Vom Urlaubsbudget und der Reiselust der Bürger

Eine aktuelle Studie zeigt, dass fast zwei Drittel der Bürger hierzulande in diesem Jahr verreisen möchten und dafür fast 2.400 Euro Urlaubsbudget einplanen. Ein Großteil der Reisewilligen will im Ausland seinen Urlaub verbringen. Viele möchten zudem bestimmte Risiken, die es rund um die Reise gibt, abgesichert wissen.

Im Frühjahr dieses Jahres hat ein zu einer Versicherungs-Gesellschaft gehörende Dienstleister rund um den Bereich Reisen eine aktuelle Studie veröffentlicht. Die Untersuchung basiert auf einer vom Institut Ipsos Public Affairs durchgeführten Telefonbefragung unter jeweils 1.000 Verbrauchern aus 14 Ländern. Weiterlesen

Die passende Reiseapotheke

An jedem Urlaubsort hilft eine zweckmäßig ausgestattete Reiseapotheke, gesundheitliche Unpässlichkeiten schnell zu beheben. Chronisch Kranke müssen zudem darauf achten, dass sie genügend notwendige Medikamente dabeihaben. Doch nicht jedes Arzneimittel kann ohne Weiteres im Urlaubsgepäck mitgeführt werden. Worauf es bei einer sinnvoll ausgestatteten Reiseapotheke ankommt. Weiterlesen

Wenn ein Virus den Urlaub ruiniert

Urlaub

Macht ein Reisender ein Hotel für eine Virusinfektion verantwortlich, so muss er nachweisen, dass außer ihm gleichzeitig mindestens zehn Prozent der übrigen Gäste der Unterkunft an dem Virus erkrankt sind. Sonst kann er keine Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Ansprüche durchsetzen. Das geht aus einem veröffentlichten Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 283 C 9/15).

Im Urlaub nach Rhodos…

Ein Mann hatte für sich und seine Lebensgefährtin eine achttägige Flugpauschalreise nach Rhodos gebucht. Das von ihm ausgesuchte Hotel hatte 4,5 Sterne nach Landeskategorie und war zum Zeitpunkt der Reise mit 1.600 Gästen belegt. Die Urlaubsfreuden des Paares währten jedoch nur kurz. Denn es erkrankte schon in der ersten Nacht des Hotelaufenthalts an einem Virus, der starkes Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen sowie Schüttelfrost und Fieber auslöste. Das führte dazu, dass das Paar während des gesamten Aufenthalts das Bett hüten musste.

Als beide endlich aufstehen konnten, verließen sie fluchtartig das Hotel und reisten nach Hause. In seiner gegen den Reiseveranstalter eingereichten Klage machte der Mann geltend, dass in dem Hotel bereits zwei Wochen vor der Ankunft seiner Lebensgefährtin und ihm ein Noro-Rota-Virus grassiert habe. Vor den Hotelzimmern hätten sich deswegen schmutzige Bettlaken und Handtücher mit Erbrochenem gestapelt. Manche Hotelgäste hätten sich auf den Gängen und mitten im Restaurant übergeben. Von dem Virus seien nach seinen Informationen mindestens 476 Personen befallen gewesen.

Nicht verantwortlich bei Virus im Urlaub?

Der Reisende verlangte von dem Reiseveranstalter daher nicht nur die Erstattung des Reisepreises. Er verklagte ihn auch auf Zahlung einer Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit sowie auf Zahlung eines Schmerzensgeldes.

Vor Gericht verteidigte sich der Reiseveranstalter mit dem Argument, dass das Hotel nicht für die Viruserkrankung verantwortlich sei.

Denn sämtliche Proben eines von der Hotelleitung beauftragten staatlich zertifizierten Forschungsinstituts, welches unter anderem die Nahrungsmittel, das Leitungswasser, die Getränkeautomaten sowie das Wasser des Swimmingpools untersucht habe, seien negativ gewesen.

Fehlender Beweis  

Das Münchener Amtsgericht wies die Klage als unbegründet zurück. Nach Ansicht des Gerichts ist eine Erkrankung nämlich nur dann als Reisemangel einzustufen, wenn die Ursache im Verantwortungsbereich des Reiseunternehmens beziehungsweise des Hotels liegt. Diesen Nachweis habe der Kläger nicht erbringen können.

