Kopfsprung mit fatalen Folgen

Justitia. Symbol für GerechtigkeitWer eine Gefahrenstelle schafft, ist grundsätzlich dazu verpflichtet, alle möglichen Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer zu verhindern. Dies heißt aber nicht, dass damit jede abstrakt denkbare Gefahr ausgeschlossen wird. Wer einen Steg zum Kopfsprung ins Wasser nutzt, ist selbst dafür verantwortlich, zunächst zu prüfen, ob die Wassertiefe dafür ausreicht. Dies ist der Tenor eines Urteils des 6. Zivilsenats des Brandenburgischen Oberlandesgerichts (Az.: 6 U 84/12).

Ein Mann ist nach einem Kopfsprung in einen See teilweise querschnittsgelähmt. Zum Zeitpunkt des Urteils war er 19 Jahre alt und hatte zusammen mit einem Freund einen Bungalow gemietet.

Die Eigentümerin des Bungalows und des angrenzenden Seegrundstücks betrieb zum Unfallzeitpunkt eine Pension mit Campingplatz und Bungalows sowie einer Bootsvermietung. Weiterlesen

Sturz vor der Haustür

Achtung5

Ein Mieter, der wegen einer Unebenheit auf einem ihm seit Jahren bekannten Plattenweg zu Fall kommt und sich dabei verletzt, kann in der Regel nicht seinen Vermieter für die Folgen des Sturzes in Anspruch nehmen. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landgerichts Coburg hervor (Az.: 13 O 390/13).

Eine Mieterin wohnte seit mehr als 20 Jahren in einer Wohnung, als sie auf einem zum Grundstück gehörenden Plattenweg zu Fall kam, weil sich zwischen zwei der Platten ein Höhenunterschied gebildet hatte. Bei dem Zwischenfall zog sich die Frau erhebliche Verletzungen zu. Sie erlitt mehrere Brüche und Prellungen, die trotz Operationen zu einer dauerhaften Beeinträchtigung ihrer Mobilität führten. Weiterlesen

Neuregelungen zur Erwerbsminderungsrente

Erwerbsunfähigkeit

Wer als gesetzlich Rentenversicherter aus gesundheitlichen Gründen nur noch ein paar Stunden am Tag oder gar nicht mehr arbeiten kann, erhält eine Erwerbsminderungsrente, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Ab 1. Juli 2014 ändern sich die Grundlagen für die Berechnung der Höhe einer entsprechenden Rente, sodass Betroffene, die ab dem genannten Datum erstmalig eine Erwerbsminderungsrente beziehen, eine höhere Rente bekommen als bisherige Rentenbezieher.

Mit dem Ende Mai beschlossenen Rentenpaket wurden auch die rechtlichen Grundlagen zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente geändert.

Während die Voraussetzungen, wann ein Betroffener eine Erwerbsminderungsrente erhält, gleich geblieben sind, ändert sich ab dem 1. Juli jedoch die Berechnung der Rentenhöhe.

Wer mehr als sechs Stunden pro Tag arbeiten kann, erhält nichts

Um Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente zu haben, muss der Betroffene wie bisher bestimmte versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllen. Er muss zum einen mindestens fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein (Wartezeit). Des Weiteren muss er in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung wenigstens drei Jahre lang Pflichtbeiträge für eine Beschäftigung, bei der er gesetzlich rentenversichert war, aufweisen können.

Zudem erhält eine gesetzliche volle Erwerbsminderungsrente ausschließlich ein gesetzlich Rentenversicherter, der aufgrund seines Leidens nur noch weniger als drei Stunden am Tag erwerbstätig sein kann.

Eine Rente bei teilweiser Erwerbsminderung – und damit die Hälfte des Satzes der vollen Erwerbsminderungsrente – bekommt der, der mindestens drei, jedoch weniger als sechs Stunden irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Es spielt dabei keine Rolle, welchen Beruf man erlernt oder bisher ausgeübt hat.

