Unfall im Ausland: Geschädigte „zwischen den Stühlen“

 Die Schadenabwicklung bei Auslandsunfällen ist international geregelt. In der Praxis kann es jedoch sein, dass Unfallopfer leer ausgehen. Was Experten Autofahrern, die auch im Ausland unterwegs sind, raten, um dies zu verhindern.

Normalerweise können sich Unfallopfer, die im Ausland bei einem Verkehrsunfall geschädigt werden, in Deutschland an einen wenden, dessen Kontaktdaten sie über den Zentralruf der GDV Dienstleistungs-GmbH erfahren. Jeder ausländische Kfz-Versicherer muss nämlich dafür sorgen, dass Schäden im Ausland in der Heimat, also beispielsweise in Deutschland reguliert werden. So sieht es das europäische Recht vor.

Grundlage der Schadenabwicklung, auch wenn sie in Deutschland erfolgen kann, ist allerdings in der Regel das Verkehrs- und Schadenersatzrecht des Landes, in dem sich der Unfall ereignet hat. Durch den Schadenregulierungs-Beauftragten kann die Schadenregulierung jedoch in der deutschen Sprache erledigt werden. Gibt es trotzdem Probleme, kann die Verkehrsopferhilfe e.V. eingeschaltet werden. Sie ist die Entschädigungsstelle für Auslandsunfälle und leistet selbst, wenn der zuständige Regulierer nicht innerhalb von drei Monaten antwortet.

Schadenregulierung im Ausland oft schleppend

Doch diese Hilfe kann von ausländischen Versicherern umgangen werden. Darauf haben Teilnehmer des diesjährigen Verkehrsgerichtstags, einer jährlich stattfindenden Konferenz zum Thema Straßenverkehrsrecht, aufmerksam gemacht. „Nach unseren Erfahrungen werden die Geschädigten teilweise hingehalten“, sagte Dr. Markus Schäpe, der die Juristische Zentrale des Automobilclubs ADAC e.V. leitet. Dann hat zwar der nationale Regulierungsbeauftragte Leistungen zugesagt, doch der ausländische Kfz-Versicherer noch kein Geld gezahlt.

Der Geschädigte hängt regelrecht im laufenden Verfahren „zwischen den Stühlen“: Weder der deutsche Regulierungsbeauftragte noch die Verkehrsopferhilfe leisten. Und das kann für das Unfallopfer gefährlich werden, denn, wie ein Sprecher eines deutschen Versicherers berichtet, verjähren die Ansprüche aus Kfz-Unfällen zum Beispiel in Spanien bereits nach einem Jahr.

Daher forderten die Experten beim letzten Verkehrsgerichtstag, die Kompetenzen des Regulierungs-Beauftragten zu erweitern, damit unter anderem die Schadenabwicklung eines Verkehrsunfalls im Ausland, bei dem ein Unfallbeteiligter ein Deutscher ist, fair und schneller funktioniert. Künftig soll daher der Regulierungsbeauftragte auch dann den zustehenden Schadenersatz an den Geschädigten zahlen können, wenn der ausländische Versicherer die Leistung verzögert.

Längere Verjährung

Für solche Zahlungen soll die nationale Entschädigungsstelle, in Deutschland also die Verkehrsopferhilfe, eine Garantie geben. Gleichzeitig fordern die Experten, dass die Verjährung von Ansprüchen nach Verkehrsunfällen europaweit auf drei oder vier Jahre festgeschrieben wird. In Deutschland gilt derzeit eine Verjährung von drei Jahren.

Auch die Beweisaufnahme bei Gerichtsverfahren in Deutschland soll erleichtert werden. Denn wer mit der Leistung des ausländischen Versicherers nicht zufrieden ist, muss klagen. Zwar kann er das vor einem heimischen Gericht tun, doch in der Regel kennen die nationalen Gerichte das fremde Recht, nachdem sie den Unfall regulieren sollen, nur unzureichend. Derzeit sind sie daher meist auf die Unterstützung von Sachverständigen angewiesen, welche jedoch nicht in jedem Land zu jedem Schadenersatzthema problemlos zu finden sind.

