Karneval – zwischen Toleranz und Recht

KArneval

Bis zum Aschermittwoch, den 1. März, vergnügen sich wieder zahlreiche Jecken auf Umzügen und Feiern. Doch auch wenn so manches bis dahin toleranter gesehen wird als außerhalb der Karnevalszeit, gibt es auch hier für vieles Grenzen, da die geltenden Gesetze weiter gelten. Dies belegen auch diverse Gerichtsurteile.

Dass in der Karnevalszeit manches, aber nicht alles anders ist, zeigen diverse Gerichtsurteile. Unter anderem auch beim Thema Lärmbelästigung: Während normalerweise in reinen Wohngebieten eine Lautstärke von 50 Dezibel und nachts sogar nur 35 Dezibel erlaubt sind, lässt der Gesetzgeber an besonderen Festtagen, zu denen auch die Tage mit Karnevalsumzügen gehören, häufig einen Lärmpegel von 70 Dezibel zu.

Dies zeigen unter anderem die Urteile des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Az.: 15 G 401/99), des Verwaltungsgerichts Koblenz (Az.: 1 L 141/02), des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 6 B 10279/04) und des Amtsgerichts Köln (Az.: 532 OWI 183/96). Daher sollten die Bürger in der Karnevalszeit, insbesondere am Rosenmontag und Karnevalsdienstag, einen erhöhten Lärmpegel tolerieren – und zwar nicht nur während der Karnevalsumzüge, sondern auch hinsichtlich privater Karnevalsfeiern in der Nachbarschaft.

Karneval: Von geworfenen Kamellen bis abgeschnittenen Krawatten

Wer auf einen Karnevalsumzug geht, muss auch damit rechnen, dass er von Kamellen, die von den Umzugswagen in die Zuschauermenge geworfen werden, unglücklich getroffen wird – und zwar ohne dass er einen Schadenersatz oder ein Schmerzensgeld dafür bekommt.

Dies belegen unter anderem Gerichtsurteile des Amtsgerichts Köln, Az.: 123 C 254/10 sowie 123 C 254/10, und des Amtsgerichts Aachen, Az.: 13 C 250/05. Unter anderem wurde einem Umzugsbesucher, dem durch geworfene Karamellen ein Zahn ausgeschlagen wurde, vor Gericht keine Entschädigung durch den Veranstalter oder Werfer zugestanden. Die Begründung: Die süßen Geschosse gehören zum Karnevalsumzug dazu und müssen als solche erwartet werden.

Auch wenn es in einigen Regionen Deutschlands Brauchtum ist, dass zur Weiberfastnacht, also am Donnerstag vor Rosenmontag, Frauen den Herren die Krawatte abschneiden, sollten die betreffenden Frauen den jeweiligen Krawattenträger vorher warnen. Anderenfalls, wie aus einem Urteil des Amtsgerichts Essen (Az.: 20 C 691/87) ersichtlich ist, kann dies eine Schadenersatzklage nach sich ziehen, wenn der betroffene Mann nicht einverstanden ist, dass man seine Krawatte beschädigt.

Karneval ist keine rechtlose Zeit

Grundsätzlich bleiben auch in der Karnevalszeit die Vorschriften und Gesetze in Kraft. Das heißt, auch im Karneval dürfen Kfz-Fahrer die vorgeschriebene Promillegrenze im Straßenverkehr nicht überschreiten. Wer sich nicht daran hält, riskiert nicht nur Punkte im Fahreignungsregister (FAER), sondern auch eine hohe Geldstrafe hin zu einer Haftstrafe.

Übrigens können auch Radfahrer, die alkoholisiert auf ihr Velo steigen, wegen einer Trunkenheitsfahrt nach Paragraf 316 StGB (Strafgesetzbuch) bestraft werden. Schon ab 0,3 Promille droht auch einem Radler eine Strafanzeige, wenn er Fahrunsicherheiten aufweist oder einen Unfall verursacht.

Ab 1,6 Promille gilt ein Radler als absolut fahruntüchtig und kann bei einer Trunkenheitsfahrt mit dem Rad mit einem hohen Bußgeld und drei Punkten im FAER bis hin zum Entzug der Kfz-Fahrerlaubnis bestraft werden.

Karneval und Arbeit

Auch für Arbeitnehmer gibt es im Karneval Vorschriften, die einzuhalten sind. So gelten selbst in Karnevalshochburgen der Rosenmontag und Faschingsdienstag als normale Arbeitstage – außer im geltenden Tarifvertrag ist etwas anderes vereinbart oder der Arbeitgeber erlaubt den Arbeitnehmern frei zunehmen.

