Informationen zu den Verbraucherrechten

(verpd) Der Verbraucherschutz ist enorm wichtig, denn ohne diesen hätte der Einzelne nur wenig Chancen, sich gegen die teils unseriösen Machenschaften so mancher Produkt- oder Dienstleistungs-Anbieter zu wehren. Daher informieren unter anderem einige Bundesministerien und sonstige Institutionen umfassend über die Verbraucherrechte.

Es gibt zahlreiche teils öffentlich gewordene Fälle in der Vergangenheit, die belegen, wie wichtig ein ausreichender Verbraucherschutz ist: vom Gammelfleischskandal über Abzockfallen im Internet, unlauteren Werbeversprechen oder bewusst manipulierten Produkten bis hin zu unzulässigen Klauseln in Miet-, Reise- oder sonstigen Verträgen. Doch nur ein Bürger, der weiß, was ihm zusteht und wie er sich gegen Unrecht wehren kann, profitiert von den teils europaweiten Verbraucherrechten.

Umfassende Informationen dazu bietet das Verbraucherportal „Wissen wappnet“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). Die Website enthält umfassende Hintergrund-Informationen, Hinweise auf die Rechtsgrundlagen, Praxisbeispiele sowie Tipps, Broschüren und weiterführende Links zu den Themen „Konsum im Alltag“, „Finanzen und Versicherungen“, „Urlaub und Reisen“, „Digitales und Telekommunikation“ und „Wohnen und Energie“.

Vom Widerrufsrecht …

Im Bereich „Konsum im Alltag“ wird zum Beispiel auf die Möglichkeit eines 14-tägigen Widerrufsrechts bei Warenbestellungen, die außerhalb eines Ladengeschäfts, also zum Beispiel online, per Telefon oder an der Haustür erfolgten, hingewiesen. Ausführlich werden unter anderem die Themen Garantie und GewährleistungOnlineshopping und die Besonderheiten beim Streamen und beim Download von digitalen Inhalten behandelt. Zudem gibt es Tipps, was man bei unerlaubten Werbeanrufen oder ungerechtfertigten Rechnungen tun kann.

Im Menüpunkt „Verbraucher-Informationen“ wird der Verbraucher zum einen darüber informiert, wie er im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens Streitigkeiten mit einem Unternehmen kostenlos außergerichtlich klären kann. Zum anderen werden weitere Verbraucherschutz-Portale genannt, darunter das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ), welches unter anderem umfassend die Verbraucherrechte innerhalb der Europäischen Union beim Einkaufen und auf Reisen beschreibt.

Die App des EVZ „Mit Erfolg reklamieren“ zeigt beispielsweise, worauf in den einzelnen EU-Ländern zu achten ist, wenn man sein Gewährleistungsrecht bei einer im Ausland gekauften Ware gelten machen möchte. Ein anderes Webportal einer offiziellen Institution, nämlich des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), gibt neben Sicherheitstipps zum Umgang mit dem Internet, auch Ratschläge, wie man sich gegen Internetkriminelle wehrt.

… bis zur Bedeutung der einzelnen Labels

Zum Thema Label, Siegel und Gütezeichen gibt es ebenfalls interessante Websites und Apps. Das Webportal des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungwww.siegelklarheit.de und die dazugehörige App informieren, wofür die verschiedenen Produktsiegel, die es beispielsweise für Lebensmittel, Textilien, Reinigungsmittel und Mobiltelefone gibt, stehen. Umfassende Auskünfte zu Labels enthält auch das vom BMVJ geförderte Webportal der Verbraucher Initiative e.V. www.label-online.de sowie die entsprechende App.

Wer sicherstellen möchte, dass er seine Rechte als Verbraucher ohne Kostenrisiko notfalls gerichtlich durchsetzen kann, dem hilft eine Privatrechtsschutz-Versicherung weiter.

So sind im Rahmen des Vertragsrechtsschutzes, der in der Regel in einer solchen Police enthalten ist, beispielsweise auch Streitigkeiten aus Verträgen eines Verbrauchers mitversichert. Dazu gehören zum Beispiel Kaufverträge für Gebrauchsgegenstände, aber auch Verträge über den Personentransport zum Beispiel mittels Bus, Bahn oder Flugzeug sowie die Buchung eines Pauschalurlaubes. Wichtig ist, sich bereits vor oder bei der ersten Beratung durch einen Rechtsanwalt eine entsprechende Leistungszusage des Rechtsschutz-Versicherers einzuholen.

Hilfe bei Heuschnupfen und anderen Allergien

(verpd) Die Zahl der Allergiker ist laut Experten in den westlichen Industriestaaten in den vergangenen Jahrzehnten um das Zwanzigfache angewachsen. Aktuell leidet rund ein Drittel aller Erwachsenen alleine hierzulande an irgendwelchen Allergien. Ein Internetportal, das unter anderem vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt wird, informiert und gibt hilfreiche Tipps, wie man Allergien vorbeugt, aber auch worauf Betroffene und Angehörige achten sollten, um eine Verschlimmerung zu verhindern.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkranken hierzulande mehr als ein Fünftel der Kinder und mehr als ein Drittel der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens an mindestens einer Allergie.