Änderungen bei der Berechnung der Rentenhöhe

Für die Berechnung der Höhe der Erwerbsminderungsrente wurden bisher die Rentenansprüche hochgerechnet, die der Betroffene erhalten würde, wenn er noch bis zum vollendeten 60. Lebensjahr mit seinem bisherigen durchschnittlichen Einkommen gearbeitet hätte. Ab dem 1. Juli 2014 wird diese sogenannte „Zurechnungszeit“ um zwei Jahre verlängert. Das heißt, der Betroffene wird nun so gestellt, als wenn er mit seinem Durchschnittsverdienst noch bis zum vollendeten 62. Lebensjahr gearbeitet hätte.

Bisher wurde für die Berechnung des Durchschnittseinkommens, das für Ermittlung der Rentenhöhe eine maßgebliche Rolle spielt, das gesamte Erwerbsleben des Betroffenen bis zum Eintritt der Erwerbsminderung bewertet. Ab dem 1. Juli 2014 wird geprüft, ob der Betroffene die letzten vier Jahre bis zum Eintritt der Erwerbsminderung bereits Verdiensteinbußen hatte. Nicht selten leiden nämlich die Betroffenen vor Eintritt der Erwerbsminderung bereits unter gesundheitlichen Einschränkungen und können deshalb nicht mehr so viel arbeiten wie zuvor oder sind häufiger krankgeschrieben.

Wenn festgestellt wird, dass durch die Berücksichtigung des Verdienstes der letzten vier Jahre bis zum Eintritt der Erwerbsminderung die Rentenansprüche gemindert werden, wird das Einkommen dieses Zeitraums nicht mehr in die Rentenberechnung mit einbezogen. Dadurch erhöhen sich das für die Rentenberechnung berücksichtigte Durchschnittseinkommen und somit die Rentenhöhe. Diese sogenannte „Günstigerprüfung“ wird von der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt – es wird immer das für den Betroffenen bessere Durchschnittseinkommen zur Rentenberechnung verwendet.

Weiterhin Einkommenslücken und keine Rente bei Berufsunfähigkeit

Eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente, die bezahlt wird, wenn man aus gesundheitlichen Gründen seinem erlernten oder ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen kann, gibt es seit 2001 nur noch für gesetzlich Rentenversicherte, die vor dem 1. Januar 1961 geboren sind. Alle anderen haben darauf keinen Anspruch mehr. Sie können auch auf irgendeine andere Tätigkeit als ihren bisherigen Beruf verwiesen werden.

Die Fakten zeigen, dass nicht jeder, der aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit keiner Arbeit mehr nachgehen oder seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, automatisch einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente hat. Zudem wird, selbst wenn ein Anspruch besteht, die Rentenhöhe auch nach der neuen Regelung bei Weitem nicht die bisherige Verdiensthöhe erreichen, sodass mit finanziellen Einbußen gerechnet werden muss.

Eine Absicherung durch eine private Erwerbs- und/oder Berufsunfähigkeits-Versicherung kann diese Lücke schließen. Bei einer umfassenden Beratung durch einen Versicherungsexperten erfährt man, wie hoch die gesetzliche Absicherung im individuellen Fall tatsächlich ist und welche Absicherungslösungen für die persönliche Situation am sinnvollsten sind. (verpd)

Gerne helfen wir Ihnen bei all Ihren Fragen rund ums Thema Versicherungen weiter. Sprechen Sie uns einfach unter 06721-990985 direkt an oder schreiben Sie uns eine Mail an Ihren persönlichen Internet-Versicherungsmaler  info@seniorconsulting.de.

Sie  können sich aber auch direkt auf unserer Webseite  beraterseite.de informieren, rechnen, vergleichen und auch abschließen. Sie finden hier zu allen Sparten die passenden Rechner und Informationen, egal ob Hundehaftplichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Arbeitskraftabsicherung, Pflegeversicherung, Bootsversicherung, Krankenzusatzversicherung  usw.

Viele Grüße aus Bingen am Rhein

Ihr persönlicher Internet- Versicherungsmakler Jörn & Sebastian Krämer – Senior Partner Finanzmanagement

Die Folgen eines Achillessehnenrisses während der Arbeit

bam textStellt sich eine krankhafte Veranlagung oder ein anlagebedingtes Leiden als wesentliche Ursache für eine Verletzung heraus, so hat ein Beschäftigter keine Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Verwaltungsgericht Mainz in einem Urteil entschieden (Az.: 4 K 1016/12 MZ).

