Was Fahrradfahrer im Winter beachten sollten

Fahrradfahrer

Passende, wetterfeste und gut sichtbare Kleidung, eine angemessene Fahrweise sowie ein verkehrssicheres und winterfestes Fahrrad – das sind die Bausteine, damit Radler sicher durch den Winter kommen. Deshalb empfehlen die Experten der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sowie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V., rechtzeitig vorzusorgen. Weiterlesen

Rechts vor links auf Fahrradwegen

Fahrräder

Ist die Vorfahrt nicht durch Verkehrszeichen geregelt, so ist auch im Bereich zwei sich kreuzender Radwege die Regel „rechts vor links“ anzuwenden. Das gilt selbst dann, wenn an einem der Wege im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt sind, welche Fahrradfahrer zu einer Reduzierung ihrer Geschwindigkeit veranlassen sollen, so das Landgericht Wuppertal in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil (Az.: 9 S 218/15).

Ein Mann war mit seinem Fahrrad auf einem als „Panorama-Radweg“ ausgeschilderten Fahrradweg unterwegs. Dieser Weg wurde von einem anderen, deutlich schlechter ausgebauten Radweg gekreuzt. Er ging folglich davon aus, Vorfahrt zu haben, als er sich der Kreuzung näherte. Er fuhr daher mit unverminderter Geschwindigkeit weiter.

Das sollte sich als Fehler erweisen. Denn im Kreuzungsbereich kam es zu einer Kollision mit einem von rechts kommenden Fahrradfahrer. Der hatte zwar kurz angehalten, war dann aber weitergefahren, nachdem er sich vergewissert hatte, dass sich aus seiner Sicht von rechts kein anderer Radler näherte.

Kollision im Kreuzungsbereich von Fahrradwegen

In dem sich anschließenden Rechtsstreit behauptete der Mann, der von links kam, dass ihm der andere die Vorfahrt genommen habe. Denn der von diesem befahrene Fahrradweg sei zum einen deutlich schlechter ausgebaut als der „Panorama-Radweg“. Um die Nutzer dieses Weges zu veranlassen, im Kreuzungsbereich langsam und vorsichtig zu fahren, seien zum anderen unmittelbar vor der Kreuzung Pfosten aufgestellt worden. All das spreche nach Meinung des klagenden Radlers eindeutig dafür, dass den Nutzern des „Panorama-Radwegs“ die Vorfahrt eingeräumt werden sollte.

Dieser Argumentation wollten sich jedoch weder das in erster Instanz mit dem Fall befasste Amtsgericht Velbert (Az.: 11 C 81/14) noch das von dem Kläger in Berufung angerufene Wuppertaler Landgericht anschließen. Beide Gerichte wiesen die Klage als unbegründet zurück.

Rechts vor links auf Fahrradwegen

Dem Argument des Klägers, dass Schnittflächen sich kreuzender Radwege vom Ausbauzustand her zumindest ansatzweise vergleichbar sein müssen, um von einer Kreuzung im Sinne der Straßenverkehrsordnung ausgehen zu können, wollten sich die Richter nicht anschließen. Auch dass an dem von dem Beklagten genutzten Radweg im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt waren, um die Nutzer dieses Weges zum langsamen und vorsichtigen Fahren zu veranlassen, hebt nach Ansicht der Richter nicht die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ auf.

Der Kläger habe auch nicht bewiesen, dass der Beklagte plötzlich und unerwartet in die Kreuzung eingefahren sei und dadurch seine Sorgfaltspflichten verletzt habe. Da die Vorfahrt im Bereich der sich kreuzenden Radwege nicht durch Zeichen geregelt war, habe der Kläger folglich das Vorfahrtsrecht des Beklagten missachtet. Er sei daher allein für den Unfall verantwortlich.

Schutz für alle Fälle

Tipp: Ist man als Fahrradfahrer in einen Unfall verwickelt, hilft eine Privathaftpflicht– und eine Rechtsschutzpolice weiter. Eine Privathaftpflicht-Versicherung übernimmt nicht nur mögliche Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche, die ein Unfallgegner berechtigterweise an den Radfahrer stellt, sondern wehrt auch ungerechtfertigte Anforderungen Dritter ab.

Eine Privatrechtsschutz-Police wiederum übernimmt nach einer Leistungszusage die Anwalts- und Gerichtskosten, wenn man selbst unfallbedingte Schadenersatzansprüche gegenüber einem Unfallgegner geltend machen möchte. (verpd)

Schauen Sie doch einfach auch einmal auf unsere Seite www.webberater24.de.

Wir bieten hier immer aktuelle Webinare zu Versicherungsthemen an. Einfach überall kostenfrei anschauen und wissen, was wirklich wichtig ist. Hier klicken und informieren  http://www.webberater24.de/webinare/

Führerscheinentzug für betrunkenen Fußgänger?

Führerscheinentzug für betrunkenen Fußgänger?

Einem Führerscheinbesitzer, der in betrunkenem Zustand als Fußgänger randaliert hat, darf die Fahrerlaubnis entzogen werden. Dies gilt zumindest dann, wenn er sich weigert, sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) zu unterziehen. Das geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Trier hervor (Az.: 1 L 1375/16.TR).