Dabei sind Jungen zunächst häufiger betroffen als Mädchen. Bei den Erwachsenen haben aber Frauen mit 35 Prozent häufiger mit Allergien zu kämpfen als Männer (24 Prozent). Bei den Erwachsenen sind Heuschnupfen (15 Prozent), Asthma (neun Prozent) und Kontaktekzeme (acht Prozent) besonders verbreitet. Bei den Kindern liegt Heuschnupfen (neun Prozent) anteilsmäßig vor Neurodermitis (sechs Prozent) und Asthma (vier Prozent).

Informatives Webportal zum Thema Allergien

Vom Prinzip her ist eine Allergie ein Leiden, das auf einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion des Körpers basiert – kurz gesagt: Es geht um eine Überreaktion des Immunsystems. Betroffene zeigen bei einer Allergie teils unterschiedliche und vielfältige Symptome. Das reicht von tränenden Augen, einer laufenden Nase und Hautausschlägen über Atemnot aufgrund angeschwollener Schleimhäute bis hin zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock.

Allergien sind daher oft mit hohen Einbußen an Lebensqualität für die Betroffenen verbunden. Das Internetportal www.allergieinformationsdienst.de liefert zu zahlreichen Allergien detaillierte Informationen und gibt Tipps, die den Betroffenen das Leben mit der Allergie erleichtern sollen.

Zudem findet man hier Hinweise, was man vorbeugend beachten sollte, damit es nicht zu einer Verschlimmerung einer bestehenden Allergie kommt. Das genannte Webportal wird vom Helmholtz Zentrums München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), einer Forschungseinrichtung des Bundes und des Freistaats Bayern mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheitbetrieben.

Tipps für Betroffene von Heuschnupfen

Dr. Volker Melichar vom Allergiezentrum Erlangen und Oberarzt im Universitätsklinikum Erlangen zur Herkunft des Begriffs Heuschnupfen: „Er stammt aus dem 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde erstmals beobachtet, dass Menschen beim Kontakt mit Gras oder Heu schnupfenartige Reaktionen zeigten. Eigentlich handelt es sich bei Heuschnupfen aber um eine Allergie gegen Pollenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide oder Kräutern.“

Für Betroffene gilt: Sie sollten herausfinden, gegen welche Pollenarten oder -familien sie allergisch sind, um dann den Kontrakt mit diesen zu reduzieren. Ein hilfreiches Hausmittel kann dabei Vaseline sein, die man rund um die Nasenlöcher aufträgt. Die Vaseline soll die Pollenpartikel auffangen, bevor sie in den Körper eindringen und damit auch, bevor es zu einer Reaktion kommt. Zudem gibt es für viele Pkw-Modelle auch Pollenfilter für das Auto, zum Teil sogar zum Nachrüsten.

Lüften sollte man auf dem Land übrigens am Abend. Dort ist morgens nämlich die Pollenkonzentration am höchsten, während es in der Stadt genau andersherum ist. Daher ist es in der Stadt eher sinnvoller morgens lüften. Grundsätzlich gilt aber: Beim kurzen Lüften kommen weniger Pollen in die Wohnung, als wenn das Fenster länger offen steht, so die Experten des genannten Portals. Je nach Schwere der Allergie kann auch eine medikamentöse Behandlung und/oder eine spezielle Immuntherapie notwendig sein.

Vorbeugen lohnt sich

Der Webauftritt des Helmholtz Zentrums München widmet sich aber nicht nur den unterschiedlichen Allergien, Krankheitsbildern und Therapien, sondern geht auch detailliert auf mögliche Präventionsmaßnahmen ein. Dabei beginnt die Primärprävention bereits vor der Geburt, denn bereits die Ernährung der Mutter und ob sie raucht hat einen Einfluss auf das Risiko, eine Allergie zu entwickeln. Nach der Geburt sollte die Umgebung des Kindes möglichst frei von Luftschadstoffen wie Zigarettenrauch sowie Verkehrsabgasen, aber auch von Schimmelsporen sein.

Hunde können dafür Allergien sogar vorbeugen, wie ebenfalls Studien zeigen. Demnach sind Kinder, die mit Hunden aufwachsen, deutlich besser gegen Allergien geschützt als andere. Offensichtlich wird durch das Zusammenleben mit dem Hund das Immunsystem gegen Allergien trainiert. Bei Katzen gilt das nicht. Experten empfehlen sogar bei Kindern, bei denen bereits Allergien in der Familie aufgetreten sind, auf eine Haltung von Katzen zu verzichten, da hier ein erhöhtes Ekzemrisiko besteht, wie dem Allergieportal zu entnehmen ist.

Abgerundet wird das genannte Webportal durch zahlreiche herunterladbare Checklisten, Faltblätter und Informationsflyer. Verlinkungen zum aktuellen Pollenflugindex des Deutschen Wetterdienstes, zu Selbsthilfegruppen, Verbänden und zu Schulungsangeboten runden das Infoportal ab.