Wer freihaben möchte, muss daher beim Arbeitgeber Urlaub beantragen, wie Urteile des Arbeitsgerichts Köln (Az.: 2 Ca 6269/09) und des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (Az.: 17 P 05.3061) belegen.

Ob Arbeitnehmer verkleidet am Arbeitsplatz erscheinen dürfen oder nicht, hängt davon ab, ob es der Arbeitgeber erlaubt. Gibt es eine Kleiderordnung oder einen vorgegebenen Kleidungsstiel vom Arbeitgeber, ist dies auch an Karneval einzuhalten. Auch wer eine Schutzkleidung benötigt, darf beispielsweise den Schutzanzug nicht gegen ein Clownskostüm während der Arbeitszeit eintauschen. (verpd)

Gut abgesichert im Karneval

KArbeval, Fastnacht

Großes Gedränge und eine ausgelassene Stimmung gehören zu vielen Karnevals-Veranstaltungen dazu. Schnell kann es hier zu einem Unfall kommen. Welche Versicherungslösung hilft, wenn man einen anderen geschädigt hat und dafür einstehen muss oder man selbst bei einem Unfall zu Schaden gekommen ist.

Nicht nur, aber auch im Karneval gilt, dass jeder, der einen anderen schädigt, gemäß Paragraf 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für alle Schäden, die er schuldhaft verursacht hat, haftet. Es haften beispielsweise nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Teilnehmer sowie die Zuschauer von Umzügen und Festen für Schäden, die sie verursachen. Und zwar unbegrenzt bis zur Schadenhöhe.

Doch nicht immer kann man bei einem erlittenen Unfall einen anderen verantwortlich machen. In diesem Fall müsste der Verunfallte selbst für diverse Kosten, die als Folge des Unfalles anfallen, aufkommen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) empfiehlt daher jedem zu überprüfen, ob eine ausreichende Absicherung dafür besteht, wenn man einen anderen schädigt oder auch für den Fall, dass man selbst bei einem Unfall zu Schaden kommt.

Was im Karneval bei Umzügen und Festen als Besucher …

Wer beispielsweise als Privatperson als Besucher einer Karnevalsveranstaltung einen anderen durch ein Missgeschick beziehungsweise durch ein fahrlässiges Handeln schädigt, ist durch eine bestehende Privathaftpflicht-Versicherung abgesichert. Eine solche Police übernimmt nämlich die Personen- und Sachschäden, die der Versicherte bei anderen fahrlässig verursacht hat. Außerdem wehrt eine Privathaftpflicht-Police zudem zu hohe oder ungerechtfertigte Ansprüche Dritter ab.

Zahlreiche Gerichtsurteile zeigen, dass unter anderem im Karneval nicht immer ein anderer für einen erlittenen Schaden haftet. So haften in den meisten Fällen weder der Veranstalter noch die Umzugsteilnehmer dafür, wenn ein Umzugsbesucher durch geworfene Kamellen unglücklich getroffen und dabei verletzt wird. Wird man als Besucher selbst bei einer Karnevalsveranstaltung verletzt, ohne dass ein anderer dafür haftet, ist es wichtig, ebenfalls privat abgesichert zu sein.

Denn wer durch den Unfall länger krank oder gar dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt ist, muss trotz möglicher Leistungen von den Sozialversicherungen mit hohen Einkommensausfällen rechnen. Mit einer privaten Unfallversicherung, einer Krankentagegeld-Versicherung, aber auch mit einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Police lassen sich nicht nur unfallbedingte Einkommenseinbußen verhindern.

… und als Veranstalter und aktiver Teilnehmer zu beachten ist

Der GDV rät den Veranstaltern eines Karnevalsumzugs oder einer Feier zum Abschluss einer Veranstalter-Haftpflichtversicherung. Der Grund: Veranstalter und ihre Mitglieder müssen in der Regel für Schäden haften, die sich durch Fehler in der Überwachung und Leitung der Veranstaltung ereignet haben. Verunfallt beispielsweise ein Umzugsbesucher wegen einer fehlenden Absperrung, werden von der Veranstalter-Haftpflichtversicherung berechtigte Ansprüche beglichen. Die Police wehrt aber auch unberechtigte oder zu hohe Forderungen ab.