Zudem seien die Gutachten häufig recht allgemein gehalten und daher oft kaum hilfreich, so Experten der heimischen Versicherer. Daher fordern die Verkehrsexperten, dass die EU-Kommission „Hilfsmittel“ bereitstellt, damit die heimischen Richter wissen, welche genauen Schadenersatzregeln im Ausland gelten. Ob und bis wann eine Umsetzung der Forderungen erfolgt, wie sie auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar von den Experten verlangt wurden, ist derzeit nicht vorauszusehen.

Problem der Anwaltskosten bleibt

Ein weiteres Problem ist, dass bei einem Auslandsunfall für die Regulierung das Recht des Unfallortes gilt. Zur Klärung der Ansprüche brauchen die Geschädigten in aller Regel Rechtsberatung. Teilweise ist sogar das Einschalten eines Korrespondenzanwaltes im Ausland notwendig.

Auf diesen Kosten bleiben aber derzeit deutsche Autofahrer in vielen Ländern sitzen. In manchen Ländern sind die Anwaltskosten jedoch um ein x-Faches höher als in Deutschland.

Experten empfehlen daher Autofahrern den Abschluss einer Verkehrsrechtsschutz-Versicherung, um auch vor diesem Kostenrisiko geschützt zu sein.

Spezieller Auslandsschutz für deutsche Autofahrer

Empfehlenswert ist aber auch eine Auslandsschutz-Versicherung – dies ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz zur eigenen Kfz-Haftpflicht-Versicherung, der meist in der eigenen Kfz-Versicherung gegen einen kleinen Aufpreis miteingeschlossen werden kann. Mit einem bestehenden Auslandsschutz wird der Autofahrer, wenn er mit seinem Auto unschuldig im Ausland in einen Unfall verwickelt ist, so gestellt, als hätte sich der Unfall in Deutschland ereignet.

Der eigene Kfz-Versicherer übernimmt dabei nicht nur die komplette Schadenabwicklung, sondern er kommt auch für den fremdverursachten Schaden so auf als, sei der Unfallverursacher in Deutschland versichert. Dies ist unter anderem von Vorteil, weil in einigen Ländern die Leistungs-Verpflichtungen der dort ansässigen Kfz-Versicherer deutlich geringer sind als in Deutschland. So sind zum Beispiel die Mindestdeckungssummen der Kfz-Haftpflichtversicherung in einigen Ländern niedriger als in Deutschland.

Auch einen Anspruch des unschuldigen Unfallgegners auf eine Entschädigung wegen einer bei einem Unfall erlittenen Wertminderung des Autos gibt es in manchen Ländern nicht. Die Folge: Nach dem Recht so mancher Länder würde ohne einen Auslandsschutz ein Unfallopfer aus Deutschland je nach Schadenart eine weitaus geringere Entschädigung erhalten als hierzulande. Der eigene Schadenfreiheitsrabatt wird durch eine Schadenregulierung des eigenen Kfz-Versicherers im Rahmen eines bestehenden Auslandsschutzes übrigens nicht schlechtergestellt.
(verpd) 

Fröhliche Weihnachten

Ich danke all unseren Lesern, dass sie uns auch in diesem Jahr wieder die Treue gehalten haben und hoffe Sie auch im nächsten Jahr wieder umfassend informieren zu dürfen.

Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine friedliche Zeit.

Bleiben Sie gesund.

Verbindliche Regeln für Skifahrer

Abstract skier catching some major air flying through outer space.

Skifahren ist wie Autofahren, wer rücksichtslos und unvernünftig fährt, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Daher hat der Internationale Ski-Verband FIS klare Regeln aufgestellt, die jeder, der mit Skiern oder einem Snowboard unterwegs ist, einzuhalten hat. Anderenfalls kann das auch haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Alle, die sich bereits auf das Skifahren freuen, sollten, bevor sie auf die Piste gehen, einige Vorbereitungen treffen. Denn wer fit und gut ausgerüstet ist, hat ein erheblich niedrigeres Verletzungsrisiko als jemand, der übermüdet, untrainiert und mit schlecht gewarteten Skiern einen Hang herunterfahren will.