Die Regionen mit dem höchsten Fahrraddiebstahlrisiko

(verpd) Letztes Jahr wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes mehr als 292.000 Fahrräder in Deutschland gestohlen, das sind über 800 Räder pro Tag. Die Aufklärungsrate bei diesen Diebstählen ist niedrig. Von je 100 Fällen wurden deutschlandweit nicht einmal zehn aufgeklärt. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede beim Diebstahlrisiko in Relation zur Einwohnerzahl und auch bei der Aufklärungsquote je nach Bundesland und sogar je nach Land- oder Stadtkreis.

Wie der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 (PKS 2018), die vor Kurzem vom Bundeskriminalamt veröffentlicht wurde, zu entnehmen ist, wurden letztes Jahr 292.015 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das sind fast 2,7 Prozent weniger als noch in 2017 und zugleich der niedrigste Stand seit 1987 – frühere Jahre sind in der PKS 2018 nicht aufgeführt. Die meisten Fahrraddiebstähle in diesem Zeitraum wurden 1994 mit fast 529.763 Fällen verzeichnet.

Insgesamt sind letztes Jahr in Relation zur Einwohnerzahl hierzulande 353 Fahrräder je 100.000 Einwohner gestohlen worden – 1992 war die Klaurate mit 672 Velos je 100.000 Einwohner im Vergleich zu den letzten 30 Jahren am höchsten. Die Aufklärungsrate war mit 9,3 Prozent in 2018 um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Von 100 Fahrraddiebstählen wurden somit nicht einmal zehn aufgeklärt. Allerdings sind weder das Diebstahlrisiko noch die Aufklärungsquoten deutschlandweit einheitlich.

Velo-Klaurate und Aufklärungsquote je Bundesland

Betrachtet man die Bundesländer, gab es die meisten gestohlenen Fahrräder in Relation zu den Einwohnern in Bremen mit 1.053 geklauten Velos je 100.000 Einwohner. Mit deutlichem Abstand folgten Berlin mit 837, Hamburg mit 749 und Sachsen-Anhalt mit 553 gestohlenen Fahrrädern pro 100.000 Einwohner. Über dem deutschlandweiten Durchschnitt lagen zudem Brandenburg mit 496, Sachsen mit 465, Schleswig-Holstein mit 424, Niedersachsen mit 403 und Nordrhein-Westfalen mit 397 widerrechtlich entwendeten Fahrrädern pro 100.000 Einwohner.

Eine geringere Klaurate als im Bundesdurchschnitt hatten dagegen Mecklenburg-Vorpommern mit 337, Bayern mit 214, Baden-Württemberg mit 211, Hessen mit 211, Thüringen mit 197, Rheinland-Pfalz mit 168 und das Saarland mit 107 gestohlenen Velos pro 100.000 Einwohner. Das Bundesland mit der niedrigsten Klaurate, nämlich das Saarland, hatte in 2018 die höchste Aufklärungsquote mit 16,1 Prozent. Weit bessere Aufklärungsquoten als im Bundesdurchschnitt hatten auch Thüringen (15,1 Prozent), Hessen (14,1 Prozent) und Niedersachsen (13,4 Prozent).

Auch Sachsen (11,7 Prozent), Bayern (11,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (11,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (10,9 Prozent) und Brandenburg (10,9 Prozent) lagen über der deutschlandweiten Aufklärungsquote. Weniger Fahrraddiebstähle als im Bundesdurchschnitt wurden dagegen in Schleswig-Holstein (9,0 Prozent), Baden-Württemberg (8,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (8,3 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (8,2 Prozent) aufgeklärt. Nicht einmal halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt waren die Aufklärungsquoten in Bremen (4,2 Prozent), in Berlin (4,0 Prozent) und in Hamburg (3,3 Prozent).

In diesen Regionen sind besonders viele Fahrraddiebe aktiv

Die PKS 2018 hat zudem die Diebstahlrate für jeden der insgesamt 294 Landkreisen/Kreisen sowie der 107 kreisfreien Städte ermittelt. Auffällig ist, dass unter den 50 Landkreisen/Kreisen und kreisfreien Städten mit den höchsten Klauraten 40 kreisfreie Städte und nur zehn Landkreise/Kreise sind. Dagegen sind es bei den 50 Landkreisen/Kreisen und kreisfreien Städten mit den niedrigsten Klauraten nur zwei kreisfreie Städte, dafür aber 48 Landkreise oder Kreise.

Die sieben höchsten Klauraten mit zum Teil weit über 1.000 Fahrraddiebstählen je 100.000 Einwohner wiesen in 2018 folgende kreisfreien Städte – Landkreise und Kreise waren nicht darunter – auf: Halle (Saale) (Klaurate: 1.534), Leipzig (Klaurate: 1.509), Münster (Klaurate: 1.398), Magdeburg (Klaurate: 1.333), Potsdam (Klaurate: 1.130), Bremen (Klaurate: 1.070), Osnabrück (Klaurate: 1.026). Die Pätze acht bis zehn belegten die kreisfreien Städte Bremerhaven mit 963, Emden mit 945 und der Kreis Borken mit 940 entwendeten Fahrrädern je 100.000 Einwohner.