Allein die Inkubationszeit in Verbindung mit dem Zeitpunkt der Erkrankung des Klägers und seiner Lebensgefährtin lässt es nach Meinung des Gerichts fragwürdig erscheinen, dass sich das Paar im Hotel angesteckt hat. Es habe vielmehr eine Vielzahl von Ansteckungs-Möglichkeiten gegeben – zum Beispiel beim Kontakt mit anderen Personen während der Reise.

Das Gericht stellte zwar nicht in Abrede, dass innerhalb mehrerer Wochen möglicherweise insgesamt knapp 480 Gäste des Hotels an dem Virus erkrankt waren. Entscheidend sei jedoch, wie viele Personen während des Aufenthaltszeitraums des Klägers Opfer des Virus geworden waren, das waren jedoch höchstens 140, was bei einer Gästezahl von 1.600 einem Prozentsatz von noch nicht einmal neun Prozent entspreche.

Allgemeines Lebensrisiko

Diese Anzahl reiche jedoch für einen Beweis des ersten Anscheins, dass möglicherweise doch das Hotel für die Erkrankung verantwortlich sei, nicht aus. Denn dazu sei eine Quote von mindestens zehn Prozent erforderlich. Es müsse daher davon ausgegangen werden, dass sich durch die Infektion in der Person des Klägers und seiner Lebensgefährtin das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht habe. Die Entscheidung ist mittlerweile rechtskräftig.

Die Sache wäre eventuell anders entschieden worden, wenn dem Reiseveranstalter beziehungsweise der Hotelleitung hätte nachgewiesen werden können, dass sie von möglicherweise unhygienischen Verhältnissen vor Ort wussten.

Dies hatte das Kölner Landgericht in einem anderen Gerichtsfall entschieden. Das war jedoch nicht der Fall, zumal das mit der Untersuchung der Ursachen befasste Forschungsinstitut für derartige Verhältnisse keinerlei Belege gefunden hatte.

Wenn der Urlaub vorzeitig endet

Der Gerichtsfall zeigt, dass durch eine Krankheit ein Urlaub zum Albtraum werden kann. Eine vor der Reise abgeschlossene Auslandsreisekranken-Versicherung sorgt zumindest dafür, dass nicht auch noch die Kosten für mögliche medizinische Behandlungen oder sogar ein notwendiger Krankenrücktransport vom Reisenden selbst zu zahlen sind.

Eine Reiseabbruch-Versicherung, die häufig zusammen mit einer Reiserücktritts-Versicherung angeboten wird, würde diverse Kosten, die bei einem Reiseabbruch wegen Krankheit und diverser anderer Notlagen entstehen können, übernehmen.

Darunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für einen außerplanmäßigen Rückflug und/oder Stornogebühren für schon gebuchte, aber nicht mehr in Anspruch genommene Reiseleistungen wie Ausflüge und Unterkunft. (verpd)

 

Reisestorno wegen Terror und andere Katastrophen

Reisestorno

Es gibt zahlreiche Ereignisse in einem Urlaubsland, wie Terroranschlag, innere Unruhen, Erdbeben oder Überschwemmungen, die Touristen davon abhalten können, überhaupt eine bereits gebuchte Reise anzutreten. Doch nur in bestimmten Fällen hat die Stornierung eines Reisevertrags keine oder nur geringfügige finanziellen Folgen für den Urlauber.

Grundsätzlich kann man eine gebuchte Reise zu jeder Zeit stornieren, allerdings kann dies mit erheblichen Kosten verbunden sein. Denn nach dem Reiserecht, das unter anderem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist, kann der Reiseveranstalter von seinem Kunden eine angemessene Entschädigung (Stornogebühr) verlangen.

Je nachdem, wie viel Zeit zwischen der Stornierung des Reisevertrags und dem darin angegebenen Reisebeginn liegt, kann die Stornogebühr bis zur Höhe des gesamten Reisepreises betragen. Wer jedoch aufgrund eines Ereignisses im Urlaubsland, das als höhere Gewalt gilt und bei Vertragsabschluss noch nicht vorhersehbar war, eine gebuchte Reise noch vor Reiseantritt storniert, muss in der Regel keine Stornogebühren entrichten.

