Wie ein Haustier den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

Haustier

Ein Beschäftigter, der auf dem Heimweg von seiner Arbeit den direkten Weg zwischen seiner Arbeitsstätte und seiner Wohnung verlässt, weil er seine Katze suchen will, steht dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Sozialgericht Landshut in einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: S 13 U 243/16). Weiterlesen

Hundehaftpflichtversicherung

Hund,Haftpflicht

Für jeden Hundehalter und -sitter ist die Hundehaftpflicht enorm wichtig. Nur sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht. Entsteht einem Dritten durch den Hund ein Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, so haften Sie als Halter des Hundes unbegrenzt. Bei einem unglücklichen Unfall kann die Hundehaftpflicht Ihnen dann hohe Schadensersatzforderungen abnehmen. Vergleichen Sie hier Beiträge und Leistungen http://www.webberater24.de/hundehaftpflicht/

Das hohe Risiko eines Tierbesitzers

Tierbesitzer

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: VI ZR 13/12) zeigt, wie hoch das Risiko eines Tierhalters ist, für einen Schaden, den sein Tier anrichtet, Schadenersatz zahlen zu müssen, auch wenn der Geschädigte eine Mitschuld aufgrund seines Verhaltens trägt.

Eine Frau wollte in der Reithalle auf ein Pferd steigen. Dabei kam sie zu Fall und verletzte sich erheblich. Wegen der Folgen der Verletzung verklagte sie den Besitzer und Betreiber der Reithalle, der gleichzeitig auch Halter des betroffenen Pferdes ist, vor Gericht auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von mindestens 20.000 Euro.

Der beklagte Tierhalter wies die Forderung als unbegründet zurück. Er bestritt, der verunfallten Klägerin erlaubt zu haben, das Pferd zu reiten. Die Klägerin habe ihre Verletzungen im Übrigen in erheblichem Umfang mitverschuldet, so der Beklagte. Denn sie habe weder eine Reitkappe getragen noch eine Aufstiegshilfe genutzt. Sie habe außerdem die Zügel nicht aufgenommen.

Grundsätzliche Haftungsverpflichtung

Das in der Vorinstanz angerufene Dortmunder Landgericht hat die Schmerzensgeldklage mit der Begründung zurückgewiesen, dass die Klägerin nicht habe beweisen können, dass es ihr erlaubt gewesen sei, das Pferd zu reiten. Nach Ansicht des Gerichts kann es daher offenbleiben, ob die Klägerin möglicherweise ein Mitverschulden an dem Unfall trifft.

Doch dem wollte sich der in Revision angerufene Bundesgerichtshof nicht anschließen. Nach Meinung des BGH ist es für die Haftung des Beklagten nämlich unerheblich, ob sich die Klägerin mit deren Einverständnis des Pferdes bemächtigt hat. „Denn die Tierhalterhaftung gemäß Paragraf 833 Satz 1 BGB kann auch dann eingreifen, wenn sich jemand einem Tier unbefugt nähert.“ Denn Tierhalter haften nach dem genannten Paragrafen unabhängig vom eigenen Verschulden für Schäden, die ihr Tier anrichtet, in unbegrenzter Höhe.

Eine Ausnahme bilden nach Meinung der Richter allenfalls Fälle, in denen sich ein Geschädigter bewusst einer besonderen Gefahr aussetzt, indem er sich zum Beispiel einem erkennbar gefährlichen oder bösen Tier nähert oder ein Pferd zum Beispiel zum Springen oder zur Fuchsjagd nutzt. Davon war in dem zu entscheidenden Fall jedoch nicht auszugehen, sodass die Tierhalterin grundsätzlich haftet. Die Sache wurde an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Dieses hat nun die Frage eines eventuellen Mitverschuldens der Klägerin zu klären.

Finanzielle Absicherung bei Schäden

Wie der Fall zeigt, ist es grundsätzlich für alle Tierhalter wichtig, eine entsprechende Haftpflichtversicherung zu haben. Denn diese hätte in diesem wie auch in anderen Fällen die berechtigten Forderungen übernommen. Zudem übernimmt eine solche Police auch die Kosten, um unberechtigte oder überzogene Forderungen abzuwehren.