Doch auch auf der Skipiste selbst gibt es einiges zu beachten, um das Unfallrisiko für sich, aber auch für die anderen zu minimieren.

Fit und gut ausgerüstet auf die Skipiste

Wer sich beispielsweise mit Sport und spezieller Skigymnastik bereits Wochen vor der Wintersaison vorbereitet, verbessert damit seine Kraft, Kondition, Reaktion, Dehnfähigkeit, Körperbeherrschung und sein Gleichgewicht. Das sorgt unter anderem dafür, dass die Muskeln und Gelenke auf die ungewohnten Belastungen, die beim Skifahren entstehen, vorbereitet sind, und beugt so Bänderdehnungen und Muskelzerrungen vor.

Der Deutsche Skiverband e.V. (DSV) bietet hierzu eine kostenlos im Apple– oder Google-Play-Store herunterladbare „Last Minute SkiGym“-App an, die passende Last-Minute-Übungen speziell für Hobbyskifahrer zeigt, die in zwei bis vier Wochen zum Skifahren gehen wollen. Zudem sollte man nur nüchtern auf die Skipiste gehen, da anderenfalls das eigene Urteils- und Reaktionsvermögen gemindert sind und damit das Unfallrisiko steigt.

Des Weiteren sollten die Skibindung funktionieren sowie auf den Nutzer eingestellt und die Skier gut gewachst sein. Wer einen Skihelm verwendet, reduziert das Kopfverletzungsrisiko bei Stürzen. Auch spezielle Protektoren für Skifahrer minimieren das Verletzungsrisiko.

Diese Regeln gelten für alle auf der Skipiste

Auch auf der Skipiste gilt es einiges zu beachten, um eine Gefährdung für sich und für andere zu minimieren. Der Internationale Ski-Verband FIS hat hierzu folgende zehn Verhaltensregeln für Ski- und Snowboardfahrer aufgestellt, die jeder Wintersportler kennen sollte:

  • Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  • Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  • Wahl der Fahrspur: Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
  • Überholen: Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
  • Einfahren, anfahren und hangaufwärts fahren: Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wiederanfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  • Anhalten: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
  • Aufstieg und Abstieg: Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  • Beachten der Zeichen: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
  • Hilfeleistung: Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  • Ausweispflicht: Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Zwar handelt es sich bei den FIS-Regeln nicht um Gesetze, das heißt, deren Nichtbeachtung kann nicht mit einem Bußgeld bestraft werden, dennoch sind sie rechtlich bindend, wie diverse Gerichtsurteile belegen. Hält sich ein Wintersportler auf der Skipiste nicht an die FIS-Regeln, verstößt er damit gegen die üblichen Sorgfaltspflichten. Kommt es deswegen zu einem Unfall, muss er für den dabei angerichteten Schaden haften und einen entsprechenden Schadenersatz und eventuell ein gefordertes Schmerzensgeld zahlen.

Kostenschutz für Unglücksraben

Hat man einen Unfall verursacht, kann dies teuer werden. Als Unfallverursacher muss man unter anderem für die beschädigte Skiausrüstung, die unfallbedingten Behandlungskosten und Verdienstausfälle, aber auch für mögliche Schmerzensgeld-Forderungen des Geschädigten aufkommen.

Eine wichtige Absicherung nicht nur, aber eben auch für Wintersportler bietet diesbezüglich eine private Haftpflichtversicherung.

Eine solche Police kommt nämlich dafür auf, wenn ein Versicherter als Fußgänger, Radfahrer oder auch als Freizeitsportler wie Ski- oder Snowboardfahrer einen Unfall fahrlässig verursacht hat. Sie wehrt aber auch ungerechtfertigte oder zu hohe Forderungen ab.
(verpd)

Die teuren Folgen einer massiven Parkzeitüberschreitung

Wird die zulässige Höchstparkdauer um mehrere Stunden überschritten, so ist es grundsätzlich nicht unverhältnismäßig, wenn ein Fahrzeug abgeschleppt wird. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen hervor (Az.: 6 K 5781/17).