Die elf Regionen mit den niedrigsten Diebstahlraten waren allesamt Landkreise. Konkret waren dies die Landkreise Altenkirchen (Westerwald), Westerwaldkreis und St. Wendel mit je 33, Hof mit 31, Birkenfeld mit 30, Südwestpfalz mit 27, Bayreuth mit 24, Vulkaneifel mit 21, Regen mit 19, Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 18 und Freyung-Grafenau mit 13 geklauten Velos je 100.000 Bürger.

Der passende finanzielle Schutz im Falle des Falles

Übrigens kann der finanzielle Schaden, der durch ein geklautes Fahrrad – das bei einem Diebstahl, bei dem ein Fahrradschloss oder eine Kellertüre aufgebrochen wird, um das Velo zu klauen – entsteht, mit einer passenden Versicherungspolice abgesichert werden. Möglich ist dies entweder über die Hausratversicherung oder über spezielle Fahrradversicherungs-Policen.

In manchen Hausrat-Policen besteht jedoch je nach Vereinbarung nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kein Versicherungsschutz für das Bike, wenn es in dieser Zeit nicht genutzt wird. Zudem kann es eine Einschränkung des Versicherungsschutzes auf die im Versicherungsschein genannten Orte wie Wohnung, Garage und Keller geben.

Umfassender ist häufig der Versicherungsschutz bei speziellen Fahrradversicherungen. Je nach Vertragsvereinbarung kann hier ein entsprechender Fahrraddiebstahl überall und um die Uhr versichert sein. In solchen Policen ist es zum Teil auch möglich, Schäden am Fahrrad, die durch Vandalismus oder auch durch selbst verursachte Unfälle oder Stürze entstanden sind, abzusichern.

Die Grenzen des gesetzlichen Unfallschutzes im Homeoffice

 (verpd) Als normaler Arbeitnehmer ist man bei Wege- und Arbeitsunfällen über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Dies gilt im Prinzip auch, wenn man von zu Hause aus seinem Beruf nachgeht. Allerdings ist die Abgrenzung oftmals schwierig, inwieweit ein Unfall im Homeoffice als Arbeitsunfall und nicht als Freizeitunfall gewertet wird. Bei Freizeitunfällen besteht jedoch im Gegensatz zu den Arbeitsunfällen kein gesetzlicher Unfallschutz.

Wer von zu Hause aus arbeitet, steht bei Tätigkeiten für den Beruf wie auch ein Arbeitnehmer bei einem normalen Arbeitsplatz in der Firma des Arbeitgebers unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Denn bei einem Arbeitsunfall spielt es für den gesetzlichen Unfallschutz keine Rolle, an welchem Ort sich hierzulande der Arbeitsplatz befindet. Damit ein Unfall rechtlich als Arbeitsunfall zählt, muss er sich jedoch im Zusammenhang mit einer beruflichen und damit versicherten Tätigkeit ereignet haben.

„Der Versicherungsschutz schließt alle im inneren Zusammenhang mit der Arbeitsaufgabe stehenden Tätigkeiten ein“, wie diesbezüglich in der Broschüre „Telearbeit“ der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft(VBG), einem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, zu lesen ist. Zu diesen versicherten Tätigkeiten gehören alle Aufgaben, die im Arbeitsvertrag geregelt sind, aber auch alle Handlungen, die notwendig sind, um diese beruflichen Pflichten erledigen zu können. Allerdings ist die Abgrenzung, was zur beruflichen oder bereits zur privaten Tätigkeit zählt, nicht einfach.

Arbeitsunfälle …

Ein Unfall im Homeoffice, der sich ereignet, während der Arbeitnehmer im Keller Druckerpapier holt oder Arbeitsgeräte wie Drucker und PC im heimischen Arbeitszimmer aufstellt oder instand setzt, ist auch laut Rechtsprechung als Arbeitsunfall zu werten. Dies gilt jedoch nicht für private Tätigkeiten, zum Beispiel, wenn der Beschäftigte das Arbeitszimmer verlässt, um sich ein Getränk aus der Küche zu holen, und dabei in den Privaträumen wie Flur oder Küche verunfallt.

Besonders gravierend ist der Unterschied zwischen dem gesetzlichen Unfallschutz im Rahmen von Homeoffice oder einem normalen Arbeitsplatz innerhalb der Firma des Arbeitgebers bei einem Unfall, der sich auf dem Weg zur Toilette oder zum Mittagessen ereignet. So sind laut diversen Gerichtsurteilen Unfälle auf dem Weg zur Toilette oder zur Küche im Homeoffice nicht gesetzlich unfallversichert.

Anders bei einem Arbeitnehmer im Betrieb, hier steht der Weg innerhalb des Firmenanwesens des Arbeitgebers vom Arbeitsplatz zur Kantine oder zur Toilette unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Übrigens zählt ein Unfall auf der Toilette oder beim Essen, also in den Toilettenräumen oder in der Küche oder Kantine, weder beim Beschäftigten im Homeoffice noch bei einem normalen Arbeitnehmer im Betrieb als Arbeitsunfall.

