Zahnlos trotz gesetzlicher Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherer sind in der Regel selbst dann nicht dazu verpflichtet, die Kosten für eine Versorgung mit Zahnimplantaten zu übernehmen, wenn ein Versicherter aus gesundheitlichen Gründen nicht auf andere Weise mit Zahnersatz versorgt werden kann. Das hat das Sozialgericht Stuttgart in einem Urteil entschieden (Az.: 16 KR 4073/10).

Einem gesetzlich Krankenversicherten fehlten schon seit geraumer Zeit sämtliche Zähne seines Oberkiefers. Sein Zahnarzt empfahl ihm daher die Einsetzung von Implantaten. Denn wegen einer starken Rückbildung des Kieferknochens (Kieferatrophie) und der damit einhergehenden Gefahr von Knocheneinbrüchen sei jede andere Möglichkeit der Versorgung mit Zahnersatz ausgeschlossen. Das stellte die Krankenkasse, bei dem der Mann gesetzlich krankenversichert war, auch nicht in Abrede. Sie weigerte sich trotz allem, die Kosten für eine Implantatbehandlung zu übernehmen.

Zahnimplantate seien nämlich reine Privatleistungen und nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten. Nur in seltenen Ausnahmefällen wie zum Beispiel Tumorerkrankungen und schweren Fehlbildungen dürften Krankenkassen die Kosten für Implantate übernehmen. Dafür müsse aber anhand eines Gutachtens nachgewiesen werden, dass eine sehr seltene Erkrankung vorliege.

Was Sie tun können? http://www.beraterseite.de/zahn/

Natürlicher Vorgang

Zu diesen Ausnahmefällen zählt aber eine Kieferatrophie nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses nicht, so das Stuttgarter Sozialgericht, bei dem der Versicherte Klage eingereicht hatte. Denn bei ihr handele es sich um einen natürlichen Vorgang, der bei jedem größeren Zahnverlust auftrete.

Im Übrigen komme eine Kieferatrophie außerordentlich häufig vor. Sie sei daher vom Gesetzgeber bewusst aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen worden. Dieser Ausschluss gilt nach Ansicht der Richter auch in Fällen wie denen des Klägers, in denen sich ein Kiefer soweit zurückgebildet hat, dass kein ausreichendes Lager für eine Zahnprothese mehr vorhanden war. Die Klage des Versicherten gegen seine Krankenkasse wurde daher als unbegründet zurückgewiesen.

Übrigens: Gesetzlich Krankenversicherte können mögliche (Zusatz-)Kosten für Zahnersatz und Zahnbehandlung durch eine entsprechende private Zahnzusatz-Versicherung erheblich mindern. Mit einer derartigen Privatpolice kann zusätzlich zur Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen je nach Tarif ein Zuschuss in verschiedenen Höhen, unter anderem auch für das Einsetzen von Zahnimplantaten, vereinbart werden.

Weitere Informationen auf unsere Seite http://www.beraterseite.de/zahn/ (verpd)

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Immer mehr Bürger sind auf eine Grundsicherung angewiesen

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2013 ist die Zahl der Grundsicherungs-bezieher um knapp sieben Prozent auf fast eine Million angestiegen. Rund die Hälfte davon ist nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) über 65 Jahre alt, etwa ein Viertel mehr als noch 2009.

Die vor Kurzem für das Jahr 2013 vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgelegten Daten zeigen einen Zuwachs der über 65-Jährigen, die eine Grundsicherung beziehen, gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent auf knapp 500.000 Personen. Gegenüber dem Jahr 2009 errechnet sich sogar ein Anstieg um rund 25 Prozent. Im gesamten Bundesgebiet waren Ende 2013 von 1.000 Einwohnern 30 auf Grundsicherung im Alter (nach SGB XII (Zwölften Sozialgesetzbuch) – Sozialhilfe) angewiesen Weiterlesen

Finanzieller Schutz für Singles

FrauenNach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren von den knapp 16,5 Millionen Menschen, die in Deutschland alleine leben, rund die Hälfte ledig, 18,1 Prozent geschieden, 26,7 Prozent verwitwet und 5,9 Prozent von ihrem Ehepartner getrennt lebend. Fast jeder fünfte Bundesbürger lebt somit in einem sogenannten Einpersonenhaushalt. Da Singles häufig nicht durch andere eine finanzielle Rückendeckung haben, ist eine entsprechende Vorsorge notwendig.

