Wie ein Haustier den gesetzlichen Unfallschutz kosten kann

Haustier

Ein Beschäftigter, der auf dem Heimweg von seiner Arbeit den direkten Weg zwischen seiner Arbeitsstätte und seiner Wohnung verlässt, weil er seine Katze suchen will, steht dabei nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Sozialgericht Landshut in einem aktuellen Urteil entschieden (Az.: S 13 U 243/16). Weiterlesen

Schutzschirm für Freizeitsportler

Freizeitsport

Wer sich in seiner Freizeit sportlich betätigt und dabei verunfallt, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Und auch sonst reicht die gesetzliche Absicherung in der Regel nicht aus, um zum Beispiel die durch einen schweren Unfall mit einem bleibenden Gesundheitsschaden entstehenden Einkommenseinbußen und sonstigen Kosten, wie Umbaukosten, abzudecken. Finanziellen Schutz bieten jedoch diverse private Versicherungslösungen.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) ereignet sich jeder neunte bei Unfallversicherern gemeldete Unfall beim Sport. Fußball hat dabei mit 37 Prozent der gemeldeten Sportunfälle die höchste Unfallrate aller Sportarten. Danach folgen der Skisport mit 23 Prozent sowie sonstige Sportarten ohne Ballspiele wie Joggen oder Surfen mit ebenfalls 23 Prozent, sonstige Sportarten mit Ballspielen, beispielsweise Tennis, Hand- oder Volleyball mit zwölf Prozent und Reitsport mit vier Prozent.

Besonders häufige Sportverletzungen sind Bänder- und Muskelrisse, Gelenksverletzungen, Zerrungen, Verstauchungen, Knochenbrüche, Quetschungen und Prellungen. Zum Teil sind langwierige Heilbehandlungen nötig, was eine längere Arbeitsunfähigkeit mit sich bringt. Und nicht immer heilt eine Unfallverletzung komplett ab. Bleibt ein dauerhafter Gesundheitsschaden, kann das dazu führen, dass der Verunfallte seinen Beruf nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausüben kann und/oder Umbaumaßnahmen für eine behindertengerechte Wohnung vornehmen muss.

Gesetzliche Absicherungslücken bei längerer Arbeitsunfähigkeit …

Der Betroffene kann sich allerdings nicht darauf verlassen, dass die dadurch entstehende Einkommensminderung und die Mehrkosten gesetzlich ausreichend abgesichert sind. Denn im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung besteht zum Beispiel keine Absicherung bei Unfällen während Freizeitaktivitäten wie Sport.

Zudem decken auch die sonstigen Sozialversicherungen wie die gesetzliche Kranken– und Rentenversicherung, nicht alles ab. Wer beispielsweise als Arbeitnehmer nach einem Freizeitunfall länger als sechs Wochen arbeitsunfähig ist, erhält von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Gut verdienende Angestellte müssen mit noch höheren finanziellen Einkommenseinbußen rechnen, da die GKV für die Höhe des gesetzlichen Krankengeldes maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze (monatlich 4.350 Euro in 2017) berücksichtigt. Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht miteinbezogen.

… oder einer unfallbedingten Invalidität

Kann aufgrund einer unfallbedingten Invalidität der bisherige Beruf dauerhaft nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausgeübt werden, haben Betroffene, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, keinen Anspruch auf eine entsprechende Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Nur wer nicht in der Lage ist, sechs oder mehr Stunden am Tag irgendeine Erwerbstätigkeit auszuüben, bekommt, sofern die versicherungs-rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Doch selbst wenn man Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente hat, ist sie in der Regel deutlich niedriger als das bisherige Gehalt und reicht oft nicht, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Wer nicht gesetzlich rentenversichert ist, wie Kinder, Hausmänner oder -frauen sowie zahlreiche Selbstständige erhält im Falle einer Erwerbsminderung keine Leistungen aus der GRV.

Umfassender Rundumschutz

Um diese Absicherungslücken zu schließen, bieten die privaten Versicherer private Unfall-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherungen, eine Krankentagegeld-Police oder auch eine Invaliditäts-Versicherung für Kinder an. Eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Police sowie eine Krankentagegeld-Versicherung ist für Selbstständige sogar existenziell, da sie in der Regel selbst für ihre komplette Einkommensabsicherung im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls sorgen müssen.

Bei den privaten Versicherungspolicen kann der jeweilige Versicherungsschutz den Bedürfnissen und Wünschen des Einzelnen angepasst werden. In einer privaten Unfallpolice, die im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz rund um die Uhr und weltweit gilt, ist zum Beispiel die Kapital- und/oder Rentenzahlung im Invaliditätsfall frei wählbar.

