Zweifeln müsse bei Verstößen gegen Vorschriften des ruhenden Verkehrs immer dann ausgegangen werden, wenn ein Verkehrsteilnehmer offensichtlich nicht willens sei, „die im Interesse eines geordneten, leichten und ungefährdeten Verkehrs geschaffenen Ordnungsvorschriften einzuhalten, sondern diese hartnäckig missachtet“, so das Gericht.

Charakterlicher Mangel beim Falschparker

Der Autofahrer könne sich auch nicht darauf berufen, dass angeblich ein Teil der Parkverstöße von seiner Frau begangen wurde. Denn wer nichts gegen Verkehrsverstöße von Personen unternehme, die sein Fahrzeug mit seiner Erlaubnis nutzen, beweist nach Ansicht des Berliner Verwaltungsgerichts einen charakterlichen Mangel, der ihn selbst als ungeeigneten Verkehrsteilnehmer ausweist.

Bereits im Jahr 2014 war der Verwaltungs-Gerichtshof Baden-Württemberg in einem ähnlichen Fall zu einer vergleichbaren Einschätzung gelangt. Seinerzeit ging es um einen Führerscheininhaber, dem mehr als 150 Parkverstöße vorgeworfen worden waren. Auch andere Gerichte haben unbelehrbare Falschparker in der Vergangenheit zu Fuß nach Hause geschickt. (verpd)

Sicher Autofahren trotz Nebel und Glätte

Sicher Autofahren trotz Nebel und Glätte

Sichtbehinderung durch Nebel oder Schnee, aber auch rutschige Straßen, beispielsweise durch herabgefallenes Laub oder überfrierende Nässe, sind insbesondere im Herbst ein hohes Unfallrisiko. Alleine letztes Jahr ereigneten sich deshalb über 13.000 Verkehrsunfälle, bei denen Personen verletzt wurden. Mit der richtigen Fahrweise lassen sich jedoch solche Unfälle vermeiden. Weiterlesen

Mit dem Pkw pannenfrei durch den Winter

Mit dem Pkw pannenfrei durch den Winter

Strandtuch raus, Eisschaber rein … so einfach ist es zwar nicht, den Pkw für den Winter fit zu machen. Dennoch können viele der notwendigen Arbeiten und Kontrollen durchaus auch vom Autofahrer oder -Besitzer selbst durchgeführt werden.

Es ist höchste Zeit, das Auto winterfest zu machen. Hierfür sollte in einem ersten Schritt die Beleuchtung überprüft werden. Das geht am einfachsten, wenn man zu zweit ist. Also: Zündung an und dann die komplette Beleuchtung durchschalten, während die zweite Person per Sichtkontrolle prüft, ob Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Blinker, Bremslicht, Schlussleuchten, Kennzeichenbeleuchtung und Rückfahrscheinwerfer funktionieren. Weiterlesen