… und Wegeunfälle beim Homeoffice

Ein Arbeitnehmer, der von seinem Wohnort zu seiner Arbeitsstelle oder von dort aus wieder nach Hause fährt, ist auf diesen Wegen im Rahmen eines sogenannten Wegeunfalles gesetzlich unfallversichert.

Auch ein Arbeitnehmer im Homeoffice, der von Zuhause aus zu seinem Arbeitgeber fährt, um zum Beispiel an einer wöchentlichen Konferenz teilzunehmen, steht auf der Hin- und Rückfahrt unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings gilt in beiden Fällen der gesetzliche Unfallschutz erst, nachdem der Beschäftigte die äußere Haustüre seines Zuhauses verlassen hat.

Stürzt beispielsweise ein Beschäftigter, der im Homeoffice tätig ist, zwischen seinem Arbeitszimmer und der Haustüre, also in den Privaträumen auf dem Weg zur Haustüre, ist er nicht gesetzlich unfallversichert. Grundsätzlich gilt zudem, wer seinen Arbeitsweg wegen einer privaten Verrichtung – beispielsweise, um Nahrungsmittel für den Privatgebrauch einzukaufen – unterbricht oder dafür einen Umweg in Kauf nimmt, ist dabei nicht gesetzlich unfallversichert.

Lückenhafter gesetzlicher Unfallschutz

Die Absicherung durch die gesetzliche Unfallversicherung ist lückenhaft. Es gibt diverse Gerichtsurteile, die belegen, dass zahlreiche Tätigkeiten, die man als Arbeitnehmer im Laufe eines Arbeitstages ausübt – egal, ob am Arbeitsplatz, im Firmengebäude des Arbeitgebers oder zu Hause im Homeoffice – nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen.

Doch selbst wenn ein Arbeitnehmer einen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung hat, reichen diese häufig nicht, um unfallbedingte Zusatzkosten und/oder Einkommenslücken ausreichend abzudecken.

Die private Versicherungswirtschaft bietet daher diverse und individuell bedarfsgerechte Lösungen an, um nach einem Unfall trotz eines unzureichenden oder auch fehlenden gesetzlichen Unfallschutzes finanziell ausreichend abgesichert zu sein. So lassen sich zum Beispiel mit einer privaten Unfall-, Erwerbs-, Berufsunfähigkeits- und/oder Krankentagegeld-Versicherung unfallbedingte Einkommensausfälle und Zusatzkosten abdecken.

Notwendiger Fitness-Check für das Fahrrad

(verpd) Viele Fahrräder standen in den letzten Wochen und Monaten ungenutzt in Kellerräumen, Garagen oder Schuppen. Doch wenn ein Rad über längere Zeit nicht genutzt wird, können Rost, korrodierte Kabelverbindungen und Bowdenzüge sowie entwichene Luft in den Reifen zu erheblichen Problemen und zu Sicherheitsmängeln führen.

Sowohl die Spezialisten der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) als auch die des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) raten, zum Frühjahr und/oder bevor eine größere Radtour unternommen wird, dieses in einer Fahrradfachwerkstatt gründlich überprüfen zu lassen.

Alternativ hierzu kann man, ein wenig handwerkliches Geschick, Zeit und Werkzeug vorausgesetzt, das Fahrrad aber auch selber durchchecken. Wie das geht und worauf man dabei zu achten hat, dazu liefert der ADFC beispielsweise in seinem Webportal ausführliche Informationen, unter anderem auch in Form eines herunterladbaren Flyers. Was zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört, stellt die DVW in einem übersichtlichen Schaubild zusammen.

Das verkehrssichere Fahrrad

Ein Fahrrad ist laut Straßenverkehrs-Zulassungsordnung nur dann verkehrssicher, wenn es folgende Ausstattung hat: Vorne müssen ein weißer Scheinwerfer und eine weißer Rückstrahler – dieser kann auch im Scheinwerfer integriert sein –, hinten ein rotes Rücklicht und ein roter Rückstrahler (auch in Kombination) vorhanden sein. Alle Leuchten dürfen dynamo-, akku- oder batteriebetrieben sein.

Außerdem muss das Rad an den Pedalen über jeweils zwei Pedalreflektoren, über zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen sowie über eine Klingel verfügen. Vorgeschrieben sind ferner entweder zwei gelbe Rückstrahler pro Rad – sogenannte Katzenaugen – oder alternativ reflektierende Streifen an den Reifen oder Speichen.

Fehlen oder funktionieren Bremsen, die Beleuchtung oder die Klingel beispielsweise nicht, droht ein Bußgeld zwischen 15 und 20 Euro. Entspricht das Rad nicht den Vorschriften und wird dadurch die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt, drohen laut den Experten des ADFC sogar 80 Euro Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Deshalb und natürlich auch für die eigene Sicherheit sollte nach dem Winter alles kontrolliert und instand gesetzt werden, was zu einem verkehrssicheren Rad gehört.

Erst putzen, dann kontrollieren

Für einen Komplettcheck benötigt man neben etwas Zeit, folgende Ausstattung und Werkzeuge: Wassereimer, Putzmittel, Kettenöl, Bürste und idealerweise ein Multifunktionswerkzeug für Fahrräder. Durchführen sollte man den Check an einem Wochentag, denn an Sonn- und Feiertagen kann man, wenn etwas defekt ist und ersetzt werden muss, dieses kaum bekommen.