Karnevalsgruppen und -gesellschaften können mögliche Unfallverletzungen, die im Rahmen der Vereinstätigkeit die eigenen Mitglieder erleiden, mit einer Gruppenunfall-Police abdecken. Das Haftungsrisiko, das die Vereinsmitglieder und -organe während ihrer Vereinstätigkeit haben, lässt sich mit einer Vereins-Haftpflichtversicherung abdecken. Sollen Tiere wie zum Beispiel Hunde oder Pferde am Umzug teilnehmen, muss der Veranstalter dafür sorgen, dass nur „umzugsgeeignete“ Tiere eingesetzt werden.

Für den Hunde- und den Pferdehalter ist eine eigene Tierhalter-Haftpflichtpolice unabdingbar, denn diese kommt unter anderem dafür auf, wenn das Tier einen anderen verletzt. Wer mit einem Kfz an einem Karnevalsumzug teilnehmen möchte, sollte bei seinem Kfz-Haftpflichtversicherer eine entsprechende Genehmigung für die zweckfremde Verwendung einholen. Zudem gibt es von den Veranstaltern in der Regel Auflagen, die einzuhalten sind. So müssen die Kfz in der Regel verkehrs- und betriebssicher sein und dürfen bestimmte Breiten und Höhen nicht überschreiten. (verpd)

 

Wenn im Karneval ein Unfall passiert

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Bis zum Aschermittwoch, das ist in diesem Jahr der 10. Februar, vergnügen sich wieder zahlreiche Jecken auf Umzügen und Feiern. Mit dem passenden Versicherungsschutz, der einen nicht nur an Karneval, sondern auch das ganze Jahr über absichert, lässt sich bei kleineren oder auch größeren Unglücken zumindest ein finanzielles Desaster vermeiden. Weiterlesen

Wenn im Karneval ein Unfall passiert

LIMASSOL - FEBRUARY 14: Carnival king at Carnival Parade on February 14, 2010 in Limassol, Cyprus.

Bis zum Aschermittwoch, das ist in diesem Jahr der 10. Februar, vergnügen sich wieder zahlreiche Jecken auf Umzügen und Feiern. Mit dem passenden Versicherungsschutz, der einen nicht nur an Karneval, sondern auch das ganze Jahr über absichert, lässt sich bei kleineren oder auch größeren Unglücken zumindest ein finanzielles Desaster vermeiden.

Egal ob Karnevals-, Fastnachts- oder Faschingszeit – fast überall in Deutschland finden bis Aschermittwoch diverse Karnevalsumzüge, -bälle und sonstige Veranstaltungen statt. Wer im Karneval, aber auch in der übrigen Zeit vor einem finanziellen Fiasko durch einen fremd- oder selbstverschuldeten Unfall abgesichert sein möchte, sollte seinen bestehenden Versicherungsschutz prüfen und eventuell fehlende Policen abschließen.

Denn nicht nur, aber auch im Karneval gilt: Jeder, der einen anderen schädigt, haftet gemäß Paragraf 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für alle Schäden, die er schuldhaft verursacht hat. Es haften beispielsweise nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Teilnehmer sowie die Zuschauer von Umzügen und Festen für Schäden, die sie verursachen. Und zwar unbegrenzt bis zur Schadenhöhe.

Wann Besucher und Veranstalter im Karneval haften

So übernimmt beispielsweise eine bestehende Privathaftpflicht-Versicherung Personen- und Sachschäden für einen Versicherten, wenn dieser als Privatperson die Schäden durch ein fahrlässiges Verhalten verursacht hat. Das heißt, auch ein Besucher einer Karnevalsveranstaltung, der durch ein Missgeschick einen anderen schädigt, ist durch eine Privathaftpflicht-Police abgesichert. Eine solche Police übernimmt zudem die Kosten, die notwendig sind, um zu hohe oder ungerechtfertigte Ansprüche Dritter abzuwehren.

Veranstaltern, die einen Karnevalsumzug oder eine Feier organisieren und durchführen, rät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zum Abschluss einer Veranstalter-Haftpflichtversicherung. Denn Veranstalter und ihre Mitglieder müssen in der Regel für Schäden haften, die sich durch Fehler in der Überwachung und Leitung der Veranstaltung ereignet haben.

Kommt ein Umzugsbesucher zum Beispiel zu Schaden, weil eine notwendige Absperrung fehlte, werden von der Veranstalter-Haftpflichtversicherung berechtigte Ansprüche beglichen. Die Police wehrt aber auch unberechtigte oder zu hohe Forderungen ab.