Übrigens: Mitglieder in einem Sportverein sind normalerweise über den jeweiligen Landessportverband oder über eine eventuell bestehende Unfallpolice des Vereins abgesichert. Allerdings ersetzt dies nicht die private Vorsorge, denn zum einen sind die Leistungen oft nur für besonders schwere Fälle ausgelegt. Zum anderen sind hier ausschließlich Unfälle versichert, die im direkten Zusammenhang mit dem Vereinssport stehen, sportliche Aktivitäten außerhalb des Vereins sind somit nicht versichert. (verpd)

Hundehaftpflichtversicherung

Hund,Haftpflicht

Für jeden Hundehalter und -sitter ist die Hundehaftpflicht enorm wichtig. Nur sie springt ein, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht. Entsteht einem Dritten durch den Hund ein Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, so haften Sie als Halter des Hundes unbegrenzt. Bei einem unglücklichen Unfall kann die Hundehaftpflicht Ihnen dann hohe Schadensersatzforderungen abnehmen. Vergleichen Sie hier Beiträge und Leistungen http://www.webberater24.de/hundehaftpflicht/

Wenn Nachlässigkeit die Sehfähigkeit ruiniert

Sehfähigkeit

Verliert ein Patient einen Teil seiner Sehfähigkeit, weil es sein Augenarzt versäumt hat, den Augeninnendruck zu überprüfen, so hat er einen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 26 U 107/15). Im konkreten Gerichtsfall hatte der Augenarzt es unterlassen, den Patienten zu fragen, ob er dessen Augeninnendruck überprüfen soll.

Der Nutzen einer in manchen Augenarztpraxen allen Patienten standardmäßig angebotenen Messung des Augeninnendrucks ist unter manchen Fachleuten umstritten. Die Messung dient zur Früherkennung des Grünen Stars, einer Erkrankung, die zur Erblindung führen kann. Als reine Früherkennungsmaßnahme wird sie jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt, sondern nur wenn ein begründeter Verdacht oder ein erhöhtes Risiko besteht, dass der Patient an einem Grünen Star erkrankt ist.

In dem vom Hammer Oberlandesgericht entschiedenen Fall ging es um eine heute 19-Jährige. Sie litt seit ihrem zehnten Lebensjahr an Diabetes mellitus, einer Krankheit, die das Risiko an Grünem Star zu erkranken deutlich erhöht. Weil sich ihre Sehleistung fortschreitend verschlechterte, suchte sie eine Augenarztpraxis auf.

Dramatische Verschlechterung der Sehfähigkeit

Die Augenärztin führte zwar die bei einer Sehschwäche üblichen Untersuchungen durch, sie versäumte es jedoch, den Augeninnendruck der Patientin zu überprüfen. Das geschah erst in einer Augenklinik, in welche die Frau als Notfall aufgenommen wurde. Dort wurde festgestellt, dass sie an einem fortgeschrittenen Grünen Star erkrankt war.

Trotz mehrerer operativer Eingriffe verschlechterte sich die Sehfähigkeit der Frau von anfangs über 60 Prozent auf einen Wert unterhalb von 30 Prozent. Ihr wurde außerdem eröffnet, dass sie auf längere Sicht möglicherweise erblinden wird. Die Augenärztin war sich trotz allem keiner Schuld bewusst. Sie lehnte es daher ab, der Patientin ein von ihr verlangtes Schmerzensgeld sowie Schadenersatz zu zahlen. Zu Unrecht, urteilten die Richter des Hammer Oberlandesgerichts. Sie gaben der von der 19-Jährigen gegen die Ärztin eingereichten Klage statt.

Das Gericht wurde durch einen medizinischen Sachverständigen beraten. Es kam dabei zu dem Schluss, dass die Augenärztin angesichts der Diabetes-Erkrankung sowie der sich deutlich verschlechternden Sehfähigkeit der Klägerin dazu verpflichtet gewesen wäre, eine Gesichtsfeldmessung sowie eine Messung des Augeninnendrucks durchzuführen. Das aber habe die Ärztin versäumt.

Grober Fehler führt  zur Verschlechterung der Sehfähigkeit

Die Augenärztin habe daher einen groben Befunderhebungsfehler begangen. „Durch die verspätete Behandlung ist der noch jungen Klägerin die Möglichkeit genommen worden, ein adäquates Leben zu führen“, so das Fazit des Gerichts. Sie sei zum Beispiel bei sportlichen Aktivitäten stark eingeschränkt und könne auch nicht Auto fahren.