In einem ersten Schritt empfehlen die Fahrradexperten des ADFC, das Rad gründlich zu putzen und eine Sichtprüfung vorzunehmen. Hierfür kann man das Rad auch durchaus „auf den Kopf“, also auf Lenker und Sattel stellen. Bei dieser Sichtprüfung sollten unter anderem der Rahmen, die Reifen und Speichen sowie der Lenker nach Defekten kontrolliert werden.

Bei den Reifen lohnt es sich, genau hinzusehen: Sie dürfen nicht beschädigt oder spröde sein und müssen zur eigenen Sicherheit über einen ausreichenden Reifendruck verfügen. Zum Reifendruck: Zumeist ist der minimale und maximale Reifendruck direkt auf der Flanke des Reifens abzulesen – in der Regel sind das zwischen 3,5 und 4,5 bar. Grundsätzlich gilt aber: je schmaler der Reifen, je größer das Gewicht des Fahrers und die zu transportierende Last, desto höher sollte in der Folge der Reifenluftdruck sein. Der optimale Reifendruck hängt auch von der Beschaffenheit der Fahrstrecke ab.

Kostenlose Checkliste

Lichter, Klingel, Bremsen und auch die Schaltung müssen nicht nur vorhanden, sondern auch funktionsfähig sein. Kontrollieren sollte man hierfür unter anderem die Bremsbowdenzüge, die Bremsbeläge und die Schaltzüge. Sollte die Gangschaltung nicht optimal funktionieren, kann man diese nachjustieren. Diverse Anleitungsvideos dazu finden sich bei Youtube (www.youtube.com) mithilfe des Suchbegriffs „Fahrradkettenschaltung einstellen“ unter anderem von Fahrradherstellern, Fahrradfachgeschäften und speziellen Fahrrad-Fachzeitschriften.

Dem sogenannten Lenkkopflager sollte man ebenfalls Beachtung schenken. Es ist das Lager, das die Gabel drehbar mit dem Rahmen verbindet. Dieses Lager darf kein Spiel aufweisen, wenn man den Lenker von einer Seite bis zur anderen bewegt. Gegebenenfalls muss dieses nachgestellt werden.

Zu guter Letzt zur Fahrradkette. Diese gilt es, nach dem Winter von Rost und Schmutz zu reinigen und mit Kettenöl zu schmieren. Eine durchhängende Fahrradkette muss außerdem neu gespannt werden. Übrigens: Wer sichergehen möchte, dass er bei der Überprüfung seines Fahrrades nichts vergisst, kann die detaillierte Checkliste im kostenlosen Ratgeber „Das sichere Fahrrad“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) nutzen.

Arzneimittelgabe: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

(verpd) Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreibt ein Webportal, in dem es um die Gesundheit bei Kindern geht. Darin erklären die Experten nicht nur, was im Krankheitsfall zu tun ist, wie man die Anzeichen einer Krankheit erkennt und welche Erkrankungen typisch sind, sondern sie informieren auch über das Thema Medikamente für Kinder. Grundsätzlich gilt: Man sollte, bevor man Kindern Medikamente verabreicht, stets einen Arzt hinzuziehen, denn selbst rezeptfreie oder naturheilkundliche Mittel können bei Kindern ganz anders wirken als bei Erwachsenen und zum Teil sogar gefährlich sein.

Nicht jedes Medikament, das für Erwachsene gedacht ist, ist auch für Kinder geeignet. In vielen Haushalten finden sich zum Beispiel Schmerzmittel, die den Wirkstoff Acetylsalicyl-Säure (ASS) enthalten. Das bekannteste ist Aspirin. Der für Erwachsene unbedenkliche Wirkstoff kann bei Kindern unter zwölf Jahren mit viralen Infekten zum Reye-Syndrom führen, einer lebensgefährlichen Hirn- und Lebererkrankung. Problematisch ist auch beispielsweise der Wirkstoff Codein, der in vielen Hustenstillern zum Einsatz kommt. Dieser kann bei kleinen Kindern unter zwei Jahren zum Atemstillstand führen.

Selbst ätherische Öle und Salben, beispielsweise mit MentholEukalyptus oder Kampfer, können bei Kleinkindern zu Atemproblemen und Erstickungsanfällen führen. Drei Beispiele, die zeigen, warum jede Medikamenteneinnahme stets mit dem Kinderarzt abgesprochen werden muss. Darauf verweisen auch die Experten des Webportals www.kindergesundheit-info.de, betrieben von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sollte kein Arzt hinzugezogen werden können, zum Beispiel, weil eine Krankheit nachts oder am Wochenende auftritt, sollten nur solche Medikamente verabreicht werden, die das Kind in der Vergangenheit schon eingenommen und vertragen hat.