Ein Mann hatte seinen Pkw in einem Bereich abgestellt, in dem das Parken nur für die Dauer von zwei Stunden gestattet war. Der Beginn der Parkzeit musste durch eine Parkscheibe dokumentiert werden. Nachdem eine Politesse festgestellt hatte, dass das Auto gut fünf Stunden in dem Bereich parkte, ließ sie es abschleppen und auf das Gelände des Abschleppunternehmens bringen.

Der Pkw-Halter weigerte sich, die Abschlepp- sowie die Verwaltungskosten zu zahlen. Das begründete er damit, dass die Abschleppmaßnahme unverhältnismäßig gewesen sei. Denn durch sein Fahrzeug sei niemand behindert worden. Zum Zeitpunkt des Abschleppens hätten außerdem ausreichend andere Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestanden. Sein Fahrzeug hätte daher allenfalls umgesetzt werden dürfen. Der Fall landete schließlich vor dem Aachener Verwaltungsgericht. Dort erlitt der Fahrzeughalter eine Niederlage.

Öffentliche Sicherheit

Voraussetzung, um ein Fahrzeug abschleppen zu dürfen, ist nach Ansicht des Gerichts eine gegenwärtige Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung. Die öffentliche Sicherheit umfasse aber neben dem Schutz von Leib und Leben auch die öffentliche Rechtsordnung als solche.

Deshalb liege eine Gefahr beziehungsweise Störung bereits dann vor, wenn gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften verstoßen werde. Die beklagte Gemeinde habe mit der Abschleppmaßnahme den Zweck verfolgt, den Parkraum möglichst vielen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Daher sei selbst dann, wenn sich im Umfeld des viel zu lange geparkten Pkws zum Zeitpunkt des Abschleppens freie Parkplätze befunden haben sollten, ein Umsetzen des betreffenden Fahrzeugs als milderes Mittel nicht in Betracht gekommen.

Negative Vorbildwirkung

Zu berücksichtigen sei auch die negative Vorbildwirkung infolge der erheblichen Überschreitung der Höchstparkdauer. Erfahrungsgemäß veranlassten nämlich Kraftfahrzeuge, die längere Zeit verbotswidrig abgestellt seien, andere Kraftfahrer zu gleichem verbotswidrigem Verhalten. Im Übrigen könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Kläger während des Parkens andere Fahrer bei der Parkplatzsuche behinderte, sodass sein Verhalten zu verstärktem Parksuchverkehr führen konnte.

„Bereits die Möglichkeit einer Verkehrsbehinderung durch das nach Ablauf der Höchstparkdauer rechtswidrig abgestellte klägerische Fahrzeug und eine damit einhergehende Funktions-Beeinträchtigung der Verkehrsfläche ist ausreichend. Nicht erforderlich ist der Eintritt einer konkreten Verkehrsbehinderung“, heißt es dazu abschließend in der Urteilsbegründung.

Übrigens, laut Bußgeldkatalog beträgt das Verwarnungsgeld alleine minimal zehn Euro bei bis zu 30 Minuten und maximal 30 Euro bei über drei Stunden Parkzeitüberschreitung. Das Auslösen eines abgeschleppten Fahrzeugs kostet einen Pkw-Halter zusätzlich rund 200 Euro oder mehr.
(verpd)

Mit dem Fahrrad sicher durch den Winter

Ein stärkeres Umweltbewusstsein, Gesundheitsaspekte, hohe Benzinpreise, kaum Parkplätze, Staus, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel – es gibt zahlreiche gute Gründe, warum viele mittlerweile hauptsächlich mit dem Rad unterwegs sind. Im Winter, bedingt durch Eis und Schnee und die früh einsetzende Dunkelheit, ist allerdings die Unfallgefahr für Radfahrer besonders hoch. Wer einige Ratschläge beherzigt, kann dieses Risiko jedoch deutlich minimieren.

Grundsätzlich sollte ein Fahrrad immer den Vorschriften entsprechen. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es aber besonders wichtig, dass man selber gesehen wird und natürlich auch selber etwas sieht. Deshalb sollte man beispielsweise die Beleuchtung des Velos regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls instand setzen.