Stornierungsgründe, die keine Stornokosten nach sich ziehen

Konkret heißt es dazu im Webauftritt des Auswärtigen Amtes: „Eine Kündigung des Reisevertrags ist sowohl vor als auch nach Reiseantritt zulässig, wenn die Reise durch höhere Gewalt im Zielland erheblich gefährdet wird und dies im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbar war.“ Geregelt ist dies in Paragraf 651 j BGB.

Weiter ist im Webportal des Auswärtigen Amtes zu lesen: „Der Reiseveranstalter hat dann für auf dem Reisevertrag beruhende Kosten Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe des Anteils des Reisepreises, der auf bereits erbrachte oder noch zu erbringende Leistungen entfällt; solche Kosten fallen jedoch häufig vor Reiseantritt nicht an. Eventuelle Mehrkosten für die Rückreise sind von Reisendem und Reiseveranstalter je zur Hälfte zu tragen; sonstige Mehrkosten trägt der Reisende.“

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes zählen zur höheren Gewalt Ereignisse wie Krieg oder Kriegsgefahr, innere Unruhen und Naturkatastrophen, also beispielsweise Erdbeben, großflächige Überschwemmungen und Vulkanausbrüche, die die Region, in welche man reisen möchte, betreffen. Zudem darf der Reisetermin nicht erst Wochen oder Monate nach Eintreten des Ereignisses liegen, da in vielen Fällen wie zum Beispiel bei einem Erdbeben die Gefahr für den Reisenden dann nicht mehr besteht.

Terroranschläge sind keine höhere Gewalt

Verübte Terroranschläge werden hingegen nach der gängigen Rechtsprechung als allgemeines Lebensrisiko gewertet und sind keine höhere Gewalt. Wenn für ein gesamtes Land jedoch eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ausgegeben wird – diese werden im Webauftritt unter „Reisewarnungen“ veröffentlicht –, wird dies gerichtlich in der Regel als Stornogrund im Sinne der höheren Gewalt angesehen. Eine kostenlose Stornierung wäre somit möglich.

Hat das Auswärtige Amt in seinen länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen jedoch nur zur erhöhten oder besonderen Vorsicht geraten, wie dies aktuell für die Türkei und Tunesien der Fall ist, gilt das nicht als höhere Gewalt. Auch wenn nur eine Teilreisewarnung besteht, also eine Reisewarnung für bestimmte Regionen eines Landes, und führt die gebuchte Reise nicht in eine gefährdete Region, ist der Reiseveranstalter meist nicht verpflichtet, höhere Gewalt als Stornogrund anzuerkennen.

Wer sichergehen möchte, mit welchen Stornokosten er im Falle des Falles rechnen muss, sollte dies direkt mit dem Reiseveranstalter klären. Manche Reiseanbieter zeigen sich kulant und erlauben eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung nicht nur bei höherer Gewalt oder bei offiziellen Reisewarnungen, sondern auch, wenn das Auswärtige Amt für das Reiseland eine Teilreisewarnung ausgibt oder zur erhöhten Vorsicht mahnt.

Reisestorno aus persönlichen Gründen

Verlangt ein Reiseveranstalter zu Unrecht Stornogebühren oder sind sie zwar dem Grunde nach gerechtfertigt, aber zu hoch, kann eine Privatrechtschutz-Police weiter helfen, damit man sein Recht bekommt, in dem sie die Beratungs- und Prozesskosten übernimmt. Wer für den Fall Kostenschutz haben möchte, dass er aus persönlichen Gründen eine gebuchte Reise nicht antreten kann oder, falls er die Reise bereits angetreten hat, abbrechen muss, sollte zeitnah zur Reisebuchung eine Reisestorno- und Abbruchversicherung abschließen.