Auf die korrekte Dosierung achten

Es kommt aber nicht nur darauf an, welche Medikamente Kindern verabreicht werden (und vor allem welche nicht). Auch die Dosierung, die korrekte Aufbereitung und Aufbewahrung – manche müssen beispielsweise kühl, also im Kühlschrank aufbewahrt werden – sowie die Art der Darreichung müssen ebenfalls gemäß den ärztlichen Einnahmevorschriften erfolgen. Schließlich kann eine Über- oder auch Unterdosierung zu Gesundheitsschäden oder sonstigen Nebenwirkungen führen.

Ein typischer Fehler bei der Dosierung ist beispielsweise, dass statt der mitgelieferten Dosierhilfe bei einem Saft einfach nur ein haushaltsüblicher Löffel verwendet wird – doch Löffel sind eben unterschiedlich groß und dementsprechend stimmt die gegebene Dosis dann häufig nicht.

Gerne werden Medikamente wie Tropfen, Tabletten oder Säfte auch aufgelöst. Dies sollte dann aber nur mit kaltem oder lauwarmem Wasser erfolgen. Ist das Wasser zu heiß oder wird etwas anderes als Wasser verwendet, kann sich die Wirkung verändern.

Weiterführende Informationen für Eltern

Vom Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) wurde der gemeinnützige Verein Initiative Arzneimittel für Kinder e.V. (IKAM) ins Leben gerufen. IKAM hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Versorgung mit sicheren Kinderarzneimitteln zu verbessern, ein Bewusstsein für die Problematik Kinderarzneimittel zu schaffen sowie die Vernetzung der zahlreichen Akteure zu ermöglichen. Für Eltern besonders interessant ist im IKAM-Webauftritt der ausführliche Frage-und-Antwort-Teil, der mit zahlreichen hilfreichen Informationen aufwartet.

PharmNet.Bund ist ein Portal für Arzneimittel-Informationen des Bundes und der Länder, das unter anderem vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt wird. Hier werden Arzneimittel-Daten der Bundesoberbehörden zentral der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Portal integriert unter anderem eine Datenbank mit weiterführenden Informationen sowie Fach- und Gebrauchsinformationen zu Arzneimitteln.

Unter anderem werden hier beispielsweise die arzneilich wirksamen Bestandteile eines Medikamentes aufgelistet. Die Datenbank steht jedem zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Weitere Tipps, worauf Eltern achten sollten, wenn ihr Kind krank ist oder auch aus sonstigen Gründen Medikamente benötigt, enthält das BZgA-Webportal www.kindergesundheit-info.de.

Angewohnheiten und Risiken, die das Leben verkürzen

Angewohnheiten

Wer gesund leben will, sollte nicht rauchern, nicht regelmäßig Alkohol trinken und auf sein Gewicht achten. Anderenfalls kann sich die Lebenserwartung je nach Verhaltensweise und ob Mann oder Frau um drei bis sieben Jahre verkürzen. Dies belegt eine aktuelle Studie, die im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erstellt wurde.

Eigentlich dürfte es längst bekannt sein, dass Rauchen, Alkohol und Übergewicht die Gesundheit gefährden. Eine Studie des Erasmus-Universitätsklinikums in Rotterdam hat im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) untersucht, wie sehr sich ungesunde Verhaltensweisen tatsächlich auf die Lebenserwartung von Männer und Frauen auswirken. Die Studie basiert auf Werten von Metastudien und der allgemeinen Sterblichkeitsrate in Deutschland.

Um auch den Einfluss der Verhaltensweisen auf die allgemeine Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung, die der GDV mit 78,1 Jahren bei den Männern und 83,0 Jahren bei den Frauen angibt, herauszufinden, wurde die Verbreitung der jeweiligen Risiken wie Rauchen und Übergewicht ermittelt. Herangezogen wurden dazu die Daten der European Social Survey (ESS), eine wissenschaftliche Studie, für die seit 2001 alle zwei Jahre in über 30 europäischen Ländern unter anderem Daten zu den Verhaltensmustern der Bevölkerung erhoben werden.

Die drei größten Risikofaktoren zur Lebensverkürzung: Rauchen, …

Vergleicht man die Lebenserwartung der Personen, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen, mit der von Menschen, die diese Verhaltensweisen nicht haben, lässt sich klar erkennen, wie hoch das individuelle Risiko des Einzelnen ist.

Bei der Analyse, wie die einzelnen Verhaltensweisen die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung beeinflussen, zeigt sich laut GDV, dass die Risikofaktoren weniger ins Gewicht fallen. Der Grund: Hier werden alle Personen, also auch diejenigen, die solche Gesundheitsrisiken wie Rauchen oder Übergewicht nicht aufweisen, mitberücksichtigt. Von allen in der Studie untersuchten Verhaltensweisen haben aktive Raucher im Vergleich zu denen, die noch nie geraucht haben, die höchste Minderung ihrer Lebenserwartung.

Männer, die rauchen und nicht damit aufhören, reduzieren ihre Lebenserwartung im Vergleich zu den Nichtrauchern laut Studie um knapp 6,9 Jahren; bei Frauen, die rauchen, sind es 5,9 Jahre. Und auch die durchschnittliche Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung wird aktuell durch aktive und auch ehemalige Raucher um rund 2,7 Jahre bei den Männern und 1,5 Jahre bei den Frauen vermindert.