Umzugsteilnehmer im Karneval zu Fuß, mit dem Pferd oder per Fahrzeug

Für Karnevalsgesellschaften sind eine Gruppenunfall- und Vereins-Haftpflichtversicherung sinnvoll. Damit sind unter anderem mögliche Schäden in den eigenen Reihen abgedeckt, also beispielsweise einzelne Umzugsteilnehmer gegen Schäden versichert, die bei solchen Umzügen entstehen können.

Nehmen Pferde am Umzug teil, muss der Veranstalter dafür sorgen, dass nur „umzugsgeeignete“ Vierbeiner eingesetzt werden. Für den Pferdehalter selbst ist es wichtig, dass er eine Tierhalter-Haftpflichtpolice besitzt, denn diese kommt unter anderem dafür auf, wenn das Pferd plötzlich ausschlägt und einen anderen verletzt.

Wer mit einem zulassungspflichtigen Fahrzeug am Umzug teilnehmen möchte, sollte bei seinem Kfz-Haftpflichtversicherer eine entsprechende Genehmigung für die zweckfremde Verwendung einholen. Zudem sollte das Fahrzeug zugelassen sowie verkehrs- und betriebssicher sein. Umzugsfahrzeuge, die keine Zulassung oder Betriebserlaubnis haben oder die durch Aufbauten die Betriebserlaubnis verloren haben, müssen in der Regel durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen begutachtet werden.

Wenn man als Besucher beim Karneval einen Unfall erleidet

Wer als Besucher selbst bei einer Karnevalsveranstaltung verletzt wird, ohne dass ein anderer dafür haftet, sollte eine private Absicherung haben. Denn wer durch den Unfall länger krank oder gar dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt ist, muss mit hohen Kosten rechnen. Dass gerade im Karneval nicht immer jemand für einen Unfall haftet, zeigen zahlreiche Urteile. So erhielten diverse Umzugsbesucher, welche von geworfenen Kamellen getroffen und verletzt wurden, keinen Schadenersatz durch den jeweiligen Veranstalter oder den Werfer vom Gericht zugesprochen.

Eine private Unfallversicherung zahlt je nach Vertragsvereinbarung im Invaliditätsfall eine fest vereinbarte Kapitalleistung, welche unter anderem für notwendige Umbauten oder Anschaffungen nach einem gesundheitlichen Dauerschaden eingesetzt werden kann. Eine Krankentagegeld-Versicherung deckt mögliche Einkommensdefizite ab, die durch eine längere Krankheit entstehen können, da das gesetzliche Krankengeld nicht dem eigentlichen Nettoeinkommen entspricht.

Eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung deckt mit einer vereinbarten Rentenleistung Einkommensdefizite, die sich dadurch ergeben, dass man infolge eines Unfalles oder einer Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, ab. (verpd)

Gerne helfen wir Ihnen bei all Ihren Fragen rund ums Thema Versicherungen weiter. Sprechen Sie uns einfach unter 06721-990985 direkt an oder schreiben Sie uns eine Mail an Ihren persönlichen Internet-Versicherungsmaler  info@seniorconsulting.de.

Sie  können sich aber auch direkt auf unserer Webseite  beraterseite.de informieren, rechnen, vergleichen und auch abschließen. Sie finden hier zu allen Sparten die passenden Rechner und Informationen, egal ob Hundehaftplichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Arbeitskraftabsicherung, Pflegeversicherung, Bootsversicherung, Krankenzusatzversicherung  usw.

Viele Grüße aus Bingen am Rhein

Ihr persönlicher Internet- Versicherungsmakler Jörn & Sebastian Krämer – Senior Partner Finanzmanagement

Riskante Karnevalszeit

BAnd1Auch heuer finden bis Aschermittwoch, das ist in diesem Jahr der 18. Februar, in zahlreichen Städten und Orten Karnevalsumzüge und -feste statt. Leider können dabei Unfälle nicht ausgeschlossen werden. Wer einen passenden Versicherungsschutz hat, ist zumindest finanziell abgesichert, wenn er bei einem derartigen Unglück geschädigt wird oder selbst durch ein Missgeschick einen anderen schädigt Weiterlesen

Abgesichert durch die närrische Zeit

Fastnacht 6

Fast überall finden auch dieses Jahr wieder zahlreiche Karnevalsumzüge und -feste statt. Doch egal, ob man als Besucher an einer Veranstaltung teilnimmt oder als Veranstalter aktiv ist, ist es wichtig ausreichend abgesichert zu sein, für den Fall, dass man dabei selbst verunfallt oder einen anderen schädigt. Anderenfalls könnten die finanziellen Folgen dramatisch sein. Weiterlesen