Was im Detail zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) in einer Übersicht online zusammengestellt. Vorgeschrieben sind unter anderem ein weißes Front- sowie ein rotes Rücklicht, zwei voneinander unabhängige Bremsen, eine Klingel sowie Rückstrahler an den rutschfesten Pedalen. Bei der Beleuchtung lohnt es sich auch unter Umständen nachzubessern, denn moderne LED-Lampen liefern eine deutlich bessere Lichtausbeute.

Sehen und Gesehenwerden

Auch der ADFC empfiehlt neben einem Nabendynamo ein LED-Rücklicht sowie einen LED-Frontscheinwerfer, die beide am besten auch im Stand leuchten sollten. Wer sich den Dynamo sparen möchte, kann zu Modellen mit einer aufladbaren Batterie greifen, wobei darauf zu achten ist, dass diese das Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamts tragen und somit zugelassen sind.

Die Beleuchtung ist aber kein Garant, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern nicht doch übersehen wird. Deshalb raten beispielsweise die Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) zu einer hellen Kleidung, am besten mit reflektierenden Streifen. Bewährt hat sich auch das Tragen einer Warnweste, die ohne Probleme über eine dicke Winterjacke gezogen werden kann. Empfohlen wird zum Eigenschutz auch ein Fahrradhelm, idealerweise ausgestattet mit Reflektoren.

Winterreifen? Gibt es auch für Fahrräder

Wer im Winter mit dem Rad unterwegs ist, sollte die Bereifung an die veränderten Straßenverhältnisse anpassen. So geben breitere Reifen mit einem groben Profil mehr Halt. Zudem sollte der Luftdruck moderat – allerdings nicht unter den vom Hersteller angegebenen Minimaldruck – abgesenkt werden. Das vergrößert die Auflagefläche und verbessert so die Straßenhaftung. Noch mehr Grip haben spezielle Winterreifen für Velos beziehungsweise Reifen mit Spikes – im Gegensatz zum Auto sind Spikes bei Fahrrädern erlaubt.

Für eine bessere Kontrolle und um im Fall des Falles schneller reagieren und das Rad stabilisieren zu können, kann man den Sattel etwas niedriger einstellen. So kommt man mit den Beinen schneller auf den Boden. Das Salz auf der Straße ist für Fahrräder problematisch. Deshalb sollte man darauf achten, dass die Kette stets gut geschmiert ist.

Das wichtigste Sicherheitsfeature

Das Wichtigste, egal ob im Sommer oder Winter, ist ein an die Straßen- und Witterungsverhältnisse angepasster Fahrstil. Da der Bremsweg bei nasser oder glatter Fahrbahn um ein Vielfaches länger ist als bei trockener Straße, sollten die Geschwindigkeit entsprechend reduziert und die Sicherheitsabstände zu den anderen Verkehrsteilnehmern vergrößert werden. Unterlassen sollte man ferner harte Bremsungen und ruckartige Bewegungen am Lenker, um einen Sturz zu vermeiden.

Außerdem ist es sinnvoll, in Kurven nicht zu treten oder zu bremsen, sondern das Rad rollen zu lassen. Beim Bremsen wiederum ist es besser, nur die Hinterradbremse zu verwenden. Bremst man vorne und blockiert das Rad, ist ein Sturz nämlich fast immer die Folge.
(verpd)

Darauf ist beim Onlineshopping zu achten

 Es gibt drei Sicherheitsrisiken, die beim Einkauf im Internet zum Problem mit teuren Folgen werden können: der Onlinekäufer selbst, wenn er grundlegende Sicherheitsmaßnahmen nicht beachtet, ein unseriöser Onlineshop oder auch eine unsichere Bezahlart. Wer jedoch ein paar Verhaltensregeln beachtet, kann das Risiko, beim Onlineshopping Opfer von Gaunern zu werden, deutlich minimieren.