Die Klägerin sei außerdem unabhängig von ihren Neigungen dazu gezwungen, einen Beruf zu ergreifen, der ihrer stark eingeschränkten Sehfähigkeit Rechnung trage. Denn sie benötige einen für ihre geringe Sehkraft speziell eingerichteten Arbeitsplatz. Nach all dem hielt das Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 80.000 Euro für angemessen. Die Augenärztin ist der Klägerin außerdem zum Schadenersatz verpflichtet. Wie der Fall zeigt, kann auch eine Auseinandersetzung mit einem Arzt oder einer Klinik Erfolg haben.

Wer als Patient eine Privatrechtsschutz-Police hat, muss das Kostenrisiko eines Gerichtsprozesses nicht fürchten. Denn eine solche Police übernimmt im Streitfall unter anderem mögliche Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten, wenn der Versicherte Schadenersatz und/oder Schmerzensgeld einklagen muss. Wichtig ist, dass Aussicht auf Erfolg besteht und der Versicherer vorab eine Leistungszusage erteilt hat. Eine derartige Police leistet aber auch bei zahlreichen anderen Auseinandersetzungen.

Prüfen Sie doch in diesem Zusammenhang einmal  die Augenversicherung der ErgoDirket  unter diesem Link https://kooperation.ergodirekt.de/webberater24/produkte/krankenzusatzversicherung.html (verpd)

Warum man beim Autokauf auf die Typklasse achten sollte

scene on a scrap heap

scene on a scrap heap

Statistisch gesehen gibt es deutliche Unterschiede bei der Häufigkeit und der Höhe der Unfallschäden zwischen den einzelnen Automodellen. Danach orientieren sich auch die Kfz-Versicherer bei der Berechnung der Kfz-Versicherungsprämie. Jedes Automodell ist entsprechend diesen Erfahrungen in sogenannte Typklassen eingestuft. Je höher die Typklasse eines Pkws, desto teurer ist tendenziell die Versicherungsprämie für dieses Auto im Vergleich zu anderen. Weiterlesen

Rundumschutz für Studenten

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Wer sich als angehender Student nicht bereits vor Studienbeginn um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmert, kann schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Denn nicht in allen Bereichen bleibt man als Student in bestehende Versicherungsverträgen der Eltern mitversichert. Auch während des Studiums können Umstände eintreten, die einen eigenen Versicherungsschutz notwendig machen. Weiterlesen

Zahnzusatzversicherungen – notwendig oder Geldverschwendung?

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Da die gesetzlichen Krankenkassen  nur noch Festzuschüsse für die Regelversorgung leisten, suchen immer mehr Menschen die

verbleibenden Kosten mit Hilfe von Zahnzusatzversicherungen– sowohl im Bereich Zahnersatz als auch im Bereich Zahnerhalt- zu decken. Eine Zusatzversicherung lohnt sich vor allem für Menschen, die sich beim Zahnersatz nicht auf die günstigste Lösung beschränken wollen Weiterlesen

Cannabis von der Krankenkasse?

  CCannabis zur CannabisCannabis von der Krankenkasse?
Cannabis als medizinische Behandlungmethode? Die gesetzlichen Krankenkassen sind nach derzeitiger Rechtslage grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, die Kosten einer Behandlung mit medizinischen Cannabisprodukten zu übernehmen. Das gilt auch dann, wenn sie die einzig medizinisch und ethisch vertretbare Behandlungsmöglichkeit darstellt, so das Landessozialgericht Baden-Württemberg in einem kürzlich veröffentlichten Urteil (Az.: L 4 KR 3786/13). Weiterlesen

Warum ein Sehtest bei Kleinkindern wichtig ist

Kinder 2Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte e.V. bleibt häufig ein Kind auch im Erwachsenenalter fehlsichtig, wenn ein vorhandener Sehfehler erst ab dem siebten Lebensjahr erkannt und korrigiert wird. Zudem kann unter Umständen ein Schüler mit einer Sehschwäche trotz Lernbereitschaft und Lernfähigkeit nicht die Schulleistungen erbringen, zu denen er eigentlich fähig wäre. Daher empfehlen Experten, dass Eltern bei ihrem Kind schon im Kleinkindalter einen Sehtest durchführen lassen. Weiterlesen

Von der privaten Krankenversicherung profitieren

Medizin13Arbeitnehmer, die von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln wollen, um die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung zu nutzen, müssen ein Bruttoeinkommen haben, das dauerhaft über der Versicherungspflicht-Grenze liegt. Die Höhe dieser Grenze wurde zum 1. Januar 2015 angehoben. Es gibt allerdings auch noch andere Wege, um Anspruch auf die besseren Leistungen einer privaten Krankenversicherung zu haben. Weiterlesen