Ein Mann war dabei beobachtetet worden, als er von einem fremden Fahrrad die Reifen abmontierte. Bei seinem anschließenden Weg durch die Stadt zeigte er sich äußerst aggressiv. Er trat gegen diverse Hauswände, Straßenschilder und Verkehrseinrichtungen. Bei einer durch die herbeigerufene Polizei veranlassten Blutuntersuchung wurde bei ihm eine Blutalkohol-Konzentration von 2,5 Promille festgestellt Weiterlesen

Beim Fahrradfahren abbiegen, ohne sich umzuschauen

Fahrradfahren

Verletzt ein Fahrradfahrer die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maß, so haftet ein Autofahrer, der mit dem Radler kollidiert, auch nicht aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs. Das hat das Oberlandesgericht Saarbrücken mit einem Urteil entschieden (Az.: 4 U 59/13). Weiterlesen

Die Verkehrsregeln für Radfahrer

Fahrrad (4)

Zahlreiche Fahrradunfälle sind auf ein Fehlverhalten des Radlers selbst zurückzuführen. Dabei müssen sich auch die Radler an die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) halten. Anderenfalls gefährdet der Radfahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere, und muss zudem mit einem empfindlichen Bußgeld bis hin zum Entzug eines eventuell vorhandenen Pkw-Führerscheins rechnen.

Letztes Jahr ereigneten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 85.200 Verkehrsunfälle mit Personenschäden, bei denen mindestens ein Verkehrsteilnehmer ein Fahrradfahrer war. In 42 Prozent dieser Unfälle war der Fahrradfahrer der Hauptverursacher des Unfalles. Weiterlesen

Unfallschutz von Kindern-was Eltern hier tun sollten

Unfallschutz von Kindern-was Eltern hier tun sollten

Kinder sollen aktiv sein und springen, klettern, toben und spielen dürfen. Da sind kleinere Verletzungen oftmals nicht zu vermeiden. Doch es gibt auch Unfallrisiken, die zu schweren oder sogar tödlichen Unfallverletzungen führen können. Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen lassen sich viele dieser tragischen Unglücke jedoch vermeiden Weiterlesen

Fast 200 Radfahrer verunfallen pro Tag

Fast 200 Radfahrer verunfallen pro Tag

Nach der offiziellen Statistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 2013 mehr als 71.400 Radfahrer bei einem Unfall verletzt oder getötet. Damit gibt es bei dieser Art der Verkehrsbeteiligung nach den Pkw-Insassen die meisten Unfallopfer im Straßenverkehr. Jeder einzelne Radfahrer kann jedoch dazu beitragen, sein Unfall- und Verletzungsrisiko auf ein Mindestmaß zu minimieren. Weiterlesen

Der richtige Versicherungsschutz für Pedelecs und E-Bikes

Der richtige Versicherungsschutz für Pedelecs und E-Bikes

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 2,1 Millionen Elektrofahrräder. Prinzipiell sollte man damit nur mit einem passenden Versicherungsschutz unterwegs sein, um nach einem selbst verschuldeten Unfall oder auch, wenn das Rad geklaut wird, nicht tief in die eigene Tasche greifen zu müssen. Weiterlesen

Alkohol und Fahrrad – das geht gar nicht

Fahrrad und Alkohol

Alkohol und Fahrrad passen nicht zueinander.Das sahen auch die Richter so. Ist ein Fahrradfahrer mit einer Blutalkohol-Konzentration von mehr als 1,6 Promille unterwegs und bringt er ein von ihm gefordertes medizinisch-psychologisches Gutachten nicht fristgerecht bei, kann ihm die Fahrerlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen entzogen werden. Zudem kann auch festgelegt werden, dass er nicht mehr Fahrradfahren darf. Das geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße hervor (Az.: 3 L 636/14.NW). Weiterlesen

Vorsicht in der Glühweinsaison

GlühweinDamit die Vorfreude auf Weihnachten ungetrübt bleibt, sollten Autofahrer generell auf Alkoholgenuss verzichten. Wer beim Besuch eines Weihnachtsmarktes oder einer Betriebsfeier nicht auf Bier, Sekt, Glühwein und Ähnliches verzichten mag, sollte lieber zu Fuß, per Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln den Heimweg antreten, um nicht sich selbst oder andere zu gefährden. Selbst wer alkoholisiert Fahrrad fährt, muss unter Umständen mit dem Entzug des Kfz-Führerscheins rechnen.
Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schätzen Verkehrsteilnehmer bereits bei einem Alkoholspiegel von nur 0,1 Promille Entfernungen falsch ein. Bereits ab 0,3 Promille ist die Sehleistung vermindert, die Konzentration und das Reaktionsvermögen lassen nach und die Risikobereitschaft steigt.
Alles Faktoren, die das Unfallrisiko erheblich erhöhen. Je nach Gewicht einer Person reicht schon ein Becher Glühwein aus, um diese Promillegrenze zu überschreiten.
Selbst ohne auffällige Fahrunsicherheiten droht eine Strafe Weiterlesen