In der Regel ist der Halter von kleineren Haustieren wie Katzen, Kaninchen, Hamstern oder Vögeln bei derartigen Schäden über eine bestehende Privathaftpflicht-Versicherung abgesichert, denn der Haftpflichtschutz für solche Tiere ist hier normalerweise kostenlos enthalten. Für andere Tiere wie Hunde und Pferde muss hingegen eine eigene Tierhalterhaftpflicht-Police abgeschlossen werden.

Auch das Risiko, das von exotischen und gefährlichen Tieren wie giftige Schlangen und Spinnen, die als Haustiere gehalten werden, ausgeht, wird nicht von allen Privathaftpflicht-Policen automatisch abgedeckt. Es kann auf Nachfrage entweder in die Privathaftpflicht-Versicherung gegen einen Aufpreis mitversichert werden oder, falls dies nicht möglich ist, durch eine eigene Tierhalterhaftpflicht-Police abgesichert werden. (verpd)

Fast jeder dritte Hundehalter geht ein zu hohes Risiko ein

HundehalterNach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. leben hierzulande rund 7,9 Millionen Hunde in über 16 Prozent aller deutschen Haushalte. Hunde sind nach Katzen damit die beliebtesten Haustiere. Allerdings verzichten immer noch einige Hundebesitzer auf ihre eigene Absicherung, falls der Hund einen Schaden anrichtet. Dabei können solche Schäden zum finanziellen Ruin führen, da der Hundehalter finanziell dafür aufkommen muss – egal ob der Hund über die Straße läuft und dabei einen Unfall verursacht oder einen anderen beißt.

Hundehalter haften

Gemäß Paragraf 833 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss ein Hundehalter für nahezu alle Schäden finanziell aufkommen, die sein Hund anrichtet. Es ist dabei unerheblich, ob den Hund oder den Hundehalter ein Verschulden trifft oder nicht. Der Tierhalter haftet für die entstandenen Sach- und/oder Personenschäden und auch für dadurch entstehende Vermögensschäden – und zwar in voller Höhe. Beschädigt ein Hund beispielsweise beim Besuch des Nachbarn dessen Ledercouch, handelt es sich um einen Sachschaden.

Stürzt zum Beispiel ein Radfahrer, weil ihm ein Hund vor das Rad gelaufen ist, und wird er dadurch wegen bleibender Gesundheitsschäden erwerbsunfähig, handelt es sich um einen Personenschaden einhergehend mit einem Vermögensschaden, der schnell eine Million Euro oder mehr betragen kann. Der Hundebesitzer müsste unter anderem für alle Einkommensausfälle des Geschädigten, für die notwendigen Arzt- und Behandlungskosten und für ein Schmerzensgeld aufkommen. Eine finanzielle Absicherung für den Hundehalter bietet jedoch eine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung.

Wo für Hundehalter die Hundehaftpflicht-Police vorgeschrieben ist

Eine solche abgeschlossene Police übernimmt für den Hundehalter nicht nur die Schäden, welche durch den Hund verursacht wurden, sondern sie wehrt auch unberechtigte oder überhöhte Forderungen Dritter ab. Jedes Jahr zahlen nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die Versicherer für ihre Kunden, die eine entsprechende Police haben, rund 80 Millionen Euro an Schäden aus, die Hunde verursacht haben.

Einige Bundesländer schreiben mittlerweile per Hundegesetzen oder Hundeverordnungen eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung für Hundebesitzer vor. Dies ist zum einen als Schutz der Hundebesitzer gedacht und zum anderen auch, um sicherzustellen, dass die möglichen Opfer einen ausreichenden Schadenersatz erhalten.

In Hamburg, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und seit 2016 auch in Schleswig-Holstein besteht eine generelle Verpflichtung für Hundebesitzer, eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. In Nordrhein-Westfalen muss jeder Halter eines Hundes mit einem Gewicht ab 20 Kilogramm oder einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern eine entsprechende Haftpflichtpolice haben.

Zahlreiche Hundehalter nehmen den finanziellen Ruin in Kauf

Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern dürfen in allen anderen Bundesländern gefährliche Hunde oder sogenannte Kampfhunde wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie Pitbull Terrier nur gehalten werden, wenn eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung vorliegt. Als gefährlich gelten Hunde unter anderem, wenn aufgrund rassenspezifischer Merkmale, Zucht, Ausbildung oder Haltung von einer besonderen Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren ausgegangen werden muss oder ein Tier bereits einmal Personen oder Tiere angegriffen hat.

