Natürliche Eisflächen: Betreten auf eigene Gefahr

Winter EWer sich nicht nur mit den sicheren Eislaufbahnen, die es in Hallen oder auch Freiluftanlagen gibt, begnügt, sondern auch zugefrorene natürliche Eisflächen auf Teichen, Seen oder Flüssen betreten will, sollte besonders vorsichtig sein. Denn eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht reicht hier nicht aus, um einen Menschen sicher zu tragen. Es gibt jedoch Sicherheitstipps, die das Risiko einzubrechen reduzieren helfen und Verhaltensmaßnahmen, die ein größeres Unglück vermeiden, wenn die Eisfläche doch nicht standhält.

Selbst wenn die Außentemperatur einige Tage im Minusbereich liegt, heißt das noch lange nicht, dass eine natürliche Eisdecke auf einem See oder einem Fluss tragfähig genug ist, um auf ihr zu gehen. Relativ sicher trägt eine solche Eisdecke nach Ansicht von Experten nur, wenn sie bei stehenden Gewässern wenigstens 18 Zentimeter und bei fließenden Gewässern mindestens 20 Zentimeter dick ist. Weiterlesen

Damit im Advent nicht die Feuerwehr kommen muss

AdventskranzNach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ereignen sich im Dezember jedes Jahr etwa 40 Prozent mehr Brandschäden als in allen anderen Monaten. Jährlich werden alleine in der Weihnachtszeit etwa 11.000 Brandschäden den Hausrat- und Gebäudeversicherern gemeldet. Die Versicherer zahlen dementsprechend für Schäden, die bei Bränden im Dezember entstanden sind, im Durchschnitt 23 Millionen Euro an Versicherungsleistungen aus. Die Brandgefahr lässt sich jedoch mit einigen wenigen Verhaltensmaßnahmen erheblich reduzieren.  Weiterlesen

Zeitlich unbegrenzte Räum- und Streupflicht?

Winter1Die Räum- und Streupflicht gilt nicht unbegrenzt und steht unter dem Vorbehalt des Zumutbaren. Es genügt, wenn an Werktagen ab sieben Uhr geräumt und gestreut wird, auch wenn davor schon Personen auf dem Grundstück sind. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken hervor (Az.: 2 U 113/13).

Ein Bäcker, der einen „Brotbring-Dienst“ betreibt, belieferte an einem Wintertag morgens gegen sieben Uhr einen Kunden. An diesem Tag lag Schnee und die Straßen waren nach Aussage des Bäckers sehr glatt. Weiterlesen

Vorsicht in der Glühweinsaison

GlühweinDamit die Vorfreude auf Weihnachten ungetrübt bleibt, sollten Autofahrer generell auf Alkoholgenuss verzichten. Wer beim Besuch eines Weihnachtsmarktes oder einer Betriebsfeier nicht auf Bier, Sekt, Glühwein und Ähnliches verzichten mag, sollte lieber zu Fuß, per Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln den Heimweg antreten, um nicht sich selbst oder andere zu gefährden. Selbst wer alkoholisiert Fahrrad fährt, muss unter Umständen mit dem Entzug des Kfz-Führerscheins rechnen.
Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schätzen Verkehrsteilnehmer bereits bei einem Alkoholspiegel von nur 0,1 Promille Entfernungen falsch ein. Bereits ab 0,3 Promille ist die Sehleistung vermindert, die Konzentration und das Reaktionsvermögen lassen nach und die Risikobereitschaft steigt.
Alles Faktoren, die das Unfallrisiko erheblich erhöhen. Je nach Gewicht einer Person reicht schon ein Becher Glühwein aus, um diese Promillegrenze zu überschreiten.
Selbst ohne auffällige Fahrunsicherheiten droht eine Strafe Weiterlesen

Schmerzhaftes Ende einer Weihnachtsfeier

SantaWährend einer Betriebsfeier besteht für die Teilnehmer nur bei Anordnung durch die Betriebsleitung gesetzlicher Unfallversicherungs-Schutz. Dies hat das Bundessozialgericht in einem Urteil entschieden (Az.: B 2 U 7/13 R) und damit ein gleichlautendes Urteil der Vorinstanz bestätigt.
Eine Angestellte eines in 22 Teams untergliederten Jobcenters hatte sich während einer Weihnachtsfeier ihres rund 20 Personen umfassenden Teams auf einer Bowlingbahn schwere Verletzungen zugezogen. Die Feier fand außerhalb der Kernarbeitszeit statt, wurde privat organisiert und auch privat bezahlt. Weiterlesen

Unfallfrei Heimwerken

HelfenWer handwerklich geschickt ist, kann einiges sparen. Doch solche Arbeiten sind nicht selten mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden. Eine vom Deutschen Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. vor Kurzem herausgegebene Broschüre gibt Tipps, wie sich Unfälle beim Heimwerken und Basteln vermeiden lassen. Weiterlesen

Individuelle Hilfe bei Kfz-Pannen und Unfällen

Panne mit dem PKWNicht immer verläuft eine Autofahrt problemlos. In manchen Fällen, beispielsweise weil man eine Panne hat, in einen Unfall verwickelt ist oder während einer Reise mit dem eigenen Pkw plötzlich erkrankt und deshalb nicht mehr weiter- oder nach Hause fahren kann, ist es notwendig, dass andere einem helfen. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu mit dem Autoschutzbrief eine entsprechende Absicherungslösung an. Weiterlesen

Wenn Kleintiere die Unfallursache sind

Tiere 6Kommt es zu einem Auffahrunfall, weil ein Autofahrer wegen eines Kleintiers gebremst hat, so ist er zwar nicht allein für den Unfall verantwortlich. Er haftet aber aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az.: 331 C 16026/13).
Eine Frau war mit dem Pkw ihres Mannes unterwegs, als sie wegen eines über die Straße laufenden Eichhörnchens stark abbremste. Der hinter ihr fahrende Autofahrer reagierte zu spät und fuhr auf das vorausfahrende Fahrzeug auf. Weiterlesen

Wer für einen Unfall auf einem Wanderweg haftet

NaturWenn ein Wanderer auf einem erkennbar schlecht gesicherten Wanderweg stürzt und dabei zu Schaden kommt, kann er in der Regel nicht die für den Weg zuständige Gemeinde für die Folgen des Sturzes verantwortlich machen. Das geht aus einem jüngst getroffenen Urteil 2014 (Az.: 10 O 397/14) des Landgerichts Magdeburg hervor. Weiterlesen

Kein Freibrief für unaufmerksame Fußgänger

Paragraphenzeichen - section signJoggt eine jugendliche Schülerin mit übergezogener Kapuze über eine Straße – ohne nach rechts oder links geschaut zu haben – vor einem Pkw, der wegen eines an einer Haltestelle stehenden Busses anhält, so ist eine 50-prozentige Haftung angemessen. Dies gilt zumindest dann, wenn es auf der gegenüberliegenden Fahrbahn zu einem Unfall mit einem Fahrzeug des Gegenverkehrs kommt. Das hat das Oberlandesgericht München in einem Urteil entschieden (Az.: 10 U 4757/13). Weiterlesen