…. Übergewicht, …

An zweiter Stelle, des Risikorankings mit Faktoren, die das Leben verkürzen, liegt starkes Übergewicht. Männer, deren Body-Mass-Index (BMI) über 30 liegt, haben laut Studie eine um 5,0 Jahre kürzere Lebenserwartung als Normalgewichtige mit einem BMI zwischen 18 und 25. Frauen mit einem BMI jenseits der 30 müssen gegenüber denen mit einem normalen Gewicht mit 4,3 Jahren weniger Lebenszeit rechnen.

Liegt der BMI zwischen 25 und unter 30, ist die Lebenserwartung bei Männern um 1,0 Jahre und die der Frauen um 0,9 Jahre geringer.

Die Lebenserwartung der Bevölkerung insgesamt wird durch Personen mit einem BMI ab 25 bei den Männern aktuell um 1,7 Jahre und bei Frauen um 1,4 Jahre verkürzt.

… und übermäßiger Alkoholkonsum

Auf Platz drei der Verhaltensweisen, die das Leben am meisten verkürzen, liegt der tägliche Konsum von mehr als 45 Gramm Alkohol, das entspricht etwa zwei Viertel Liter Wein oder 1,2 Liter Bier.

Männer mit einem solchen Trinkverhalten büßen rund drei Jahre und Frauen etwa 2,6 Jahre ihrer Lebenszeit gegenüber denjenigen, die weniger als 25 Gramm Alkohol am Tag konsumieren, ein.

Laut Studienleiterin Wilma J. Nusselder sei die Qualität der Zahlen jedoch etwas unsicher, das gelte vor allem für die Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums. Sie erklärt: „Umfragen unterschätzen eher das Ausmaß des Alkoholkonsums in der Bevölkerung. Dies wirkt sich auch auf die Folgen für die durchschnittliche Lebenserwartung aus.“

Weitere ungünstige Verhaltensweisen

Eine weitere lebensverkürzende Verhaltensweise ist der Bewegungsmangel. Wer sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche bewegt, lebt als Frau rund 2,1 und als Mann circa 2,5 Lebensjahre kürzer als andere, die dieses wöchentliche Bewegungspensum erfüllen.

Die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung wird neben den Rauchern und den Übergewichtigen von den Bewegungsmuffeln mit am meisten verringert, nämlich um 1,1 Jahre bei den Männern und 0,8 Jahre bei den Frauen. Und es gibt noch diverse andere Verhaltensweisen, die insbesondere die Lebenserwartung des Einzelnen verkürzen können.

Wer zum Beispiel täglich zwei Stunden oder länger vor dem Fernseher sitzt, verliert als Mann rund zwei Jahre und als Frauen um die 1,8 Jahre an Lebenszeit. Ähnliche Werte gelten laut Studie auch, wer weniger als einmal am Tag Obst und Gemüse zu sich nimmt. Auch Einsamkeit mit weniger als einen wöchentlichen Kontakt zu anderen Personen kann für Männer die Lebenserwartung um knapp ein Jahr und bei Frauen um 0,8 Jahre im Vergleich zu anderen mit häufigeren Sozialkontakten verkürzen. (verpd)

Die passende Reiseapotheke

An jedem Urlaubsort hilft eine zweckmäßig ausgestattete Reiseapotheke, gesundheitliche Unpässlichkeiten schnell zu beheben. Chronisch Kranke müssen zudem darauf achten, dass sie genügend notwendige Medikamente dabeihaben. Doch nicht jedes Arzneimittel kann ohne Weiteres im Urlaubsgepäck mitgeführt werden. Worauf es bei einer sinnvoll ausgestatteten Reiseapotheke ankommt. Weiterlesen

Mehr tödliche Arbeitsunfälle

Arbeitsunfälle

Nach den vorläufigen Unfallzahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) wurden 2017 mit fast 874.000 Arbeitsunfällen um 0,4 Prozent weniger gemeldet als im Jahr zu vor. Deutlich gestiegen ist jedoch die Anzahl der bei einem Arbeitsunfall tödlich Verunglückten, und zwar um über sieben Prozent auf insgesamt 454 Unfallopfer. Bei den Wegeunfällen, also den Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeit, gab es dagegen mehr gemeldete Unfälle, aber weniger tödlich Verunfallte. Weiterlesen

Rundumschutz für die Photovoltaikanlage

Photovoltaik

Solarenergie ist umweltfreundlich und die Sonne als Energiequelle steht kostenlos zur Verfügung. Letzteres sorgt dafür, dass sich die Kosten für eine Photovoltaikanlage in der Regel in wenigen Jahren amortisieren – allerdings nur, wenn die Anlage schadenfrei läuft. Kommt es jedoch zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage, ist die anfängliche Kosten-Nutzen-Kalkulation ohne einen passenden Versicherungsschutz meist hinfällig. Denn zum einen verringert sich der Stromertrag oder entfällt ganz und zum anderen kann die Reparatur oder Wiederbeschaffung sogar den Anschaffungspreis übersteigen. Weiterlesen