Nur in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine Vorschriften hinsichtlich einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung, auch nicht für Kampfhunde. Rund 30 Prozent aller Hundebesitzer haben laut GDV derzeit noch keine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Sie müssen im Schadenfall mit ihrem gesamten jetzigen und künftigen Einkommen und Vermögen für die entstandenen Schäden aufkommen.

Das gilt in den meisten Fällen auch dann, wenn der Hundebesitzer beweisen kann, dass ihn selbst kein Verschulden an dem Schadenereignis trifft. Grundsätzlich ist daher für alle Hundehalter eine Tierhalterhaftpflicht-Police – unabhängig, ob sie im jeweiligen Bundesland vorgeschrieben ist oder nicht – unentbehrlich, um bei Schäden, die ein Hund anrichten kann – egal, wie brav dieser ist –, vor einem finanziellen Ruin geschützt zu sein.(verpd) Haftpflichtversicherungen für Tierhalter gibt es hier http://www.webberater24.de/hundehaftpflicht/

Hundebiss mit schmerzhaften Folgen

Hunde

Ein Hundehalter kann selbst dann zur Verantwortung gezogen werden, wenn er sein Tier vorübergehend in einer Tierpension unterbringt und der Hund dort einen Tieraufseher verletzt. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor (Az.: VI ZR 372/13) Weiterlesen

So günstig kann doch keine Hundehaftpflichtversicherung sein?

Hundehaftpflichtversicherung

Doch. Eine Hundehaftpflichtversicherung muss nicht teuer sein. Aber nicht nur günstig sollte sie sein sondern auch noch Top Leistungen haben.

Und das Beste: Sie könne auswählen und vergleichen welche Leistungen zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passen. Und online abschließen und Versicherungsschutz genießen ist ebenfalls selbstverständlich. Weiterlesen

Mein Hund ist lieb, der will doch nur spielen

Hund

Wer aus Gefälligkeit einen Hund ausführt, muss das Tier so halten, dass von ihm keine Gefahr für Leib und Leben von Menschen ausgeht, denen sie beim Ausführen begegnen. Eine Haftungsverpflichtung besteht folglich auch dann, wenn der Hund vorschriftsmäßig angeleint war und trotzdem einen Schaden verursacht, so das Oberlandesgericht Hamm in einem kürzlich veröffentlichten Urteil (9 U 91/14). Weiterlesen

Damit Hunde, Katzen und Co. gut durch den Sommer kommen

Portrait of a Russian Blue CatNicht nur wir Menschen, auch Haustiere können durch hohe Temperaturen und lange Sonneneinstrahlung Gesundheitsschäden erleiden. Dies kann sogar bis zum tödlichen Hitzschlag führen. Tierhalter können dies mit einigen wenigen Verhaltensregeln vermeiden.

Bei Temperaturen von 27 Grad Celsius und mehr bevorzugen nicht nur wir Menschen einen kühlen und schattigen Platz. Auch den meisten Haustieren ist eine solche Sommerhitze zu viel und sie ziehen sich an einen kühleren Bereich zurück. Ein dichtes oder langes Fell bei Hunden, Katzen und Hasen oder das Gefieder von Vögeln schützen die Tiere zwar gut gegen Kälte, doch bei hohen Außentemperaturen kann dadurch die Wärmeabgabe des Körpers blockiert werden. Weiterlesen

Ein Hundehalter muss nicht für alles haften

Tiere Hund11

Wer auf die Bedrohung durch einen Hund ungewöhnlich schreckhaft reagiert und deswegen zu Schaden kommt, kann den Halter des Tieres nicht zur Verantwortung ziehen. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landgerichts Coburg hervor (Az.: 32 S 47/13).

Ein Schüler war mit seinem Fahrrad auf einem Radweg auf dem Weg zum Unterricht, als er sich dem Beklagten näherte, der mit seinem Hund am Wegesrand spazieren ging. Weiterlesen

So kommt der Hund gesund durch den Winter

Hund

Nach Angaben der Bundestierärztekammer e.V. benötigen gesunde Hunde auch bei Minustemperaturen zum Spazierengehen in der Regel kein Hundemäntelchen oder sonstige Hundekleidung. Dennoch werden die Vierbeiner bei frostigen Umgebungstemperaturen schneller krank als im Sommer. Hundebesitzer können dem jedoch vorbeugen. Weiterlesen