Denn bei einem Reisestorno aus persönlichen Gründen kann der Reiseveranstalter fast immer Stornokosten verlangen. Eine Reiserücktritts-Police übernimmt im Versicherungsfall beispielsweise die anfallenden Reisestornokosten und eine Reiseabbruch-Versicherung die nicht in Anspruch genommenen Reiseleistungen sowie zusätzlich anfallende Rückreisekosten.

Versicherbar ist unter anderem, wenn eine Reise wegen eines Unfalles oder einer plötzlich eintretenden Krankheit des Reisenden nicht angetreten oder abgebrochen werden muss. Ereignisse, die als höhere Gewalt eingestuft werden, sind in vielen Policen kein versicherter Stornogrund. Nach dem geltenden Reiserecht ist jedoch eine Stornierung wegen höherer Gewalt oftmals kostenlos möglich.(verpd)

Urlaubsanspruch trotz Elternzeit oder Krankheit?

Urlaubsanspruch trotz Elternzeit oder Krankheit?

Ein Arbeitgeber ist nicht dazu berechtigt, den Erholungsurlaub einer Beschäftigten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wegen einer vorausgegangenen Elternzeit zu kürzen. Er hat die Ansprüche vielmehr in Geld abzugelten. Das hat das Bundesarbeitsgericht in einem kürzlich verkündeten Urteil entschieden (9 AZR 725/13).

Eine Frau war seit April 2007 bei einem Unternehmen beschäftigt. Bei einer Fünftagewoche standen ihr 36 Urlaubstage pro Kalenderjahr zu. Nach der Geburt eines Sohnes im Dezember 2010 befand sich die Arbeitnehmerin ab Mitte Februar des Folgejahres bis zur Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses am 15. Mai 2012 in Elternzeit. Anschließend verlangte sie von ihrem Arbeitgeber, ihre Urlaubsansprüche aus den Jahren 2010 bis 2012 in Höhe von etwas mehr als 3.800 Euro abzugelten. Weiterlesen

Für eine stress- und sorgenfreie Reise in den Urlaub

Urlaub- stress- und sorgenfrei

Eine gute Reisevorplanung erspart Schwierigkeiten und teils teure Überraschungen. Denn fehlende Dokumente, die zur Einreise in das gewählte Urlaubsland notwendig sind, oder eine plötzlich auftretende Krankheit kurz vor oder während des Urlaubes sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch teuer werden. Weiterlesen

Wir nehmen unsere wohlverdiente Weihnachtspause

Stift Konzept - DankeAll unseren treuen Lesern wünschen wir ein friedvolles und ruhiges Weihnachtsfest und einen tollen Start in ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2015.

Wir gönnen uns eine Weihnachtspause. Im neuen Jahr  geht es weiter mit spannenden Informationen aus dem Finanzsektor. Bis dahin eine gute Zeit.

Frühzeitige Urlaubsvorbereitung

Landschaft 51Es gibt diverse Risiken wie eine unerwartet auftretende Krankheit, ein Unfall oder auch der Diebstahl von Papieren kurz vor oder während einer Reise, die einen Urlaub zum Albtraum werden lassen. In diesen und weiteren Fällen muss ein Betroffener unter Umständen zudem damit rechnen, dass er auch noch diverse Kosten selbst tragen muss. Eine kostenlose Broschüre zeigt, wie man gegen solche Unwägbarkeiten vorsorgen kann.

Nicht immer verläuft eine Reise ohne Zwischenfälle und manchmal kann ein geplanter Urlaub erst gar nicht angetreten werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Weiterlesen

Denkste! Kein Urlaubsantrag – kein Urlaub?

Paragraph 4Auch wenn ein Beschäftigter keinen Urlaubsantrag gestellt hat, sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Urlaubsanspruch von sich aus zu erfüllen. Das hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit einem vor Kurzem veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 21 Sa 221/14).
Ein Arbeitnehmer verlangte von seinem ehemaligen Arbeitgeber nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Abgeltung seines Urlaubs für das vorangegangene Jahr. „Zu spät“, meinte der Arbeitgeber. Denn gemäß Paragraf 7 Absatz 3 Satz 1 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) müsse ein Erholungsurlaub im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Das gelte auch für die Abgeltung nicht genommenen Urlaubs. Weiterlesen