Gerade in der Vorweihnachtszeit wollen viele dem Gedränge in den Städten und Einkaufszentren aus dem Weg gehen und kaufen daher im Internet ein. Doch beim Onlinekauf gibt es zahlreiche Fallstricke, die ärgerlich und teuer werden können. So können Cyberkriminelle schnell sensible Personen- oder Bankdaten abgreifen und missbrauchen, wenn man leichtsinnigerweise nicht auf eine sichere Internetverbindung während der Dateneingabe oder des Bezahlvorgangs geachtet hat. Das Gleiche gilt, wenn man auf einen Fake-Shop hereingefallen ist und dort Bestelldaten eingegeben hat.

Immer wieder kommt es auch vor, dass unseriöse Onlineshops mit versteckten Kosten aufwarten oder eine Vorauskasse verlangen, ohne nach der Bezahlung eine Ware zu liefern. Auch von zwielichtigen Anbietern bewusst irreführend formulierte Artikelbeschreibungen können für Onlinekäufer, die nicht ganz genau auf die Details achten, schnell zum Ärgernis werden. So mancher hat beispielsweise statt eines neuen Smartphones nur die Originalverpackung eines solchen Geräts gekauft, weil er die Artikelbeschreibung nicht genau gelesen hat.

Sicherer Internetzugang und seriöser Onlineshop

Wer online einkauft, muss darauf achten, dass das Internetzugangsgerät wie PC, Tablet oder Smartphone mit einer Sicherheitssoftware wie einer Firewall und einem Antivirenprogramm geschützt ist. Zudem ist die auf dem Gerät benutzte Software sowie auch das Betriebssystem und der Internetbrowser mit den entsprechenden Updates immer auf dem neuesten Stand zu halten. Grundsätzlich sollte man immer einen gesicherten Internetzugang nutzen und beispielsweise nicht eine unsichere WLAN-Verbindung auf öffentlichen Plätzen, Hotels oder Internetcafés.

Zudem sollte man den ausgewählten Onlineshop auf Seriosität prüfen. Kundenbewertungen und das Impressum helfen dabei. Neben dem Namen, der Post- und E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer des Händlers müssen im Webauftritt auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Zahlungsmöglichkeiten, die Versandkosten, das Widerrufs- und Rückgaberecht ersichtlich sein. Mitunter kann man sich zudem an bestimmten Gütesiegeln wie Trusted ShopsTÜV Süd Safer ShoppingEHI Geprüfter Online-Shop orientieren, die an seriöse Onlinehändler vergeben werden.

Allerdings sollte man sich nicht auf die Angaben des jeweiligen Onlineshops alleine verlassen, da manche Gauner beispielsweise auch Gütesiegel widerrechtlich für ihren Fake-Shop benutzen. Besonders vorsichtig sollte man laut Sicherheitsexperten sein, wenn in einem relativ unbekannten Shop beispielsweise mit einem besonders niedrigen Preis für ein Produkt geworben wird, das bei keinem anderen bekannten Onlinehändler nur annähernd so günstig ist. Zudem ist es wichtig, die Artikelbeschreibung genau durchzulesen und auf die Gesamtkosten inklusive der Versandkosten zu achten.

Sicheres Bezahlen

Außerdem sollte eine sichere Bezahlform gewählt werden. Wer beispielsweise eine Vorabüberweisung durchführt, hat, wenn es sich doch um einen Fake-Shop handelt und eine Rücküberweisung nicht mehr möglich ist, das Nachsehen. Bei einer Kreditkartenbezahlung darf man nur die Kreditkartennummer und wenn gefragt auch die Prüfnummer auf der Rückseite der Kreditkarte, aber niemals die vierstellige Karten-PIN angegeben.

Die PIN ist nur zum Geldabheben am Geldautomaten und für eine direkte Zahlung an der Ladenkasse, aber nie für eine Onlinezahlung gedacht, wie der Bundesverband deutscher Banken e.V. in dem kostenlos herunterladbaren Flyer „Sicher Zahlen mit der Kreditkarte im Internet“ betont.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass bei der Eingabe von Bestell- und insbesondere Bezahldaten die Internetverbindung immer verschlüsselt ist. Dies erkennt man an der Buchstabenkombination https:// zu Beginn der Adresszeile des Browsers. Bei den meisten Browsern erscheint zudem am Anfang oder Ende der Adresszeile ein kleines, geschlossenes Vorhängeschlosssymbol.