Ein Kriminalbeamter hatte während eines Abendessens in der Außenanlage einer Gaststätte beobachtet, wie ein Autofahrer beim Ausparken ein parkendes Fahrzeug beschädigte und sich anschickte, unerlaubt den Unfallort zu verlassen. Um den Fahrer daran zu hindern, spurtete er dem Autofahrer hinterher und sprang dabei über einen 75 Zentimeter hohen Zaun. Es gelang ihm zwar, den Fahrerflüchtigen zu stellen. Doch er erlitt bei dem Sprung einen Achillessehnenabriss. Weiterlesen

Die Hauptursachen für Stress

Umfrage3Eine vor Kurzem von der Techniker Krankenkasse veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich über die Hälfte der Erwachsenen immer wieder gestresst fühlt. Mehr als jeder Zweite hat das Gefühl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden sind. Dabei ist bei vielen nicht nur der Job alleine der Grund einer Überbelastung.

Die aktuelle Studie „Bleib locker, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse hat unter anderem untersucht, was die häufigsten Ursachen für eine psychische Überbelastung bei Erwachsenen sind. Insgesamt fühlen sich nach einer Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland 37 Prozent manchmal und 20 Prozent häufig gestresst. 67 Prozent der Befragen gaben an, dass sie aktuell mehr Stress haben als noch vor drei Jahren. Weiterlesen

Notwendige Vorsorge für den Fall einer Erwerbsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit

Einer aktuellen Statistik der Deutschen Rentenversicherung ist zu entnehmen, dass Ende 2012 über 1,67 Millionen Bürger eine gesetzliche Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bezogen haben, rund 178.000 mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Rentenhöhe lag unter 700 Euro im Monat. Da damit alleine nur die wenigsten ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten und zudem nicht jedem, der erwerbsunfähig ist, eine gesetzliche Rente zusteht, ist eine passende Vorsorge sinnvoll, um im Fall des Falles ein finanzielles Desaster zu verhindern. Weiterlesen

Die Bürger werden immer häufiger krank

GesundheitDer Krankenstand in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 4,0 Prozent angestiegen. Immer mehr Berufstätige melden sich mindestens einmal im Jahr krank. Erneut angewachsen ist der Anteil der psychischen Erkrankungen. Das sind einige der Erkenntnisse, zu der die DAK, eine gesetzliche Krankenkasse, durch die Datenauswertung ihrer Versicherten gekommen ist.

Der Krankenstand in Deutschland ist im Jahr 2013 erneut gestiegen. Lag er 2012 noch bei 3,8 Prozent, erhöhte er sich im vergangenen Jahr auf 4,0 Prozent. Weiterlesen

Haftungsfrage nach Unfall bei Karnevalsumzug

Paragraphenzeichen - section signGerät ein Besucher eines Karnevalsumzugs aus ungeklärten Gründen unter einen der Festwagen, so hat er gegenüber dem Veranstalter keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Beschluss des Oberlandesgerichts Koblenz hervor (Az.: 3 U 985/13).

Eine Frau hatte als Zuschauerin den Mainzer Rosenmontagsumzug besucht. Dabei wurde sie aus ungeklärten Gründen von dem Anhänger eines der Festwagen überrollt. Weiterlesen

Arbeitsunfall an der Haustüre

TürenWenn sich ein Versicherter beim Durchschreiten der Außentür seines Wohnhauses verletzt, ist für die Klärung der Frage, ob ein Arbeitsunfall vorliegt, allein der Ort des Unfalls entscheidend. Wann und wo die Ursache für den Sturz oder die Verletzung eingetreten ist, ist dagegen zweitrangig. Dies entschied der 2. Senat des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg in einem vor Kurzem veröffentlichten Urteil (Az.: L 2 U 3/12). Weiterlesen

Beinbruch statt sauberes Auto

VerbandskastenWer beim Waschen seines überwiegend privat genutzten Fahrzeugs einen Unfall erleidet, steht auch dann nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sich der Unfall während der Unterbrechung einer dienstlichen Fahrt ereignet. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts hervor (Az.: L 17 U 180/12). Weiterlesen