Die Mehrheit der Alleinlebenden bis 65 Jahren finanziert sich überwiegend aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Reduziert sich aus irgendeinem Grund wie einem schweren Unfall oder einer langwierigen Krankheit und damit einhergehend einer längeren Arbeitsunfähigkeit das Einkommen oder fällt es komplett weg, kann es bei diesen Singles daher schnell zu finanziellen Schwierigkeiten kommen. Weiterlesen

Hohe Zufriedenheit bei Versicherungskunden

Portrait of a happy businessman using a laptop in officeDer Versicherungs-Ombudsmann ist eine neutrale Streitschlichterstelle für Versicherungs-Angelegenheiten. Die hier im letzten Jahr eingegangenen Beschwerden von Versicherungskunden sind im Vergleich zum millionenfachen Versicherungsbestand nur marginal.

Wer als Verbraucher zum Beispiel mit der Schadenregulierung seines Versicherers nicht zufrieden ist oder sich gegen eine vom Versicherer ausgesprochene Vertragskündigung wehren möchte, kann sich kostenlos an den Ombudsmann für Versicherungen als Schlichter wenden. Weiterlesen

Staatlich geförderte Pflegeversicherung wird immer beliebter

Qualität5Dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten, die eine Pflegebedürftigkeit mit sich bringt, übernimmt, ist vielen mittlerweile bekannt. Auch die Bundesregierung weist die Bürger ausdrücklich daraufhin, dass eine private Vorsorge auch in diesem Bereich notwendig ist. Nicht zuletzt deshalb gibt es seit letztem Jahr auch eine staatliche geförderte Form der Pflegezusatzversicherung.

Alle Bürger in Deutschland müssen seit dem 1. Januar 1995 eine soziale Pflegeversicherung haben. Die gesetzlich vorgeschriebene Pflegeversicherung deckt nach Aussagen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jedoch „nicht alle Kosten der Pflege ab. Sie ist als Teilleistungs-Versicherung beziehungsweise als Kernsicherungssystem konzipiert.“

Reichen die eigenen finanziellen Mittel wie Einkommen, Rente, Vermögen und Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht, müssen notfalls auch die Angehörigen die nicht abgedeckten Kosten tragen. Die Versicherungswirtschaft bietet deshalb schon seit Längerem private Pflegeabsicherungs-Lösungen an, damit jeder das Kostenrisiko eines Pflegefalles für sich selbst und für seine Angehörigen minimieren kann.

Immer mehr sorgen privat vor

Mit einer privaten Pflegekosten-Police werden beispielsweise nach Vorleistung durch die gesetzliche Pflegeversicherung die verbleibenden Kosten ganz oder teilweise erstattet. Die Pflegetagegeld-Versicherung hingegen zahlt unabhängig von den tatsächlichen Kosten nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit einen vorher fest vereinbarten Geldbetrag je Tag. Bei der Pflegerenten-Versicherung bekommt der Versicherte, sobald er ein Pflegefall ist, je nach Pflegestufe eine vereinbarte monatliche Rente.

Wie auf den Webseiten des BMG zu lesen ist, hat die Bundesregierung zudem im Rahmen der letzten Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung eine staatliche Förderung der privaten Pflege-Zusatzversicherungen eingeführt. Damit sollen die Bürger bei der ergänzenden privaten Vorsorge für den Fall der Pflegebedürftigkeit unterstützt werden.

Wie der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. vor Kurzem bekannt gab, stieg die Anzahl der privaten Pflegezusatz-Versicherungen von 2,2 Millionen Verträgen in 2012 auf über 2,7 Millionen Policen in 2013. Von den über 500.000 neuen Verträgen waren 174.100 ungeförderte und 353.400 staatlich geförderte Pflegezusatz-Versicherungen. Und auch im Januar 2014 haben bereits mehr als 50.000 Personen eine staatlich geförderte Pflegezusatz-Police neu abgeschlossen.

Mit staatlicher Unterstützung vorsorgen

Jeder Erwachsene, der in einer gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung versichert ist und noch keine Pflegeleistung bezieht oder bezogen hat, kann eine entsprechende staatlich geförderte Pflegezusatz-Versicherung, auch Pflege-Bahr-Police genannt, abschließen. Die staatliche Zulage in Höhe von maximal 60 Euro jährlich wird automatisch dem förderfähigen Vertrag gutgeschrieben. Die Formalitäten – der jährliche Zulagenantrag – dazu werden vom Versicherer gestellt, der Versicherungskunde muss sich also nicht darum kümmern.