Regelmäßig Konto- und Kreditkartenbewegung kontrollieren

Grundsätzlich sollte man regelmäßig sein Bankkonto und die Kreditkarten-Abrechnungen kontrollieren, um Unregelmäßigkeiten schnellstmöglich zu entdecken. Wer merkt, dass er Opfer eines Onlinebetrugs wurde, sollte sich umgehend an das Geldinstitut wenden, um zu versuchen, eine zu Unrecht getätigte Zahlung oder widerrechtliche Abbuchung rückgängig zu machen. Des Weiteren ist es wichtig, alle Beweise wie zum Beispiel E-Mails oder Bestellbestätigungen aufzubewahren und auszudrucken, und damit eine Strafanzeige bei der Polizei zu stellen.

Auch wenn der Täter im Ausland sitzt oder man aus sonstigen Gründen wenig Hoffnung auf Ergreifung des Betrügers hat, ist eine solche Anzeige wichtig, denn nur dann kann die Polizei gegen den Betrüger vorgehen. Mehr Sicherheitstipps enthalten die Webportale des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (www.bsi-fuer-buerger.de), des gemeinnützigen Bündnisses Deutschland-sicher-im-Netz e.V. (www.sicher-im-netz.de) und der Polizeilichen Kriminalprävention.

Im genannten Webauftritt des BSI sind beispielsweise jeweils eine Checkliste für sicheres Onlineshopping und für sicheres Bezahlen im Internet kostenlos abrufbar. Tipp: Privatpersonen können sich mithilfe mancher Privathaftpflicht-, Hausrat- und/oder Rechtsschutz-Versicherung, aber auch einer separaten Cyberversicherungs-Police gegen diverse Betrugsschäden absichern, wenn sie trotz aller Vorsicht Opfer eines Cyberkriminellen geworden sind.
(verpd)

Arzneimittel, die das Unfallrisiko beim Autofahren erhöhen

Wer ohne auf die Nebenwirkungen zu achten rezeptpflichtige, aber frei verkäufliche Medikamente einnimmt und dann ein Kraftfahrzeug fährt, bringt unter Umständen nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr. Denn einige Arzneimittelwirkstoffe minimieren die Fahrtüchtigkeit zum Teil erheblich. Das erhöht nicht nur das Unfallrisiko, sondern kann auch eine Bestrafung wie das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss nach sich ziehen.

Es gibt zahlreiche Menschen, die aufgrund eines akuten Leidens oder einer chronischen Krankheit zeitweise oder dauerhaft Arzneimittel einnehmen müssen. Allerdings beeinflussen nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) etwa fünf Prozent aller 55.000 aktuell zugelassenen Medikamente negativ die Fahrtüchtigkeit.

Einige Arzneiwirkstoffe können beispielsweise zu Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit oder riskantem Verhalten führen, aber auch die Konzentrations-, Seh- oder Reaktionsfähigkeit teils stark herabsetzen. Jedes einzelne Symptom erhöht das Unfallrisiko beim Autofahren deutlich.

Hohe Strafen sind möglich

Wer unter Medikamenteneinfluss fährt, obwohl er deswegen fahruntauglich ist, kann wie bei einer Trunkenheitsfahrt je nach Umstand mit einem Bußgeld, mit Punkten im Fahreignungsregister, mit Führerscheinentzug bis hin zu einer Gefängnisstrafe bestraft werden.

Verursacht jemand aufgrund eines Medikamenteneinflusses einen Unfall, erstattet zwar dessen Kfz-Haftpflichtversicherung dem Unfallgegner den Schaden, allerdings hat der Kfz-Versicherer das Recht, bis zu 5.000 Euro von dem zum Unfallzeitpunkt fahruntüchtigen Fahrer zurückzufordern (Regress).

Hat der Unfallverursacher eine Vollkaskoversicherung, kann der Kfz-Versicherer die Kaskoleistung aufgrund der begangenen groben Fahrlässigkeit – darunter fällt nämlich auch das Fahren trotz medikamentenbedingter Fahruntauglichkeit – anteilig der Schwere des Verschuldens kürzen.