Gesundheitsprüfungen, Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse gibt es bei der Pflege-Bahr-Police nicht – selbst dann nicht, wenn die zu versichernde Person Vorerkrankungen oder chronische Leiden hat. Die Höhe der Versicherungsprämie hängt ausschließlich vom Eintrittsalter der zu versichernden Person bei Vertragsabschluss und vom vertraglich vereinbarten Leistungsumfang ab.

Es empfiehlt sich bereits frühzeitig eine geförderte ergänzende Pflegeversicherung abzuschließen, denn je früher mit einer entsprechenden Vorsorge begonnen wird, desto mehr Leistung gibt es für die geförderte Mindestprämie. Ein Versicherungsexperte hilft, eine optimale Pflegeabsicherung zu finden. Dieser erklärt nicht nur, wie man die volle Förderung bekommt, sondern analysiert auf Wunsch auch, ob die gesetzliche und geförderte Absicherung im Pflegefall tatsächlich ausreichend ist und wie sich mögliche Lücken schließen lassen. (verpd)

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Autobahnunfall: Mithaftung bei nicht aufgestelltem Warndreieck

Achtung

Wer mit seinen LKW auf der Autobahn anhält, trägt eine Mitschuld bei einem Auffahrunfall, wenn er kein Warndreieck aufstellt. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (OLG Hamm, 29.10.2013 – 26 U 12/13) hervor.

Der Fahrer eines Sattelzuges hatte am rechten Fahrbahnrand einer an dieser Stelle seitenstreifenlosen Bundesautobahn notgehalten, weil ihm übel war. Der Sattelzug ragte in die rechte Fahrspur hinein. Die Warnblinkanlage hatte der Fahrer zwar eingeschaltet, aber kein Warndreieck aufgestellt. Ein anderer Sattelzug streifte das vor ihm stehende Fahrzeuggespann aus Unachtsamkeit, weshalb dessen Eigentümerin Schadenersatz verlangte. Weiterlesen

Wann ein Handytelefonat zum Fahrverbot führen kann

Technik 1

Wird ein Autofahrer wiederholt dabei erwischt, während der Fahrt zu telefonieren, darf er nicht nur mit einem Bußgeld, sondern auch mit einem Fahrverbot bestraft werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamm mit einem jüngst veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 3 RBS 256/13).

Ein Autofahrer war von der Polizei dabei beobachtet worden, als er am Steuer seines Personenkraftwagens während der Fahrt telefonierte. Weil es nicht das erste Mal war, dass er beim verbotswidrigen Telefonieren ertappt wurde, sollte er nicht nur ein Bußgeld bezahlen. Er wurde vielmehr zusätzlich mit einem einmonatigen Fahrverbot bestraft.

Mit seiner hiergegen beim Amtsgericht eingereichten Klage hatte er ebenso wenig Erfolg wie mit seiner beim Hammer Oberlandesgericht eingelegten Rechtsbeschwerde. Weiterlesen

Haftungsfrage nach Unfall bei Karnevalsumzug

Fastnacht 66

Gerät ein Besucher eines Karnevalsumzugs aus ungeklärten Gründen unter einen der Festwagen, so hat er gegenüber dem Veranstalter keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Beschluss des Oberlandesgerichts Koblenz vom 19. Dezember 2013 hervor (Az.: 3 U 985/13). Weiterlesen

Planung der häuslichen Pflege per Internet

Ehepaar

Bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit wissen die Betroffenen und deren Angehörige häufig nicht, an wen sie sich wenden können, um eine notwendige Pflege zu organisieren. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und die „Weisse Liste“ stellen dazu ein neues Internetangebot zur Verfügung. Es hilft Angehörigen unter anderem die häusliche Pflege und den Einsatz eines Pflegedienstes gezielt zu planen. Weiterlesen

Lebensretter an der Wohnungsdecke

Rauchmelder

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) regulieren die Versicherer jährlich rund 800.000 Brandschäden und zahlen mehr als drei Milliarden Euro Schadenszahlungen an die geschädigten Privat- und Firmenkunden aus. Alleine in den letzten fünf Jahren starben jedes Jahr über 300 Menschen durch Wohnungsbrände. Vor allem nachts sind diese Brände besonders gefährlich, weil auch der menschliche Geruchssinn schläft. Ein Rauchmelder hilft, dass Betroffene frühzeitig die Gefahr erkennen können. Weiterlesen