Medikamente, die die Fahrtüchtigkeit einschränken können

Daher muss sich jeder, der rezeptpflichtige, aber auch rezeptfreie Arzneien einnimmt, unbedingt informieren, inwieweit die Nebenwirkungen und – sofern man mehrere Präparate einnimmt – auch die Wechselwirkungen dieser Medikamente dazu führen können, dass man nicht mehr fahrtauglich ist.

Hinweise dazu gibt es beim Arzt, Apotheker sowie auf dem Beipackzettel der Arznei. Umfassende Informationen zum Thema Autofahren und Medikamente enthält der Webauftritt des DVR. Hier gibt es auch eine Aufzählung von einigen für Kfz-Fahrer riskanten Medikamentengruppen.

Unter anderem können folgende frei verkäufliche oder rezeptpflichtige Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit einschränken: Erkältungsmittel wie Schnupfenspray und Hustensaft, Augentropfen, Schlaf- oder BeruhigungsmittelAntidepressivaSchmerzmittel sowie Arzneien gegen Allergien, Diabetes, Bluthochdruck, Magen-Darm- oder Herzerkrankungen, Depressionen und sonstige psychische Störungen. Auch nach einer Vollnarkose für eine (ambulante) Operation oder Untersuchung darf man in der Regel 24 Stunden kein Auto selbst fahren. (verpd)

Wer barfuß oder mit Flipflops Auto fahren darf und wer nicht

(verpd) Immer noch hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man nicht mit Clocks, High Heels, Flipflops oder auch ganz ohne Schuhe ein Auto fahren darf. Diese Vorgaben zum Schuhwerk gilt jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe.

Insbesondere im Sommer kommt immer wieder die Frage auf, ob es für Autofahrer eine Vorschrift bezüglich des Schuhwerkes gibt. Denn vielen ist klar, dass das Fahren mit Sandalen, High Heels, Pantoletten, Flipflops, Clogs oder anderen an den Fersen offenen Schuhen ein erhöhtes Unfallrisiko darstellt.

Denn die Gefahr, dass man mit solchen Schuhen von den Pedalen rutscht, oder dass sich die Schuhe zwischen den Pedalen einklemmen, ist höher als bei einem festen Schuhwerk, das den gesamten Fuß umschließt. Und auch wer barfuß fährt, kann leichter von den Pedalen rutschen als mit festen Schuhen. Daher raten Verkehrssicherheits-Experten jedem beim Autofahren rutschsichere und feste Schuhe zu tragen. Allerdings, gibt es kein generelles Verbot, das Autofahrern das Tragen von keinen oder leichten Schuhen wie Flipflops untersagt.

Keine Schuhvorschriften für die Allgemeinheit

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erklärt zudem, dass auch die Kfz-Haftpflichtversicherung unabhängig vom getragenen Schuhwerk den Schaden des Unfallgegners bezahlt – also auch, wenn der Unfall durch die Schuhe des Autofahrers verursacht wurde. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn dem Pkw-Fahrer die getragenen Flipflops vom Fuß rutschen und sich diese zwischen Gas- und Bremspedal verhaken und es deswegen zum Unfall kommt.

Wenn ein Kfz-Fahrer selbst einen Unfall grob fahrlässig verursacht, kann eine bestehende Vollkaskoversicherung unter Umständen den Schadenersatz für den Unfallschaden am eigenen Pkw ganz oder zum Teil verweigern. Nach Aussage des GDV bedeutet jedoch das Tragen bestimmter Schuhe beim Autofahren in den seltensten Fällen ein so schwerwiegendes Außer-Acht-Lassen der üblichen Sorgfalt, dass dies als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden könnte.

Berufskraftfahrern wird das Schuhwerk vorgeschrieben

Es gibt jedoch eine Personengruppe, die darauf achten muss, mit welchen Schuhen sie ein Fahrzeug fährt – die Berufskraftfahrer.

Berufskraftfahrer müssen nämlich die geltenden Unfallverhütungs-Vorschriften der Berufsgenossenschaften einhalten. Diese verpflichten Berufskraftfahrer, beim Fahren festes, den Fuß umschließendes Schuhwerk zu tragen.